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"Volt" von Tarek Ehlail Ungebremste Wut

Benno Fürmann als rastloser Polizist

"Volt" ist ein Portrait eines rastlosen Protagonisten, der sich auf der Suche nach sich selbst mit den Konsequenzen seiner Aggression auseinandersetzen muss. Dies ist das zentrale Thema des Films, erzählt es aus der Perspektive des Täters. Die Tat klar und steht zu Beginn des Filmes. Wie ergeht es jemandem, der "im Dienst" einen anderen Menschen tötet. Was löst das in ihm aus?

Die Flüchtlingskrise war nur der Anfang. In naher Zukunft hat Deutschland Transitzonen an seinen Grenzen errichtet. Tausende Flüchtlinge warten in großen Lagern. Auf Einbürgerung oder ihren Rücktransport.

Längst wurden die Menschen in den rechtsfreien Slums sich selbst überlassen. Die Situation brodelt, droht ständig zu eskalieren. Brachiale Polizeikorps halten die wütenden Transits auf Abstand.

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Debüt im Dritten

Volt von Tarek Ehlail

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Volt (Benno Fürmann) ist Mitglied eines staatsübergreifenden Einsatzkommandos und soll Tausende Flüchtlinge in großen Lagern in Schach halten.

Volt (Benno Fürmann) ist Mitglied eines staatsübergreifenden Einsatzkommandos und soll Tausende Flüchtlinge in großen Lagern in Schach halten.

Volt und sein Kollege Torsun (Sascha Alexander Geršak, re.) bereiten sich auf einen Einsatz gegen die Flüchtlinge vor.

Der Flüchtling Hesham (Tony Harrison Mpoudja) ist entschlossen, sich nicht aufhalten zu lassen, auch nicht von Polizeigewalt.

Die Situation im Flüchtlingslager eskaliert, Volt tötet einen der Flüchtlinge. Andere versuchen aus der Transitzone auszubrechen und werden von einem massiven Polizeieinsatz daran gehindert.

Hassan-Zedah (Kida Khodr Ramadan) soll den Todesfall an der Grenze aufklären.

Volt (Benno Fürmann) wird mit seiner Tat nicht fertig.

Volt (Benno Fürmann) ist in die Transitzone zurückgekommen, um Lablanche (Ayo) zu treffen. Die Anziehung zwischen den beiden ist groß, aber Lablanche weiß nicht, dass Volt ihren Bruder getötet hat.

Volt beginnt ihr zu folgen. Zuerst als Retter, dann als Freund. Doch immer als Lügner.

Regisseur und Drehbuchautor Tarek Ehlail am Set: "Als Autodidakt bin ich zum Film gekommen. Kein Studium, keine Hochschule, kein Wochenendseminar. Ich wollte vor allem unbedingt Filme machen und habe dies konsequent verfolgt. Ich habe schon als fünfzehnjähriger Dorfpunker gelernt, welche Freiheit es bedeutet, angstfrei Ideen zu verfolgen. Meine beiden Projekte CHAOSTAGE – WE ARE PUNKS! und GEGENGERADE – NIEMAND SIEGT AM MILLERNTOR! waren für mich learning by doing. Trotz bescheidenem Besteck ist es uns gelungen, zwei kraftvolle und stark besetzte Filme zu realisieren."

In den Reihen der staatsübergreifenden Einsatzkommandos steht auch Volt, der im nächtlichen Einsatz eine folgenschwere Tat begeht: Volt tötet den Flüchtling Hesham.

Keine Zeugen

Das Verbrechen bleibt zeugenlos, doch aufkeimende Schuld beginnt ihn zu zerfressen, treibt Volt zunehmend und immer tiefer in die Welt seines Opfers bis in die Arme von LaBlanche, der Schwester des Toten.

VOLT

Volt beginnt ihr zu folgen. Zuerst als Retter, dann als Freund. Doch immer als Lügner.

Erst Retter, dann Freund

Er beginnt ihr zu folgen. Zuerst als Retter, dann als Freund. Doch immer als Lügner. Tagsüber als Polizist an der Frontlinie, nachts auf der anderen Seite. Volt muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht, denn die Unruhen in Folge seiner Tat beginnen zu eskalieren.

VOLT

Regisseur und Drehbuchautor Tarek Ehlail am Set von "Volt"

Der Regisseur Tarek Ehlail

Autor und Regisseur Tarek Ehlail ist im Saarland geboren und aufgewachsen, an Deutschlands südwestlichster Grenze zu Frankreich. Im Alter von 20 Jahren gehörten ihm zwei Piercingstudios, während er eine erfolgreiche Boxerkarriere verfolgte.

Tarek Ehlails Weg zum Filmemacher war daher eher unüblich. Zunächst drehte der Autodidakt Dokumentarfilme und Musikvideos, bevor er sich an das Drehen und Produzieren von Spielfilmen wagte.

Produktionsnotiz

VOLT ist eine Produktion der augenschein Filmproduktion in Koproduktion mit Les Films D'Antoine, unterstützt vom Saarländischen Rundfunk, ARTE G.E.I.E. und SWR, gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW, Saarland Medien, FFA/CNC Minitraité und DFFF. Die Redaktion im SWR hatte Stefanie Groß.