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1917 - Der wahre Oktober | Doku Eine filmkünstlerische Neuerzählung der Russischen Revolution

1917 – DER WAHRE OKTOBER ist eine filmkünstlerische Neuerzählung der Russischen Revolution. Basierend auf Recherchen in teils bisher unbekanntem Quellmaterial, in Tagebüchern, Berichten und literarischen Werken ihrer Trickfilm-Protagonisten - Künstler wie Maxim Gorki und Kasimir Malewitsch - unternimmt die zweifache Grimme-Preisträgerin Katrin Rothe eine multiperspektivische Befragung dessen, was heute weithin als „Die Oktoberrevolution“ bekannt ist. Ein Novum: die russische Revolution mal nur aus der Sicht beteiligter Künstler.      

Was geschah in Sankt Petersburg, damals Petrograd, in der Zeit zwischen den Aufständen im Februar, die den Zaren zur Abdankung zwangen, und der Machtübernahme der Bolschewisten im Oktober? In dieser Phase der Provisorischen Regierung, einer Doppelherrschaft des Parlaments Duma sowie den Arbeiter- und Soldatenräten, den Sowjets, versank Russland in Chaos und Anarchie. Mitten im fortdauernden Weltkrieg verblieb es ohne verbindliche Verfassung. Woran lag es, dass keine bürgerlich-parlamentarische Demokratie gebildet wurde? Wie veränderte die Rückkehr Lenins und Trotzkis die Lage im Frühjahr? Auf welchen Seiten stand wann und wofür wie viel Militär oder anderweitige Waffengewalt? 

Zur Autorin und Regisseurin

Katrin Rothe ist Regisseurin und verbindet Trickfilm mit anderen Formaten. Immer geht es ihr dabei um ernste Themen: gut recherchiert, nah am Menschen.  Ihr Fernsehdebut "Dunkler Lippenstift macht seriöser", ein 60minütiger Dokumentarfilm über zwei Hochschulabsolventinnen auf Jobsuche, lief auf zahlreichen Festivals und war 2004 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. 
Ihre Doku-Reihe "Stellmichein" hat 2007 den Adolf-Grimme-Preis bekommen. 
In "Was tust Du eigentlich...?" hat sie in einem formalen Experiment aktuelle Vox Pop Interviews nur mit Animationsfilm visualisiert.In "Die Ex bin ich", einem 90minütigen Spielfilm taucht Bert, der sich gerade das Leben genommen hat, als Trickfilmfigur in Flashbacks auf. Bei der Reisedokumentation mit Kurt Krömer und Steffen Möller gab es neben Info-comedy viel Wissenswertes über Polen in Animationsblöcken, die klassischste Form Animation im Film zu verwenden. Ihr neuer Dokumentarfilm BETONGOLD zeigt Wohnungsbesichtigungen mit Kaufinteressenten einer bewohnten Mietwohnung in Berlin Mitte. Der Film bekam den Adolf-Grimme-Preis 2014, den 3Sat Dokumentarfilmpreis für die beste deutschsprachige Dokumentation im Rahmen der 37. Duisburger Filmwoche und den Journalistenpreis "Der lange Atem". Aktuell arbeitet sie an einer Langzeitdokumentation über den Ernst Thälmannpark und einem historischen Animationsfilm. 

Deutschland/Schweiz 2017, 90 Min.
Buch und Regie: Katrin Rothe
Kamera: Thomas Schneider, Robert Laatz
Montage: Silke Botsch
Produktion: Katrin Rothe Filmproduktion
Koproduktion: Dschoint Ventschr Filmproduktion (Zürich),maxim film (Bremen), rbb, ARTE, SRF, SRG SSR
Filmförderung: Medienboard Berlin-Brandenburg, nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen, Zürcher Filmstiftung, Stiftung Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung
FSK: Ohne Altersbeschränkung