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SENDETERMIN Fr, 12.7.2019 | 18:15 Uhr | SWR Fernsehen

Auf leisen Pfaden Unterwegs auf dem Bodanrück

Mal wildromantisch und verwunschen, mal launig und rau: Der Bodanrück ist eine der urtümlichsten Regionen am Bodensee.

Mischwälder, artenreiche Wiesen, verschlungene Pfade und spektakuläre Schluchten: Für Naturliebhaber aus aller Welt ist der Bodanrück ein Paradies. Fast 90 Prozent der Fläche steht unter Naturschutz und die Region ist eine Heimat für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. 

Da, wo Traktoren nicht hinkommen, muss Schäferin Elischa Serpi ran. Sie ist als Wanderschäferin mit 500 Schafen auf dem Bodanrück unterwegs. Sie ist auf dem Stöckenhof bei Allensbach geboren und aufgewachsen. Oberhalb vom Stöckenhof liegt das Dorf Freudenthal. Es ist ebenso bäuerlich geprägt, wie der Bodanrück allgemein. Hierhin hat es den Schweizer Philipp Schwander verschlagen, und zwar auf das Schloss Freudenthal. 2011 kaufte er das Schloss, das damals in einem desolaten Zustand war. Heute ist es wieder das barocke Prunkstück, das es schon im 18. Jahrhundert war.

Blick von Wallhausen auf den Bodensee

Blick von Wallhausen auf den Bodensee

Die wilde Seite des Bodanrücks zeigt sich vor allem in seinen Wäldern. Fast 4.000 Hektar Wald, über 60 Baumarten und Baumwipfeln, die bis zu 50 Meter weit in den Himmel ragen, lassen sich in der Region bestaunen. Hier arbeitet Michael Flöß, der Bodanrück-Förster. Mitten im Wald ragen hin und wieder auch Felsen, Burgruinen und Burgen in den Himmel. So wie der Burghof in Wallhausen. Früher im Mittelalter eine Bastion gegen nahende Feinde, ist es heute ein Ort für Individualisten. Dank Michaela Müsch. Sie hat den Burghof zusammen mit ihrem Mann 2004 übernommen und betreibt eine kleine Gastronomie. Nicht immer beschwerdefrei, denn auch der Burghof hat so seine Macken.

Der Bodanrück – manchmal eine Herausforderung für seine Bewohner, aber auch ein reich gesegneter Landstrich, der unbedingt entdeckt werden muss.