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Das Leben meiner Tochter

Steffen Weinert inszeniert seinen zweiten Film

In Freiburg laufen die Dreharbeiten zu der SWR Kinokoproduktion "Das Leben meiner Tochter", dem zweiten Film von Autor und Regisseur Steffen Weinert. Nach der heiter-bewegenden Auseinandersetzung mit dem Tod in seinem Erstlingsfilm "Finn und der Weg zum Himmel" kreist Steffen Weinerts zweiter Spielfilm auf dramatische Weise um die Konfrontation mit dem drohenden Tod.

Während eines Familienurlaubes bekommt die 7-jährige Jana Faber plötzlich starke Schmerzen in der Brust und kurz darauf einen Herzstillstand. Ihre verzweifelten Eltern Micha und Natalie versuchen ihr Bestes, um sie wiederzubeleben, doch erst der herbeigeeilte Notarzt kann sie zurückholen. In der Herzklinik dann die Diagnose: Akute Herzmuskelentzündung. Jana kann stabilisiert werden, doch um weiterzuleben, braucht sie ein neues Herz. Weil sie an eine Maschine zur Herzrhythmusunterstützung angeschlossen ist, muss das Mädchen fortan in der Klinik bleiben. Der ganzen Familie bleibt nichts anderes übrig, als sich mit der Situation so gut es geht zu arrangieren, bis über Eurotransplant ein Spenderherz gefunden wird.

Autor und Regisseur Steffen Weinert (r.) mit den beiden Hauptdarstellern Christoph Bach (l., spielt Micha Faber) und Alwara Höfels (Mi., spielt Nathalie Faber) am Set von "Das Leben meiner Tochter".

Autor und Regisseur Steffen Weinert (r.) mit den beiden Hauptdarstellern Christoph Bach (l., spielt Micha Faber) und Alwara Höfels (Mi., spielt Nathalie Faber) am Set von "Das Leben meiner Tochter".

Organhandel als Lebensrettung?

Aber das ist auch über ein Jahr später noch nicht passiert. Wegen des eklatanten Mangels an Spenderorganen wartet Jana noch immer. Sie erträgt das besser als ihr Vater, der den Gedanken, sein Kind könne sterben, nicht akzeptieren will. Er beschließt, sich selbst um die Sache zu kümmern und nimmt über das Internet Kontakt zu einem Organhändler auf. Nach einem Treffen bekommt Micha bald die Nachricht, dass ein Herz für seine Tochter gefunden wurde. Die Transplantation könnte in einer Klinik in Bukarest stattfinden, ein erfahrener Operateur sei bereits vor Ort. Trotz Bedenken von allen Seiten und gegen den ausdrücklichen Willen von Natalie macht sich Micha schließlich mit Jana heimlich auf den Weg nach Bukarest.

Produktionsnotiz

Christoph Bach, Alwara Höfels und die junge Maggie Valentina Salomon spielen darin eine Familie, die angesichts der Herzkrankheit der Tochter vor die Entscheidung gestellt wird, auf illegalem Weg ein Spenderorgan zu besorgen. Auch "Das Leben meiner Tochter" entsteht im Rahmen von Debüt im Dritten des SWR, es produziert Oberon Film, weitere Partner sind ARTE und WDR. Bis voraussichtlich Anfang Dezember wird im Raum Freiburg, in Schramberg und in Bukarest gedreht.

Produziert wird "Das Leben meiner Tochter" von Alexander Funk, Kamera Gabriel Lobos, Schnitt Ramin Sabeti. Die Redaktion liegt bei Stefanie Groß/SWR, Barbara Häbe/ARTE und Christina Voss-Michalke/WDR. Der Film wird gefördert von der MFG Baden-Württemberg Filmförderung und dem DFFF. Den Verleih hat Kinostar übernommen. In weiteren Rollen spielen u. a. Barbara Philipp, André M. Hennicke, Marc Zwinz, Birge Schade und Marleen Lohse.