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Reiseroute

Burgen im Winter sind nicht romantisch, sie sind kalt findet Anna Lena Dörr auf ihrer neusten Expedition in die Heimat. Die Kälte in den Gemäuern hält sich lange und sie hat ständig das Gefühl "nach drinnen" zu wollen, obwohl man ja eigentlich "drin" ist. Dafür hat man die Gemäuer meist für sich alleine, denn abseits der Hochsaison herrscht auf den Burgen eher Ruhe. Winter ist die traditionelle Jahreszeit, in der auch die notwenigen Reparaturen durchgeführt werden.

Pfalzgrafenstein

Ideale Lage, um im 14. Jahrhundert Wegezoll einzutreiben: die Inselfeste Pfalzgrafenstein bei Kaub.

Die erste Burg auf Anna Lenas Expedition ist die Pfalzgrafenstein bei Kaub. Eindrücklich gelegen, wie ein steinernes Schiff inmitten des Rheins, ankert die ehemalige Zollburg Pfalzgrafenstein auf einem Felsen. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Inselfeste erbaut. Schon damals war der Rhein an dieser Stelle nicht besonders breit und die Burg diente der Eintreibung des Rheinzolls. Wer einst hier vorbei wollte, kam an der Pfalzgrafenstein nicht vorbei. Selbst ein Verlies besitzt die Burg. Ungemütlich und kalt liegt es bei Normalwasser knapp über der Rheinoberfläche. Bei Hochwasser wird es natürlich geflutet. Keine schöne Vorstellung!

Die Anfahrt zur Burg erfolgt über die Fähre bei Kaub.

Burg Pfalzgrafenstein
56349 Kaub
Tel: 0172-2622800
www.dieburgpfalzgrafenstein.de

Ute Graßmann kleidet sich auch gerne mal traditionell als Burgmagd und führt die Besucher durch die kühlen Mauern. Auch für sie ist es immer wieder eine kleine Zeitreise. Sie liebt das Eintauchen in diese Rolle und vermittelt den Besuchern anschaulich das Leben in der damaligen Zeit.

Ute Graßmann/Tempus Rhenus
Oberstraße 1a
56348 Dörscheid
Tel: 06774-745
Fax: 06774-8174
www.tempus-rhenus.de/category/burg-pfalzgrafenstein/

Rheinfels

Rheinfels - Burgruine und Schlosshotel.

Auf der Burgruine Rheinfels ist nur in der Ruine die Kälte des Winters zu spüren, im angrenzenden Schloss mit Wellness-Angebot eher nicht. Seit über 40 Jahren ist die Rheinfels zumindest teilweise ein Hotel, das als Schloss Rheinfels bekannt ist. Dort trifft Anna Lena Dörr den jetzigen Schlossherrn Gerd Ripp. Als Hoteldirektor kam er mit Mitte 20 zum Schloss und blieb bis heute.

Burg Rheinfels
Schlossberg 47
56329 St. Goar
Tel: 06741-383
Fax: 06741-7209

Hotelbetrieb Schloss Rheinfels
Schlossberg 47
56329 St. Goar
Tel: 06741-802-0
Fax: 06741-802-802

Information und Anmeldung im Winter: 06741-383 (Touristen-Information St. Goar),
sonst an der Burgkasse und unter Tel.: 06741-7753

Stolzenfels

Dank Sanierung wieder fest verankert: Burg Stolzenfels thront auf einem Schieferfelsen, der abzusacken drohte.

Die nächste Burg auf ihrer Expedition in die Heimat ist nicht weniger kalt, sieht aber dafür extrem hübsch aus. Fast wie ein Schloss in einem Märchenfilm, findet Anna Lena Dörr. Burg Stolzenfels ist auch das einzige Königsschloss am Rhein. König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen hat hier mit seiner Frau Elisabeth des öfteren gewohnt, allerdings eher in der Wärme des Sommers, denn auch hier sind die Räume im Winter innen eher kalt. Trotzdem nahm Gattin Elisabeth das ehrwürdige Gemäuer später als Witwensitz. Als Gesamtensemble zählt das im 19. Jahrhundert erbaute Schloss zu einem beeindruckenden Beispiel der Neogotik.
In der jüngeren Vergangenheit drohte das Märchenschloss in Richtung Rhein abzurutschen. Der Fels gab nach. Damit begann eine aufwendige Sanierung des Untergrundes. Mit viel Beton und starken Ankern wurde schließlich das Schloss wieder neu am Hang befestigt. Die Setzungsrisse innen im Gebäude deuten noch auf die dramatische Schieflage hin.

Schloss Stolzenfels
Schlossweg 11
56075 Koblenz

Schlossverwaltung Schloss Stolzenfels
56075 Koblenz
Tel: 0261-516 56
Fax: 0261-579-19-47
www.schloss-stolzenfels.de/

Marksburg Rüstungen

Die Marksburg beherbergt neben einer beeindruckenden Rüstkammer auch das Zuhause der Familie Wagner.

Die Marksburg ist bewohnt. Gerhard Wagner lebt mit seiner Frau in einem Teil der Anlage, und das mit allen Unannehmlichkeiten die dazu gehören. Zum Beispiel, dass man die Wocheneinkäufe jedes Mal durch die ganze Anlage, vom Burgtor bis zur Wohnung, tragen muss. Für Anna Lena Dörr macht das noch einmal mehr deutlich: Ein Leben auf einer Burg ist nicht immer romantisch.
Die Marksburg ist eine echte Ritterburg, und ein Besucher-Highlight ist die Rüstkammer mit Rüstungen aus mehreren Jahrhunderten. Es handelt sich dabei um die "Gimbelsche Sammlung", eine Zusammenstellung von 14 lebensgroßen Figuren aus dem Jahr 1880, die die Entwicklungen der gepanzerten Krieger von der Antike bis zur frühen Neuzeit darstellen.

Marksburg
Deutsche Burgenvereinigung e.V.
Geschäftsführer Gerhard Wagner
56338 Braubach
Tel: 02627-536 oder 02627-206
Fax: 0627-8866
www.marksburg.de
www.burgen.de/deutschland/marksburg/

Geierlay

Eintritt frei: Einfach mal durchhängen auf der Geierlay, der längsten Hängeseilbrücke Deutschlands.


Mit einer Gesamtlänge von 360 Metern ist die Geierlay-Hängebrücke Deutschlands längste Hängeseilbrücke. Sie befindet sich im Hunsrück und überquert in 100 Metern Höhe das Mörsdorfer Tal. Sie ist kostenlos und außer bei Schlechtwetter durchgehend geöffnet. Ob man trotzdem darüber geht, entscheiden viele Besucher allerdings erst direkt vor Ort. Eine grundsätzliche Voraussetzungen dafür ist eine ausreichende Schwindelfreiheit, denn wenn man die Brücke benutzt, schwankt sie ganz ordentlich. Das ist wirklich nichts für schwache Nerven.

Besucherzentrum Geierlay
Kastellauner Straße 23
56290 Mörsdorf
Tel: 06762-9631196
www.geierlay.de

Ehrenburg

Auf Ritters Spuren - vielleicht kommt ja gleich einer um die Ecke? Vorstellbar wär's auf Burg Ehrenburg.

Ungefähr zwölf Kilometer vom Rhein und Boppard entfernt, in einem Seitental der Mosel liegt die Ehrenburg. Sie galt im 12. Jahrhundert als eine der mächtigsten Moselburgen. An Sonn- und Feiertagen, von Ostern bis Allerheiligen, erwacht die Burg zu "neuem Leben". Dann dürfen Gäste auf den Spuren der Ehrenberger Ritter wandeln, bei Burgerkundungen oder bei Bogen- und Katapultschießen. Gezeigt wird auch historisches Handwerk, von Trogschnitzer bis Burgtöpfer. Anna Lena Dörr darf dabei zusehen, wie aus einem Klumpen Ton ein gleichmäßig gedrehtes Gefäß wird - und das nur auf einer Töpferscheibe, angetrieben durch die Muskelkraft der Beine.

Ehrenburg
56332 Brodenbach
Tel: 02605-3077
Fax: 02605-3079
www.ehrenburg.de

Im Rittersaal der Burg werden unter anderem Abendessen mit Schauspiel dargeboten. Auf dem Spiel- und Speiseplan steht: "Madbeth - Hexen auf Ehrenberg". Dabei handelt es sich um einen mittelalterlichen Dinnerkrimi, mit Mord, Mystik und Vier-Gang-Menü. Wer dieses Event gebucht hat und zunächst an der Burgpforte um Einlass bitten muss, weiß, warum es "Madbeth" heißt. Ein wenig verrückt wird man da schon empfangen, merkt auch unsere Moderatorin Anna Lena Dörr.

Das rheinisch-bergische Ensemble "Speluden" hat sich auf Dinnerkrimis im historischen Kontext spezialisiert.

Speluden
c/o Harald Peinzke
Zum Puhlbruch 4
51580 Reichshof
www.speluden.de