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Alpakaherde auf einer Wiese

SENDETERMIN Fr, 8.2.2019 | 18:15 Uhr | SWR Fernsehen

Drunter und Drüber Unterwegs im Bauland

Wer bei Bauland an ein hübsches Grundstück denkt, liegt nicht immer richtig. Bauland heißt auch die Region im Norden von Baden-Württemberg.

Richtig berühmt ist dieser Landstrich vor allem durch den Grünkern, der dort angebaut wird. Auf einer Reise durchs Bauland gibt es aber noch mehr zu entdecken. Da ist zum Beispiel der Fotograf Karl Weiß, der um 1900 sehr erfolgreich die Menschen seiner Umgebung portraitiert hat. Das Bezirksmuseum Buchen stellt immer wieder neue Fotoschätze von ihm aus.

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Schönes Bauland

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Bauland-Metropole des Grünkerns: In der "Darrenstraße" des Walldürner Stadtteils Altheim stehen dreizehn sogenannte Darrhäuser nebeneinander - und unter Denkmalschutz.

Bauland-Metropole des Grünkerns: In der "Darrenstraße" des Walldürner Stadtteils Altheim stehen dreizehn sogenannte Darrhäuser nebeneinander - und unter Denkmalschutz.

Der Muschelkalk-Steinbruch liegt zwischen Eberstadt und Bödigheim, nicht weit entfernt von der Eberstadter Tropfsteinhöhle.

Ganz zufällig entdeckt: Durch Steinbruchsprengungen entstand eine breite Öffnung, die den Zugang zur Formenvielfalt der Millionen Jahre alten Eberstadter Tropfsteinhöhle bahnte.

Interessierte können unterirdisch das Naturdenkmal Tropfsteinhöhle bestaunen und sich über der Erde im Besucherzentrum ausführlich darüber informieren.

Der Fotograf Karl Weiß betrieb über 40 Jahre lang sein Atelier in Buchen. Dabei sammelten sich mehr als 10.000 Negative von Menschen und Landschaften an, die 1979 an das Bezirksmuseum Buchen überreicht wurden.

Kneipe, Museum, Dorfladen und Brauerei in einem: Das Hirschbräu in Hirschlanden war und ist nur durch viel freiwillige Eigenleistung der "Herschlanner" möglich.

Christlich-gemeinnützig und handwerklich-professionell: Die Kirchen-Käserei in Sindolsheim sorgt nicht nur für leckeren Käse. Sie richtet sich dabei auch nach ökologischen und integrativen Grundsätzen.

"Er-Fahrbare" Kunst auf dem Skulpturen-Radweg - eines der Exponate ist "Ohne Titel" des Künstlers Andreas Kiessling: Zwei Hügel im Asphalt führen die eigentliche Bestimmung der Fahrbahn ad absurdum.

Mit "Manta", einem der Kunstwerke auf dem 77 Kilometer langen Skulpturen-Radweg, wollte der Künstler Stefan Rohrer Parallelen zwischen dem bekannten Autotyp und dem gleichnamigen Teufelsrochen herstellen. Gleichzeitig mahnt das Werk auch an den Moment der Gefahr beim Autofahren.

Der Limes-Turm wurde neben der Originalstelle 1:1 nachgebaut und bietet Besucherinnen und Besuchern die Aussicht über das Kirnautal. Im Vordergrund: "Standpunkt", ein Kunstwerk von Veronika Rettich als Teil des Skulpturen-Radwegs.

Das Römer-Museum in Osterburken ist ein sogenanntes "überregionales Museum" der UNESCO: Als eine Art Leuchtturm in der Museumslandschaft ermöglicht es den Zugang zur Geschichte des Gebiets - in diesem Fall die der Römer am Limes.

Märchenhaft exotische Lebewesen: Unter dem Namen Fairytale Alpacas werden in Walldürn-Kaltenbrunn die besonderen Tiere zur Wollgewinnung gezüchtet.

Sehenswert sind im Bauland auch die Eberstadter Tropfsteinhöhlen oder die Käserei in Hohenstadt. Für kulturell interessierte Besucher mit Bewegungsdrang gibt es einen 77 Kilometer langen Skulpturenradweg. Wer daraufhin Durst bekommt: In Hirschlanden entstehen preisgekrönte Biere, ausgeschenkt in einer ehrenamtlich geführten Dorfwirtschaft.