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Reiseroute

Anna Lena Dörr besucht auf ihrer Expedition einige kleine Museen in unserer Heimat, meist private Sammlungen, die sich im Schatten der großen Häuser fast ein bisschen verstecken. Das erste Museum ist auch gleich eines der allerkleinsten im ganzen Land.

Privates Bergbaumuseum Helmut und Magdalena Kaspar


Das Mineralien- und Bergbaumuseum von Helmut Kaspar ist nicht ganz leicht zu finden: Nördlich der Loreley, auf den Rheinhöhen des Taunus, in einem kleinen Dorf namens Prath verbirgt es sich in einer Seitenstraße.

Helmut Kaspar stammt aus Dortmund und hat dreißig Jahre lang als Schlosser und Maschinensteiger im Bergbau gearbeitet. Mineralien haben ihn schon in früher Jugend fasziniert. Inzwischen ist er längst im Ruhestand, aber an seinem privaten Bergbaumuseum arbeitet er fleißig weiter. Er zeigt darin übrigens nicht nur Mineralien, sondern auch Grubenlampen und eine reichhaltige Sammlung an Bierflaschen.

Bergbaumuseum

Mineralien- und Bergbaumuseum von Helmut Kaspar

Privates Bergbaumuseum Helmut und Magdalena Kaspar

Pfarrer-Reuter-Straße 15
56346 Prath
Tel: 06771-7755
Besichtigung auf Voranmeldung auch am Wochenende.
www.tal-der-loreley.de/museen
https://www.loreley-touristik.de


Paläontologisches Museum Nierstein


Nierstein liegt südlich von Mainz am Rhein und ist für seinen Wein aus dem "Roten Hang" bekannt. Bei Paläontologen hat die Gemeinde aber vor allem wegen des Fossilienmuseums am Marktplatz einen hervorragenden Ruf. Im alten Rathaus kann die kostbare Sammlung von Arnulf und Harald Stapf besichtigt werden. Schon im Alter von neun Jahren hat Arnulf Stapf seine ersten Versteinerungen gesammelt. Zusammen mit seinem Sohn hat er im Lauf seines Lebens viele paläontologische Expeditionen unternommen und einen reichen Schatz an versteinertem Leben zusammengetragen. Einige Arten, die der inzwischen 84-Jährige entdeckt hat, tragen sogar seinen Namen.

Fossilienmuseum

Anna Lena Dörr mit Museumsgründer Arnulf Stapf

Paläontologisches Museum Nierstein

Marktplatz 1
55283 Nierstein
Tel: 06133-609462
www.museum-nierstein.de


Museum für PuppentheaterKultur / PuK


Bad Kreuznach ist als Kurstadt und weniger als Museumsstadt bekannt. Zu Unrecht, denn in der Stadt gibt es ein paar zwar kleine, aber feine Museen, wie zum Beispiel das PuK, das Museum für Puppentheaterkultur. 2005 wurde es in den Wirtschaftsgebäuden eines ehemaligen Rittergutes eröffnet. Rund 2.000 Puppen und Marionetten aus einer Privatsammlung waren damals der Grundstock der Ausstellung. 

Das PuK ist ein Museum, wo man im wahrsten Sinn des Wortes etwas begreifen kann. Viele der Theaterfiguren verstecken sich nicht hinter Glas, manche von ihnen dürfen die Besucher anfassen und sogar selbst ausprobieren. Zum spielerischen Konzept gehören auch Workshops, bei denen man zum Beispiel lernen kann, wie man eine Klappmaulpuppe baut. Und natürlich gibt es auch regelmäßig Puppentheater-Aufführungen. Der Theatersaal hat Platz für 99 Zuschauer.

Museum für PuppentheaterKultur / PuK

Hüffelsheimer Straße 5
55545 Bad Kreuznach
Tel: 0671-8459185
Fax: 0671-2983966
www.bad-kreuznach.de/puk
www.kulturstiftung.de/vorhang-auf-fuer-fitzliputzi


Katzinett - Katzenmuseum Ludwigshafen


In Ludwigshafen im Ortsteil Friesenheim besucht Anna Lena Dörr das "Katzinett“ von Claudia Stock-Kühn. Von außen wirkt dieses Katzen-Museum eher unscheinbar: Die Sammlerin hat das Erdgeschoss ihres kleinen Reihenhauses dafür reserviert. Wer es aber betritt, der begibt sich auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt der Katzendarstellungen.


Die Sammlung umfasst mehr als 3.000 Exponate aus vier Jahrhunderten, vom Fliesenbild mit Katzen-Motiv über Streichholzspender in Katzenform, Katzenmünzen, Katzenbriefmarken und Katzengemälden bis hin zu menschengroßen Katzenfiguren in Barockkostümen. Den Schwerpunkt hat die Sammlerin auf Katzendarstellungen der Jahrhundertwende gelegt.

Katzinett

Ein Exponat des Katzinetts

Katzinett - Katzenmuseum Ludwigshafen

Claudia Stock-Kühn
Ritterstraße 35
67063 Ludwigshafen
Tel: 0621/692591
www.katzinett.de
www.facebook.com/Katzinett/


Forstamt Johanniskreuz


In Elmstein im Biosphärenreservat Pfälzerwald gibt es gleich mehrere Museen. Eines davon liegt mitten im Wald, genauer gesagt, es ist der Wald: Im Museumswald auf dem "Klein Ehscheid“ stehen auf einer Fläche von ca. fünf Hektar alte Buchen, Eichen und Kiefern. Eine Anzahl von knapp 200 Kiefern im Alter von etwa 280 Jahren gibt es wohl sonst nirgends in ganz Deutschland.

Mit dem Wald hat auch das Museum "Alte Samenklenge“ zu tun. Hier wurde im vorigen Jahrhundert Baum-Saatgut getrocknet, gereinigt und gelagert. Die Elmsteiner Samenklenge gehörte zu bundesweit acht staatlichen "Forstsamendarren“. Neben dem Dörrofen können hier viele Exponate rund um das Thema Waldarbeit besichtigt werden.

Museumswald

Anna Lena Dörr mit Förster auf Erkundungstour

Forstamt Johanniskreuz

Hauptstraße 3
67705 Johanniskreuz
Tel: 06306-9210-0
Fax: 06306-9210-28
https://Museumswald


Besucherinformationszentrum und Touristinformation


Bahnhofstraße 60
67471 Elmstein
Tel. 06328-234
Fax: 06325-181-200
www.elmstein.de/alte-samenklenge


Wappenschmiede Elmstein


Um altes Handwerk geht es in der historischen Wappenschmiede von Elmstein. Ein Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die wassergetriebene Hammerschmiede, eine der letzten ihrer Art in Rheinland-Pfalz, zu erhalten und der Öffentlichkeit als technisches Kulturdenkmal und "arbeitendes Museum“ zu zeigen. Mit Schmiedevorführungen, Kursen und Mitmach-Angeboten wird hier interessierten Besuchern das Wissen der alten Schmiedetechnik vermittelt.

Wappenschmiede

Diese drei Herren eines Fördervereins haben ein ambitioniertes Ziel

Wappenschmiede Elmstein

Möllbachstr. 7
67471 Elmstein
www.wappenschmiede-elmstein.de


SPIELZEUGHAUS Museum & Café


In Freinsheim liegt das private Spielzeugmuseum von Uwe und Marion Groll.

Es ist zugleich weltweit das einzige Bing-Museum: Hier werden fast ausschließlich Produkte der Firma Bing, eines heute vergessenen jüdischen Familien-Unternehmens, gezeigt. Gegründet 1864 in Nürnberg, entwickelte sich die Firma um die Jahrhundertwende zum größten Spielzeughersteller der Welt und wuchs zu einem global agierenden Konzern, der in der Weltwirtschaftskrise der Dreißiger Jahre unterging.

Das Museum (in dem nicht ausschließlich Spielzeug zu sehen ist, denn Bing verkaufte auch viele andere Produkte) ist so etwas wie ein begehbarer, hundert Jahre alter Warenkatalog. Der Ursprung dieser einzigartigen Sammlung war ein Flohmarktbesuch im Jahr 1996.

Spielzeugmuseum

Das private Spielzeugmuseum in Freinsheim

SPIELZEUGHAUS Museum & Café

Historisches Spielzeugmuseum Freinsheim
An der Bach 9 / Bachgasse
67251 Freinsheim
Tel.: 06353-916557


3F-Deutsches Museum für Foto-, Film- und Fernsehtechnik


Im pfälzischen Deidesheim befindet sich das 3F-Museum, das "Deutsche Museum für Foto-, Film- und Fernsehtechnik“. Ursprünglich wurden in dem alten Gewölbe im Ortskern Lebensmittel gelagert, im Krieg diente es als Luftschutzbunker. Jetzt werden hier Projektoren, Abspielgeräte, Tonbandmaschinen und Kameras aus anderthalb Jahrhunderten präsentiert.

Die Museumsbetreiber sind Mitglieder eines Fördervereins und stolz darauf, eine der europaweit umfangreichsten Sammlungen zur technischen Entwicklung von Film und Fotografie präsentieren zu können. Mit ihrer Arbeit sind sie national wie international vernetzt. Zu den Vereinsmitgliedern gehören auch der deutsche Bundesverband Kinematografie und die Fernseh- und Kinotechnische Gesellschaft. 

Museumsbesuch

3F Museum in Deidesheim

3F-Deutsches Museum für Foto-, Film- und Fernsehtechnik

Weinstraße 33
67146 Deidesheim
Tel: 06326-6568
Fax: 06326-981069
www.3f-museum.de

Buchcover: Expedition in die Heimat

Expedition in die Heimat

Der Begleitband zur TV-Sendung

Das Begleitbuch zur Expedition gibt es im Buchhandel