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Deutscher Fernsehpreis für die Musik zu "Die Freibadclique" Jugend im Krieg

Annette Focks ausgezeichnet

Den deutschen Fernsehpreis 2019 für die beste Filmmusik gewann am 31.1. Annette Focks für die Musik zu der SWR Koproduktion "Die Freibadclique". Die preisgekrönte Komponistin hat für zahlreiche nationale und internationale Kino- und Fernsehproduktionen die Musik komponierte.

Zwischen Sommer 1944 und Sommer 1945 spielt das historische Drama "Die Freibadclique", nach dem gleichnamigen Roman von Oliver Storz. Grimme-Preisträger Friedemann Fromm schrieb das Drehbuch und führte Regie bei einem Film über das Erwachsenwerden in Kriegs- und Nachkriegstagen.

Schwäbisch Hall im Sommer 1944

Entgegen der Kriegspropaganda und dem verordneten Heldentum träumen die 16-jährigen Jungs der Freibadclique von Swingmusik, Sex und Freiheit und von Lore, der Luftwaffenhelferin vom Fliegerhorst, die in ihrem roten Badeanzug alle Blicke auf sich zieht. Gleichzeitig ahnen Onkel, Knuffke, Bubu, Zungenkuss und Hosenmacher, dass sie dem Schrecken der Front nicht entkommen werden.

"Bleibt übrig!"

"Bleibt übrig", ruft Lore ihnen noch nach, doch Zungenkuss erwischt es als ersten und auch Hosenmacher wird den Krieg nicht überleben. Knuffke gilt als verschollen in den Vogesen, Onkel und Bubu wagen die abenteuerliche Flucht bei einem Volkssturmgefecht. Es gelingt ihnen, nicht als Deserteure erwischt zu werde. 

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Das Erste, 28.3.

Die Freibadclique von Friedemann Fromm

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Sommer 1944, Schwäbisch Hall. Mit Sehnsucht im Blick beobachten die Jungs der Freibadclique Bubu, Hosenmacher, Onkel, Zungenkuss und Knuffke die Ankunft der angebeteten Luftwaffenhelferin Lore. ( Andreas Warmbrunn, Laurenz Lerch; Jonathan Berlin, Joscha Eißen; Theo Trebs, v.l.n.r.).

Sommer 1944, Schwäbisch Hall. Mit Sehnsucht im Blick beobachten die Jungs der Freibadclique Bubu, Hosenmacher, Onkel, Zungenkuss und Knuffke die Ankunft der angebeteten Luftwaffenhelferin Lore. ( Andreas Warmbrunn, Laurenz Lerch; Jonathan Berlin, Joscha Eißen; Theo Trebs, v.l.n.r.).

Das Objekt aller jugendlichen Sehnsüchte: Luftwaffenhelferin Lore (Lili Epply) in ihrem signalroten Badeanzug.

Bubu, Hosenmacher, Onkel, Zungenkuss und Knuffke lässt der Gedanke an Kriegseinsatz und Volkssturm auch im Freibad nicht los. (v. li. Andreas Warmbrunn; Laurenz Lerch Jonathan Berlin; Joscha Eißen; Theo Trebs).

Regisseur und Drehbuchautor Friedemann Fromm über seine Figuren: "Eine Jugend in einer dunklen Zeit – dem Untergang geweiht und dennoch bereit, sich dem Leben zu stellen. Einem Leben, das sie selbst nicht gewählt haben und dennoch annehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen."

Ausreden lässt der Untersturmführer (Andreas Lust) bei der Musterung nicht zu, Bubu (Andreas Warmbrunn) wird das schmerzhaft klargemacht.

Bombenalarm während der Musterung: Die Jungs der Freibadclique nutzen die Gelegenheit zur Flucht. Bubu (Andreas Warmbrunn), Onkel (Jonathan Berlin), Hosenmacher (Laurenz Lerch), Knuffke (Theo Trebs) und Zungenkuss (Joscha Eißen).

Hat das irgendeinen Sinn? Die Hitlerjugend unterstützt die Armee am Westwall, aber der Graben, den die Jungs ausheben läuft umgehend mit Wasser voll. Während Knuffke (Theo Trebs) dem kranken Hosenmacher (Laurenz Lerch) beim Graben hilft, versucht. Onkel (Jonathan Berlin) dem Sonderführer Stricker (Peter Faerber) die Sinnlosigkeit des Tuns klarzumachen, hat aber wenig Erfolg.

Onkel (Jonathan Berlin) und Bubu (Andreas Warmbrunn) sind vom Volkssturmeinsatz desertiert und überlegen, wie sie möglichst schnell und ohne zu schießen nach Hause kommen.

Neuorientierung in der Nachkriegszeit. Und das bedeutet für Onkel (Jonathan Berlin) vor allem, die amerikanischen Besatzer im Blick zu behalten.

Bubu (Andreas Warmbrunn, li.) hat es nicht fertiggebracht, seine Pistole vom Volkssturm wegzuwerfen. Jetzt will er, dass Onkel (Jonathan Berlin) ihm hilft, was den in Bedrängnis bringt.

Wegen seiner guten Beziehungen zur Army kann Knuffke (Theo Trebs) seine beiden Freunde Bubu (Andreas Warmbrunn) und Onkel (Jonathan Berlin) aus dem Gewahrsam der Amerikaner befreien.

Im Sommer 1945 finden sich die Übriggebliebenen, zu denen auch Knuffke gehört, wieder im Freibad ein und versuchen, in der neuen Unordnung zurechtzukommen. Knuffke (Theo Trebs), Bubu (Andreas Warmbrunn) und Onkel (Jonathan Berlin) springen wie ein Jahr zuvor gemeinsam vom Zehnmeterbrett.

1945 ist es ist es die rothaarige Gunda (Vica Kerekes), die Geliebte des amerikanischen Geheimdienstchefs McKee, die im Freibad alle Blicke auf sich zieht.

Wiedersehen der Übriggebliebenen in der neuen Unordnung

Im Sommer 1945 finden sich die Übriggebliebenen wieder im Freibad ein und versuchen, in der Unordnung zurechtzukommen. Die unterschiedlichen Kriegserfahrungen haben die Jungs und ihre Freundschaft verändert. Wieder ist es heiß, der Sound des AFN (American Forces Network) ist frei empfangbar.

Die Freibadclique

1945 ist es ist es die rothaarige Gunda (Vica Kerekes), die Geliebte des amerikanischen Geheimdienstchefs McKee, die im Freibad alle Blicke auf sich zieht.

Jetzt ist es Gunda, die Geliebte des amerikanischen Geheimdienstchefs McKee, die die Blicke aller auf sich zieht. Knuffke ist in den Schwarzmarkthandel McKees verwickelt. Gleichzeitig ist er leidenschaftlich in Gunda verliebt. Onkel sieht die Gefahr, die für Knuffke von dieser Liebe ausgeht. Aber Knuffke will sich nicht von ihm retten lassen. 

Produktionsnotiz

"Die Freibadclique" ist eine Produktion von Zieglerfilm Baden-Baden, Produzent Marc Müller-Kaldenberg, in Ko-Produktion mit Mia Film (Michal Pokorny), Zieglerfilm München (Regina Ziegler), SWR (federführende Redaktion: Brigitte Dithard, Manfred Hattendorf), ARD Degeto, MDR , SR und NDR. Gefördert durch die MFG Filmförderung Baden-Württemberg, dem FFF Bayern und den tschechischen Staatsfonds der Kinematographie.