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SWR/MDR Fernsehfilm "Atempause" Hoffen bis zuletzt

Ein scheinbar harmloser kleiner Unfall – und nur wenig später liegt der neunjährige Hannes auf der Kinderintensivstation. Plötzlich sind seine Eltern Esther und Frank mit existenziellen Fragen konfrontiert, die das Leben, den Tod und das Danach betreffen.

Das Unfassbare wird wahr

Esther und Frank leben getrennt. Beide werden mit dem Unfassbaren konfrontiert: Als ihr gemeinsamer Sohn ohnmächtig ins Krankenhaus kommt, stellen die Ärzte den Hirntod von Hannes fest. Esther glaubt fest daran, dass Hannes wieder gesund wird. Die verzweifelten Großeltern Elfriede und Günther meinen, mit ihrem Geld die Heilung des Enkelkindes ermöglichen zu können.

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FilmMittwoch im Ersten, 14.6.

Atempause von Aelrun Goette

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Frank (Carlo Ljubek, re.) und Esther sind die Eltern des neunjährigen Hannes.

Frank (Carlo Ljubek, re.) und Esther sind die Eltern des neunjährigen Hannes.

Frank und Esther (Katharina Marie Schubert) leben getrennt, besuchen aber gemeinsam ein Fußballspiel ihres Sohns.

Hannes bekommt einen Ball an den Kopf und ist benommen.

Nach diesem scheinbar harmlosen Unfall muss Hannes (Mikke Rasch) im Krankenhaus auf die Kinderintensivstation.

Nach diversen Test ist klar, Hannes Baumann (Mikke Rasch) wird nur noch von den lebenserhaltenen Geräte am Leben gehalten.

Dr. Heller (Ronald Kukulies) und Schwester Maria (Julia Jäger) stellen den Hirntod des Jungen fest und sprechen das Thema Organspende bei den geschockten Eltern von Hannes an.

Esther Baumann (Katharina Schubert) will nicht aufgeben und klammert sich an ein angebliches Zucken von Hannes Fuß.

Die Großeltern Günther (Jürgen Heinrich), Elfriede (Irene Rindje) drohen Dr.Heller (Ronald Kuklies) mit juristischen Konsequenzen.

Hannes Schwester Tina (Sarah Mahita) lernt im Krankenhaus Samet Eroglu (Aram Arami) kennen. Sein kleiner Bruder Yusuf liegt bei Hannes im Zimmer und wartet auf eine Spenderleber.

Esther Baumann (Katharina Marie Schubert) trifft Jonas (Caspar Langer) und versucht ihn von seinem Schuldgefühl zu erlösen. Er hat den Ball an Hannes Kopf geschossen.

Esther und Frank stehen vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens. Im gleichen Zimmer wie ihr Sohn Hannes kämpft der kleine Yusuf um sein Leben.

Hoffen auf ein Wunder

Alle gehen unterschiedlich mit der Situation um – und jeder hofft auf ein Wunder. Allein Frank akzeptiert früh, dass sein Sohn nur noch künstlich am Leben gehalten wird. Die Ärzte bitten die Eltern, in eine Organspende einzuwilligen. Esther und Frank stehen vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens.

Unterschiedliche Kulturen

Im gleichen Zimmer wie Hannes kämpft der kleine Yusuf um sein Leben. Ständig an seiner Seite ist die türkische Großfamilie, die für Pfleger und Schwestern auch eine Belastung ist. Doch von ihnen kann man lernen, dass die gemeinsame Liebe zu den Kindern das Wichtigste ist. Auch, wenn jede Kultur anders mit dem Thema Glauben umgeht.

Regisseurin Aelrun Goette sagt über ihren Film:"Mich hat die emotionale Wucht des Stoffes gepackt: Die Figuren werden in eine Katastrophe geworfen, der sie nicht entkommen können. Um sie zu überstehen, müssen sie loslassen, was sie am meisten lieben. Trennung, Verlust, Abschied, wir fürchten uns davor und legen uns im Laufe des Lebens einen Panzer zu, um so wenig wie möglich verletzt zu werden. Mehr noch, wir laufen weg oder schlagen um uns, wenn Verletzung droht. Und während wir fest davon überzeugt sind, uns zu schützen, werden wir unempfindlich und hart."

Produktionsnotiz

"Atempause" ist eine MDR/ SWR Koproduktion, Regie Aerun Goette. In den Hauptrollen Katharina Marie Schubert, Carlo Ljubek, Sarah Mahita, Mikke Rasch, Özgür Karadeniz, Aram Arami und Ilyes Moutaoukkil. Redaktion MDR Jana Brandt, Melanie Brozeit, SWR Martina Zöllner, Jan Berning.