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Hohe Acht

SENDETERMIN Fr, 10.3.2017 | 18:15 Uhr | SWR Fernsehen RP

Wintergeschichten aus der Eifel Ein Hoch auf die Hohe Acht

Der Berg ruft! Und zwar nicht irgendeiner, sondern der höchste von allen – zumindest, was die Eifel betrifft. Mit 747 Metern reicht die "Hohe Acht" zwar – anders als der Name vermuten lassen könnte – nicht einmal an die achthunderter, geschweige denn an die tausender Marke heran, aber dennoch zieht es alljährlich Wintersportler von nah und fern hierher. Vor allem Langläufer und Rodler haben hier ihren Spaß. Bei Jammelshofen gibt es sogar einen Schlepplift für alpinen Abfahrtslauf.

Die Hohe Acht ist – typisch für die Eifel – ein Vulkankegel, den eine Basaltkuppe über Jahrmillionen vor Erosion geschützt hat. Auf seinem Gipfel thront seit 1906 der "Kaiser-Wilhelm-Turm", ein Aussichtsturm, der im Jahr 1906 zur Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares errichtet wurde. Wer hinaufsteigt, den erwartet bei klarem Wetter einer der schönsten Ausblicke über die Eifellandschaft.

Für die meisten Auswärtigen ist der eigentliche Höhepunkt in dieser Region allerdings der Motorsport: Der Nürburgring ist nur einen Katzensprung entfernt. Dabei hat die Hocheifel rund um die Hohe Acht weit mehr zu bieten als heulende Motoren und rasende Rennautos - zum Beispiel das genaue Gegenteil davon, nämlich Entschleunigung bei einer Maultier-Wanderung von Honerath hinauf auf die Hohe Acht.

Auch dieser "Ritt auf den Vulkan" kann zu einem besonderen Erlebnis werden; einem Erlebnis, bei dem die Besucher die raue Eifelnatur viel intensiver spüren und die Geschichten vom Berg und seinen Bewohnern in sich aufnehmen können. Gerade im Winter, wenn der Ring schweigt, dringen die Geräusche des Waldes tiefer ins Ohr. Die Bäume haben ihr Laub abgeworfen und geben den Blick frei auf eine faszinierende Landschaft.

Försterin Bärbel Hohl in der Wacholderheide

Försterin Bärbel Hohl in der Wacholderheide

Einzigartige Wacholderheiden lassen sich auf Traumpfaden erwandern: Der "Bergheideweg" und der "Wacholderweg" führen durch eine alte Kulturlandschaft, die heute mit großem Aufwand geschützt wird

Auch die Mauern der Nürburg, die dem Ring ihren Namen gab, sind einen Besuch wert – allein schon deshalb, weil der Bergfried nach dem Kaiser-Wilhelm-Turm der zweithöchste Aussichtsturm in der Region ist.

Adenau, die Johanniterstadt, kann im Winter beweisen, dass sie mehr ist als ein Bettenlager für Rennsport-Fans.  Es tut gut, sich etwas Zeit für die versteckten Dinge zu gönnen, zum Beispiel für den 150 Jahre alten Kreuzweg und den Garten Gethsemane.

In der näheren Umgebung lohnen Ausflüge nach Nohn zum Nohner Wasserfall, einem beeindruckenden Naturdenkmal, oder nach Langenfeld zur Wallfahrtskapelle St. Jost und in die unterirdische Welt der Grube Bendisberg.

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