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Kinostart für SWR Debüts "Verlorene" und "RAUS" Moderne Anti-Heimat-Filme

Zwei Schwestern an der Schwelle zum Erwachsenwerden leben in der badischen Provinz bei ihrem alleinerziehenden Vater. Unter der Heile-Welt-Fassade brodelt es. Felix Hassenfratz Debüt Film möchte ein moderner Anti-Heimat-Film sein. In "Raus" schildert Regisseur Philipp Hirsch den Versuch fünf junger Erwachsener ganz von vorne anzufangen, mitten im Wald und fernab der Gesellschaft.

Fragiles Familienglück

Nach dem Tod seiner Frau lebt Vater Johann mit seinen beiden Töchtern Maria und Hannah alleine. Die Ältere, Maria, erfüllt stoisch die Erwartungen der Anderen: Als Beschützerin, Schwester und vom Vater geliebte Tochter. Ein fragiles Gleichgewicht, das sie mit aller Kraft zu halten versucht – auch um den Preis ihrer eigenen Träume.

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Kinostart 17.1.

Verlorene von Felix Hassenfratz

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Auf dem heimischen Hof ist die 18-Jährige Maria (Maria Dragus, rechts) nach dem Tod der Mutter verantwortlich für Hannah (Anna Bachmann). Ihre jüngere Schwester rebelliert und plant den Ausbruch aus dem Dorf.

Auf dem heimischen Hof ist die 18-Jährige Maria (Maria Dragus, rechts) nach dem Tod der Mutter verantwortlich für Hannah (Anna Bachmann). Ihre jüngere Schwester rebelliert und plant den Ausbruch aus dem Dorf.

Maria fühlt sich nur frei, wenn sie Orgel spielt.

Verantwortlich fühlt sich Maria auch für Johann (Clemens Schick), ihren Vater.

Nach dem frühen Tod der Mutter leben die beiden ungleichen Schwestern alleine mit ihrem Vater in der süddeutschen Provinz.

Stoisch erfüllt Maria die Erwartungen der Anderen: Als Beschützerin, Schwester und vom Vater geliebte Tochter.

Alles ändert sich, als Valentin (Enno Trebs, rechts), ein junger Zimmermann auf der Walz, im Betrieb des Vaters Anstellung findet.

Maria verliebt sich. Zum ersten Mal, gegen alle Vernunft. Valentin erwidert Marias heimliche Zuneigung.

Doch je näher er ihr kommt, umso mehr zieht sie sich zurück.

Maria versucht mit aller Kraft, ein sorgsam gehütetes Familiengeheimnis zu bewahren.

Als Hannah der Wahrheit auf die Spur kommt, drängt sie die Schwester zur Flucht vor dem übergriffigen Vater.

Hannah beschließt, ihre Schwester Maria (Maria Dragus) zu retten. Wenn es sein muss, auch gegen Marias Willen.

Zwei Nachwuchspreise

Bei den Biberacher Filmfestspielen 2018 gewann "Verlorene" den Goldenen Biber für den besten Debütfilm. Die Jury lobte den ersten Spielfilm von Felix Hassenfratz als tief berührendes Familiendrama: "Regisseur Felix Hassenfratz inszeniert mit dem nötigen Feingefühl das wichtige, aktuelle und oft tabuisierte Thema des sexuellen Missbrauchs ... Über herausragendes Spiel in Mundart transportieren die vielschichtigen Figuren die Färbung und Enge eines provinziellen, religiösen Milieus."

Auf dem Fernsehfilmfestival Baden-Baden 2018 erhielt "Verlorene" außerdem den MFG-Star als bester Nachwuchsfilm.

"RAUS" von Philipp Hirsch

"Unsere Welt ist am Arsch, weil die Falschen am Drücker sind!" Das ist Glockes Sicht auf die Dinge. Er versucht sich als Aktivist gegen Kapitalismus, gegen Ungerechtigkeit in der Welt, für Naturschutz und gegen Tierversuche.

Als er als einen protzigen Luxuswagen anzündet wird er dabei gefilmt und schon bald verbreitet sich das Video im Internet.

Rückbesinnung auf die Natur

Spontan schließt er sich einer Gruppe Fremder an, die sich im Netz verabredet hat. Sie folgt dem Ruf eines Unbekannten, der in den Bergen lebt und Rückbesinnung auf die Natur die Zukunft predigt.

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Kinostart 17.1.

RAUS von Philipp Hirsch

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Eine Gruppe von Menschen die sich nicht kennen, verabreden sich im Netz. Sie folgen dem Ruf eines Unbekannten, der in den Bergen lebt und in der Rückbesinnung zur Natur den Weg in die Zukunft sieht.

Eine Gruppe von Menschen die sich nicht kennen, verabreden sich im Netz. Sie folgen dem Ruf eines Unbekannten, der in den Bergen lebt und in der Rückbesinnung zur Natur den Weg in die Zukunft sieht.

Einer von ihnen ist Glocke (Matti Schmidt-Schaller).

Glocke hat als zivilisationsmüder Aktivist ein Luxusauto angezündet und ist auf der Flucht.

Sie alle wollen die Welt zu einem besseren Ort machen und tragen doch ein Geheimnis mit sich, möchten ihre Vergangenheit hinter sich lassen und aus dem System ausbrechen.

Zunächst erleben die jungen Rebellen Glocke, Judith (Milena Tscharntke), Steffi (Matilda Merkel), Elias (Tom Gronau) und Paule (Enno Trebs) Tage der Freiheit und des Glücks.

Ausbrechen aus der heruntergekommenen Zivilisation ist jedoch alles andere als einfach, wie die Gruppe schnell am eigenen Leib erfahren muss.

"Verlorene" und "RAUS" wurden von der SWR Debüt im Dritten Redaktion koproduziert und starten am 17. Januar in deutschen Programmkinos.