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Reiseroute

Das weiße Gold – Tonerdeabbau im Kannenbäckerland

Tonfigur aus einem Workshop

Tonfigur aus einem Workshop

Die Westerwälder nennen sie auch das weiße Gold. Die weiße Tonerde, die hier abgebaut wird, hat eine besonders feine Konsistenz. Sie ist hochplastisch und vor allem für Töpfer sehr gut geeignet. Jedes Jahr werden 3,5 Millionen Tonnen aus den Tagebaugruben bei Höhr-Grenzhausen gefördert. Es ist das älteste und größte Tonabbaugebiet der EU. Die Tongewinnung im Westerwald hat eine lange Tradition. Seit ungefähr 300 Jahren wird das mineralische Material hier aus der Erde geholt. Früher wurde es in Handarbeit aus Schächten befördert, die teilweise eine Tiefe bis zu 100 Metern erreichten. Heutzutage verrichtet schweres Gerät diese Arbeit, und das oberirdisch. Die Tonindustrie hat die Landschaft geprägt und auch die Menschen, die hier leben und lebten. Die Töpfer aus dem Westerwald genossen schon immer weltweit einen sehr guten Ruf. Sie schafften es, aus dem weißen Gold Krüge zu formen, teilweise mit sehr dünnen Wänden, und exportieren sie in die ganze Welt. Bevor der Kühlschrank erfunden wurde, war jeder Haushalt auf ihr handwerkliches Geschick angewiesen. In den hohen blaugrauen Tonkrügen wurde das Gemüse für den Winter eingemacht. Eine gute Kanne hielt die Temperatur und die Feuchtigkeit, so dass die Lebensmittel nicht verdarben.

Kannenbäckerland-Touristik-Service

Höhr-Grenzhausen
Rathausstraße 10
56203 Höhr-Grenzhausen
Telefon: 02624/19433
Fax: 02624/952356
E-Mail: hg@kannenbaeckerland.de

Ransbach-Baumbach

Rheinstraße 50
56235 Ransbach-Baumbach

Telefon: 02623/86500

Fax: 02623/864500

E-Mail: rb@kannenbaeckerland.de
Internet: www.kannenbaeckerland.de


Eine große Grube

Eine große Grube

Nicht nur die Tagebaugruben mit ihren Baggern und Förderbändern verändern die Landschaft. Es gibt auch zahlreiche milchig glänzende Wasserbecken, die wie künstliche Seen neben den Tagebauten liegen. Sie dienen dazu, das aus den Gruben abgepumpte Grundwasser zu sammeln. Dort ist Schwimmen verboten, auch wenn sich der ein oder andere tatsächlich schon mal dort - in sehr heißen Sommern - in das Wasser verirrt haben sollte.

Wer sich über die Veränderungen in der Landschaft und ihre Bedeutung für die Region informieren möchte, kann entlang der Gruben auf dem "Themenweg Ton" wandern. Der gut befestigte Rundweg erklärt mittels Schautafeln und Hintergrundinformationen anschaulich das Geschehen rund um den Tonabbau bei Montabaur.

Touristeninformation Verbandsgemeinde Montabaur
Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur

Telefon: 02602 126777
Fax: 02602 126778
E-Mail: tourismus@montabaur.de
Internet: www.montabaur.de

Der gute Ton – von der Kunst zu brennen

Tassen aus einer Tonwerkstatt

Tassen aus einer Tonwerkstatt

Höhr-Grenzhausen liegt quasi im Herzen des Kannenbäckerlands. Dementsprechend hoch ist dort auch die Dichte der Keramikwerkstätten. Es werden aber nicht nur die klassischen graublauen Kannen hergestellt, für die das Kannenbäckerland berühmt wurde, sondern ebenfalls feines Alltagsgeschirr in allen möglichen Tondicken, Formen und Farben.

In der Brunnenstraße in Höhr-Grenzhausen ist die Dichte der Werkstätten besonders hoch. Dort arbeiten zur Zeit zehn Keramiker in einem Hausensemble, in dem früher eine Manufaktur mit 120 Angestellten untergebracht war. Die Keramikgruppe Grenzhausen bietet auch Workshops an, bei denen man die verschiedenen Techniken des Tonverarbeitens selbst ausprobieren und erlernen kann.

Keramikgruppe Grenzhausen
Brunnenstraße 13
56203 Höhr-Grenzhausen
Telefon: 02624/5953
Fax: 02624/952049
E-Mail: info@keramikgruppe.de
Internet: www.keramikgruppe.de

In Höhr-Grenzhausen wird aber nicht nur Geschirr aus Ton gefertigt. Auch Hocker kann man aus Ton gestalten:

Weitere Informationen unter:

Monika Debus, Martin Goerg

Telefon: 02624/5953
E-Mail: info@hoehrer-hocker.de
Internet: www.hoehrer-hocker.de

Einen Überblick über die Keramikwerkstätten nicht nur im Kannenbäckerland und in Rheinland-Pfalz gibt der Keramik-Atlas:
www.keramik-atlas.de


Keramik Museum

Keramik Museum

Dass Ton noch viel mehr kann als Lebensmittel beherbergen, erfährt man im Keramikmuseum Westerwald. Mit einem guten Ton kann nämlich auch filigrane Kunst kreiert werden. Die zeitgenössische Keramik ist facettenreich, individuell und zeigt immer wieder neue Möglichkeiten, mit diesem edlen erdigen Material umzugehen.

Aber nicht nur moderne Keramikkunst ist im Keramikmuseum Westerwald zu bestaunen, auch das vertraute, für das Kannenbäckerland so typische blaugraue salzglasierte Steinzeug ist dort ausgestellt. Die einzelnen Exponate zeugen von der hohen Kunst des Kannenbackens, für die damals die Keramikmeister weltweit bekannt waren. Im 18. Jahrhundert wurde Keramik aus dem Westerwald sogar bis nach China, Japan und Australien exportiert.

Keramikmuseum Westerwald

Deutsche Sammlung für Historische und Zeitgenössische Keramik

Lindenstraße 13
56203 Höhr-Grenzhausen
Telefon: 02624/946010

Fax: 02624/9460120
E-Mail: kontakt@keramikmuseum.de
Internet: www.keramikmuseum.de


Bendorf-Sayn – Eisen und Schmetterlinge



Halle

Halle

Zu Bendorf gehört auch die Sayner-Hütte. Die historische Gießhalle, die direkt gegenüber von Schloss Sayn erbaut wurde, ist ein faszinierendes Zeugnis der damaligen Ingenieurskunst. Die tragende Konstruktion des Gebäudes besteht aus vorgefertigten, ineinander verzahnten Eisengussteilen. Die Schwenkkräne sind, der reibungslosen Beweglichkeit wegen, mit Kugellagern ausgestattet.

Führungen werden angeboten über:

Touristinformation der Stadt Bendorf

Rheinisches Eisenkunstguss-Museum

Abteistr. 1
Schloss Sayn
56170 Bendorf-Sayn
Telefon: 02622/902913
Fax: 02622/902917
E-Mail: touristinfo.sayn@bendorf.de
Internet: www.sayn.de/schloss-sayn/museum

Infos im Internet unter:
Freundeskreis Sayner-Hütte
Vorsitz: Rehlinde Glöckner
Am Goldberg 29
56170 Bendorf
Telefon: 02622 5861
E-Mail: vorstand@freundeskreis-saynerhuette.de
Internet: www.freundeskreis-saynerhuette.de

Das in der benachbarten Eisenhütte gegossene Gusseisen wurde auch bei dem Umbau der eher schlichten und soliden Sayner Burg verwendet, die im 18. Jahrhundert in ein barockes Herrenhaus verwandelt wurde. Die feinen Strukturen, die man aus Eisen formen konnte, verliehen dem fürstlichen Gebäudeensemble den Glanz eines Märchenschlosses, das von Fürsten und sogar Kaisern und Könige bewundert wurde.

Heute ist Schloss Sayn für jedermann zugänglich und beherbergt nicht nur das Rheinische Eisenkunstgussmuseum, sondern auch einen Garten mit vielen tropischen Schmetterlingen. Auch die prunkvollen fürstlichen Salons können besichtigt werden. Schloss Sayn sowie das Schmetterlingshaus sind barrierefrei.

Fürstliche Schlossverwaltung
Schloss-Straße 100 

56170 Bendorf-Sayn
Telefon: 02622/90240 

Fax: 02622/902425
E-Mail: schloss@sayn.de

Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn
Im Fürstlichen Schlosspark
56170 Bendorf-Sayn
Telefon: 02622 15478
Fax: 02622 15479 

E-Mail: schmetterlinge@sayn.de
Internet: www.sayn.de

Bendorf im Westerwald

Bendorf im Westerwald

Die wichtige Anbindung an Europas große Verkehrsader, den Rhein, ermöglichte damals die Brexbachtalbahn, die direkt an Bendorf-Sayn vorbeiführte. Hier wurde früher nicht nur das Eisen transportiert, sondern auch der Ton aus den Abbaugebieten zum Rhein. Die Schienen liegen noch und ein Verein bemüht sich um den Erhalt der Strecke und ist zuversichtlich, erneut die Konzession zur Benutzung der Schienen mit der historischen Bahn zu bekommen. Aber dafür braucht es noch etwas Zeit und sehr viel ehrenamtliches Engagement.

Brexbachtalbahn e.V.
Olaf Hof
Im Schulwäldchen 16
57572 Niederfischbach
Telefon: 02734/652732
Fax: 02734/571203
Internet: www.diebrex.de


Wanderreiten – Auf dem Pferd durch den Westerwald

Wanderreiten

Wanderreiten

Wer den Westerwald nicht zu Fuß erleben möchte, kann es auch hoch zu Ross tun. Herbert Fischer ist so etwas wie der deutsche Wanderreiter-Papst und lehrt seine Schüler, wie sie sich auf und mit dem Pferd in der Natur zurechtfinden können. Man muss nämlich nicht nur reiten können, um mit ihm auf einen Treck zu gehen, sondern auch immer etwas Pfadfinder sein, etwas Hufschmied, etwas Tierarzt. Und man sollte kochen können und natürlich organisieren. Das hört sich nach etwas mehr an als einfach nur rauf auf den Gaul und los. Was Wanderreiten wirklich ausmacht, dass zeigt einem Herbert Fischer gerne.

Deutsche
 Wanderreiter-Akademie e.V.
Herbert Fischer
Tannenweg 55
56410 Montabaur
Telefon 02602/18507
E-Mail: fischerhof@gmx.net
Internet: www.deutsche-wanderreiter-akademie.com


Keramikkunst - Master of fine Arts

Dass mit Ton arbeiten viel mehr als Bembel brennen ist, kann man ja schon im Keramikmuseum Westerwald bestaunen. Aber wie wird man Keramikkünstler? Eine Antwort findet man darauf in der Fachschule für Keramikgestaltung und Keramiktechnik. Hier lernen angehende Künstler aus aller Welt die verschieden Techniken der Tonverarbeitung und vor allem viel über Lasuren. Denn das ist fast eine eigene Wissenschaft. Über einen eigenen Brennofen verfügt das Institut natürlich auch. Und der ist ein wenig wie die Öfen von früher: Groß, begehbar und ein wenig unheimlich, wenn man sich darin befindet. So ein Ofen kann nämlich richtig heiß werden. Das Salzbrandverfahren benötigt zum Beispiel eine Temperatur von 1250 Grad Celsius.

Die Abschlussarbeiten der Absolventen der Fachschule werden regelmäßig ausgestellt. Ein Besucht lohnt sich.

Fachschule für Keramikgestaltung und
Keramiktechnik
Am Scheidberg 6
56203 Höhr-Grenzhausen
Telefon: 02624/94070
Internet: www.fs-keramik.de