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Spur N-Anlage von Harald Otto

Nachbildung des japanischen Dorfes Shimatakamatsu

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Vorbild allgemein
Alle Fußnoten  sind unterteilt in die Beschreibung des Vorbilds und in Bemerkungen zum Modellbau. Gern stellen wir die zentraljapanische Kleinstadt Shimatakamatsu ( 島高松 ) und ihr Umland vor. Die Stadt liegt an der Ōito-Linie der JR (Japan Railway) und ist in den Vorläufern der Japanischen Alpen der Präfektur Nagano angesiedelt. Diese Gegend ist bekannt durch ihre olympische Stätten (1998) und ihre hervorragenden Wintersportmöglichkeiten. Eine malerische Bahnlinie durchquert beginnend an der Küste des Japanischen Meeres ausgehend von der Küstenstadt Itoigawa im Norden das alpine Bergland mit einigen Dreitausendern in Richtung Süden und erreicht nach etwa 105 km die Stadt Matsumoto mit dem Wahrzeichen einer prächtigen Burg.
Im südlichen Teil der Bahnlinie befindet sich die kleine Stadt Shimatakamatsu, die als fiktives aber dennoch authentisch wirkendes Modell im Maßstab 1:150 vom Architekten Dipl.-Ing. Harald E. Otto ( 島本 ) in mehr als zweijähriger Bauzeit entstand. Im Mai 2015 war das Schaustück Mittelpunkt einer größeren mehrwöchigen Ausstellung im EKŌ Haus der Japanischen Kultur im Düsseldorfer Stadtteil Niederkassel, wo auch viele Japaner zu Hause sind. Auf dem Bild 41 gibt es einen ausführlichen Stadtplan. Eine Bildvergrößerung (Schaltfläche oben rechts) wird empfohlen.
Nehmen Sie sich, auch unabhängig von der Eisenbahn, ein wenig Zeit zum Blättern; der „Vorbild“-Text der Fotoserie soll anhand der dargestellten Szenarien auch zum Kennenlernen japanischer Sitten, Bräuche und Eigenheiten dienen. Alle Beschreibungen der Umgebung sind wirklichkeitsgetreu.
Der Antrag zur Aufnahme von Shimatakamatsu in das Weltkulturerbe ist in Vorbereitung.
Anmerkung:  „Alle Japaner, die die Bilder bisher gesehen haben, waren ausnahmslos aus dem Häuschen“ (Vermerk der SWR-Redaktion).
 
Modell
Das Ziel des Erbauers war es nicht, die bestehende Stadt konkret nachzubauen, sondern die typische japanische Stimmung in einer vorbildgetreuen Umgebung so glaubwürdig wie möglich in Szene zu setzen. Dafür wurde der schöne Name der Stadt übernommen und die Stadt gegen das Original ausgetauscht. Der sich von Spur N unterscheidende Maßstab 1:150 ist das in Japan übliche System und ist mit unserer N-Bahn 1:160 kompatibel.
Interessante Hinweise für das Fotografieren finden sich auf Bild 21.

Vorbild allgemein
Alle Fußnoten  sind unterteilt in die Beschreibung des Vorbilds und in Bemerkungen zum Modellbau. Gern stellen wir die zentraljapanische Kleinstadt Shimatakamatsu ( 島高松 ) und ihr Umland vor. Die Stadt liegt an der Ōito-Linie der JR (Japan Railway) und ist in den Vorläufern der Japanischen Alpen der Präfektur Nagano angesiedelt. Diese Gegend ist bekannt durch ihre olympische Stätten (1998) und ihre hervorragenden Wintersportmöglichkeiten. Eine malerische Bahnlinie durchquert beginnend an der Küste des Japanischen Meeres ausgehend von der Küstenstadt Itoigawa im Norden das alpine Bergland mit einigen Dreitausendern in Richtung Süden und erreicht nach etwa 105 km die Stadt Matsumoto mit dem Wahrzeichen einer prächtigen Burg.
Im südlichen Teil der Bahnlinie befindet sich die kleine Stadt Shimatakamatsu, die als fiktives aber dennoch authentisch wirkendes Modell im Maßstab 1:150 vom Architekten Dipl.-Ing. Harald E. Otto ( 島本 ) in mehr als zweijähriger Bauzeit entstand. Im Mai 2015 war das Schaustück Mittelpunkt einer größeren mehrwöchigen Ausstellung im EKŌ Haus der Japanischen Kultur im Düsseldorfer Stadtteil Niederkassel, wo auch viele Japaner zu Hause sind. Auf dem Bild 41 gibt es einen ausführlichen Stadtplan. Eine Bildvergrößerung (Schaltfläche oben rechts) wird empfohlen.
Nehmen Sie sich, auch unabhängig von der Eisenbahn, ein wenig Zeit zum Blättern; der „Vorbild“-Text der Fotoserie soll anhand der dargestellten Szenarien auch zum Kennenlernen japanischer Sitten, Bräuche und Eigenheiten dienen. Alle Beschreibungen der Umgebung sind wirklichkeitsgetreu.
Der Antrag zur Aufnahme von Shimatakamatsu in das Weltkulturerbe ist in Vorbereitung.
Anmerkung:  „Alle Japaner, die die Bilder bisher gesehen haben, waren ausnahmslos aus dem Häuschen“ (Vermerk der SWR-Redaktion).
 
Modell
Das Ziel des Erbauers war es nicht, die bestehende Stadt konkret nachzubauen, sondern die typische japanische Stimmung in einer vorbildgetreuen Umgebung so glaubwürdig wie möglich in Szene zu setzen. Dafür wurde der schöne Name der Stadt übernommen und die Stadt gegen das Original ausgetauscht. Der sich von Spur N unterscheidende Maßstab 1:150 ist das in Japan übliche System und ist mit unserer N-Bahn 1:160 kompatibel.
Interessante Hinweise für das Fotografieren finden sich auf Bild 21.

Vorbild
Der an der westlichen Peripherie der Stadt gelegene Bahnhof (das Bild zeigt nach Norden) reicht in seiner Länge gut für den zweiteiligen Nahverkehrs-Triebzug des Typs „Kiha 52“, der bis zum Sommer 2010 auf der Ōito-Linie im Einsatz war. Durch fortschreitende Modernisierung der Strecke und der Fahrzeuge machten sich die Dieseltriebwagen letztlich überflüssig und mußten ihren Dienst quittieren.
Angekommen in Shimatakamatsu besteht im Hotel am Bahnhof (im Hintergrund des Bildes) die Möglichkeit der Übernachtung. Das recht kleine Bahnhofsgebäude ist typisch für den nicht allzu großen Bedarf an Reisenden in der kleinen Stadt. Das Auto läßt halt auch hier die alte Zeit hinter sich. Lediglich der Linienbus sorgt werktags für einigen Betrieb.
Modell
An dieser Stelle ein Hinweis für unsere Enthusiasten:  Die deutlich sichtbaren Gleise sind absichtlich noch nicht geschottert. Das erfolgt erst, wenn alle Fahrzeuge, auch noch neu hinzugekommene, sicher auf den teils engen Radien laufen. Und mit fertig käuflichem Bettungsgleis (KATO oder ähnlich) wäre der sehr abwechslungsreiche Gleisplan schon von den Gleisabständen her nicht machbar gewesen.

Vorbild
Ein gelegentlich verkehrender Dampfzug mit zwei Reisezugwagen schafft es immerhin, am nicht allzu langen Bahnsteig Platz für den Fahrgastwechsel zu finden. Der Bahnhofsvorplatz zeigt sich auf dem Bild recht ruhig, und auch die Autos der Polizeiwache im Vordergrund haben nicht viel zu tun.
Die engen Straßen sind charakteristisch für japanische Verhältnisse, und längst nicht alle schmalen Straßen sind Einbahnstraßen. Da heißt es oft, sich beim Entgegenkommen miteinander zu arrangieren. Dominierend auf der linken Bildseite ist der schon etwas modernere Bau vom „Kino am Bahnhof“. Das örtliche Filmtheater und Eigenheiten der japanischen Kinoszene werden uns später noch begegnen.
Modell
Die Gebäude entstanden hauptsächlich aus Bausätzen, die zum Teil in Deutschland, aber hauptsächlich in Japan bezogen wurden. Einige der Gebäude waren schnell montiert; andere erforderten größeren bis erheblichen Aufwand. Und alle Gebäude bis auf den Tempelbereich sind absichtlich fest mit der Anlage verbunden, größtenteils geklebt. Die meisten Beschriftungen an den Gebäuden wurden selbst erstellt.

Vorbild
Dieses Foto zeigt bereits einige der das Stadtbild prägenden Anwesen, zum Beispiel links vorn einen Teil des japanischen Gartens im Tempelbereich und gegenüber die emsig beschäftigte Holzhandlung des Meisters Hamasaki, auf ihn kommen wir noch zurück. Links daneben befindet sich das RyokanNaushika“ (ausgesprochen „Naush’ka“), ein Gästehaus ganz in japanischem Stil. Wer das nicht mag, findet einen guten Platz im „Hotel am Bahnhof“, das im Hintergrund auf einer kleinen Anhöhe auch auf fremdländische Gäste wartet, auch wenn es von der Optik her traditionell aussieht.
Und als kleine Überraschung taucht am beschrankten Bahnübergang gerade eine der selten gewordenen Dampfloks auf. Wir werden sie noch beschreiben. Die schwarzgelb gestreiften Schrankenbäume werden übrigens aus Bambus gefertigt. Der Zug überquert die Fernstraße 147, die in Richtung Norden führt, also durch die japanischen Alpen, und letztlich ab Ōmachi als Straße 148 bis zur Küste des japanisches Meeres verläuft, im Grunde parallel zur Bahnlinie. Bis dorthin sind es noch 100 km  in teils atemberaubender Landschaft zwischen den Dreitausendern.
Die Dampflok-Baureihe D52 (Achsfolge 1D1, Baujahr 1946) war die stärkste japanische Lok für den Adhäsionsbetrieb auf Steilstrecken. Einige Exemplare sind erhalten, eines davon steht im Dampflokmuseum Umekōji in Kyōto.
Modell
Der Bahnübergang erforderte viel Sorgfalt, besonders bei der makellosen Anpassung des „Asphalts“ an die Schienen. Auch das Höhenniveau und besonders der berührungsfreie Durchlauf der Radsätze müssen stimmen, ein Bahnübergang ist auch immer Blickfang.

Vorbild
Die Hauptsehenswürdigkeit der kleinen Stadt ist der buddhistische Tempelbezirk, der als separater und herausnehmbarer Anlagenteil gestaltet wurde. Davon wird noch die Rede sein. Wir sehen innerhalb der Tempelmauer den Teich des japanischen Gartens, unter dessen kleiner Brücke sich die beiden darauf stehenden Personen und die Mauerkrone im Wasser spiegeln. Andächtige Besucher halten sich vor dem Schrein auf. Die ausgelegten Steinplatten sind so weit voneinander angeordnet, daß die Besucher beim ihrem Schreiten durch den Garten zur Konzentration ermuntert werden. Auch dazu später, wenn wir einen kostenlosen Tempelrundgang anbieten.
Modell
Der kleine See sieht täuschend echt aus. Dafür wurde die einzeln gefertigte Grundplatte des Tempels entsprechend im Oval ausgeschnitten und von unten mit oberflächenverspiegelter Folie versehen. Der Rest ist Dekoration, die in Japan im Set erhältlich ist. Auf Bild 17 wird es genauer erläutert.

Vorbild
Vor dem traditionellen japanischen Gästehaus, dem Ryokan, sind bereits neue Gäste in landestypischer Kleidung eingetroffen. Die Zimmer sind ihrer Größe nach entsprechend dem üblichen japanischen Raummaß der auf dem Boden ausgebreiteten so genannten Tatamimatten (ca. 90 x 180 cm) aufgeteilt und haben üblicherweise eine Größe von sechs bis acht Matten. Die Ausstattung ist schlicht. Schuhe werden ausgezogen, es gibt Gemeinschaftsbäder und -toiletten. Die Zeremonie des gemeinschaftlichen Badens ist für Europäer ebenso befremdlich wie die Nutzung traditioneller japanischer Toiletten. Nach einiger Zeit wird man sich gewöhnen. Hochwertige Speisen werden im eigenen Zimmer oder auch in klassischen Speiseräumen (ganz oft ohne Stühle) serviert.
Links im Bild ist eine Fahrbahnmarkierung, wie sie in Japan typisch ist. Wir erinnern: Es herrscht Linksverkehr. Die aufgebrachten Silbenzeichen 止まれ heißen „tomare“ (sie stehen hier im Foto auf dem Kopf) und bedeuten nichts anderes als „Stop!“ vor der vorrangigen Hauptstraße.
Modell
Viel Geduld, Ruhe und Fingerspitzengefühl erforderte das Aufbringen der Schrift auf die Fahrbahn. Es wurde ein japanischer Permanent-Stift in richtiger Strichbreite in Farbe weiß verwendet. Auf dem sorgfältig geklebten und nicht mehr ablösbaren Belag verzeiht die Tusche keinen Fehler, nicht mal einen Klecks. Und man hat immer nur den einen Versuch. Vor allem müssen die Schriftzeichen genau stimmen, sonst ist die erhoffte Wirkung dahin. Also vorher gründlich üben und dann.....na ja, viel Glück.

Vorbild
Eine Schlepptender-Dampflok vom Typ C61 mit braunen Reisezugwagen passiert das Stellwerk Südwest in Richtung Matsumoto. Es gibt in Japan unzählig viele Dampfloks, die als Denkmäler in Parks, vor Bahnhöfen oder anderswo aufgestellt sind und gepflegt werden. Von manchen Baureihen sind für unsere Verhältnisse unglaublich viele Exemplare erhalten geblieben. Als Beispiel sei allein die Baureihe D51 genannt, von denen ca. 200 Exemplare
zumeist in Parkanlagen über ganz Japan als Denkmäler verstreut sind. Da hat die Deutsche Bundesbahn früher einige Chancen versäumt.
Die C61 Schlepptender-Dampfloks (Achsfolge 2C2) wurden Ende der vierziger Jahre von Mitsubishi gebaut. Sie wogen knapp 80 t und fuhren 100 km/h. Vier Exemplare der Baureihe sind erhalten, zwei davon sind lauffähig (in Umekōji und in Takasaki in der Präfektur Gunma nordwestlich von Tōkyō). Dampflok-Sonderfahrten sind nach wie vor bei groß und klein beliebt, auch wenn der Einsatz schwieriger und teurer wird. Die Dampfzüge verkehren in vielen Regionen sommers wie winters, auch im hohen Norden auf der Insel Hokkaidō, wo sie malerische Motive abgeben.
Modell
Die kleineren Dampflokomotiven stammen von den japanischen Herstellern KATO, TOMIX und MicroAce. Sie benehmen sich ausnahmslos gut im Betrieb und machen kaum Probleme. Bei den Vierkupplern (4 angetriebene Achsen,. Bauart D) kann es jedoch bei engen Radien wirklich „eng“ werden. Und nur für die Vitrine sind sie aufgrund ihrer bestechenden Optik und der hervorragenden Laufeigenschaften (auch im Analogbetrieb) viel zu schade.

Vorbild
Ein Grund für die niedrige Kriminalitätsrate in Japan sind die zahllosen sogenannten Kōban, anders gesagt Polizeistationen, die es in jedem Viertel gibt. Die Beamten haben ihren Bezirk gut im Griff und sind sehr hilfsbereit. Gerade für fremde Reisende können sie eine große Hilfe sein, aber eben nur können, denn in der Provinz sprechen sie selten ein paar Brocken Englisch. Bei Gesetzesüberschreitungen sind sie allerdings wenig zimperlich, das sollte man sich als Ausländer immer vor Augen führen und sich den Anweisungen der Keikan (警官, Polizisten) unbedingt fügen.
Rechts daneben am Personaleingang zum Kino sehen wir eine weitere typische Eigenart:  Der Automat. Er findet sich in Japan an allen nur möglichen Stellen und enthält alle nur möglichen Artikel quasi zu jeder nur möglichen Zeit....
Modell
Ein Ratschlag für den Einsatz von Bäumen, die auch in Japan in vielen (heimischen) Sorten angeboten werden. Sie sollten bei kleinerer Anzahl nicht mit dem beigelegten Wurzelwerk verklebt werden, sondern im Stamm eine kleine (1 mm) Bohrung erhalten, in die ein fester Draht paßt. Dieselbe Bohrung am Standort, etwas Rasen und schon steht der Baum wieder ablösbar an seinem Platz (links oben).

Vorbild
Im Zentrum von Shimatakamatsu befindet sich gegenüber dem Güterbahnhof das große örtliche Porzellangeschäft mit reichem Sortiment. Im Moment ist es gerade geschlossen. Die Fahrerin des Lieferwagens neben dem Geschäft konnte den Polizisten (wir erinnern:  Keikan) nicht überzeugen, daß sie nur ganz kurz geparkt hat, obwohl sich beide kennen, und muß nun die entsprechende Konsequenz daraus ziehen. Disziplin ist in Japan ernst zu nehmen, wir erwähnten er gerade am Beispiel der Polizei. Man lernt es spätestens in der Schule, sich daran zu halten und zu verinnerlichen (siehe auch Bild 43).
Modell
Das Gebäudemodell von Tomytec ließ sich wie einige andere recht einfach bauen, aber der Gedanke an eine Beleuchtung wurde wieder verworfen. Das Abdunkeln der Außenwände war in derartig vielen Fällen so aufwendig, daß es nicht in den zeitlichen Rahmen paßte. Und es war auch nicht vorgesehen, alles übrige im selben Zuge mit zu beleuchten (Straßen, Wege, Bahnsteig, Güterbahnhof), das hätte die Planung und Ausführung gesprengt. Aber es wäre zumindest in den meisten Fällen möglich, wenn man den Aufwand nicht scheut. Es gibt jedoch auch vereinzelt Modelle, die sind so weit vormontiert und derartig gut verklebt, daß keine Chance für eine „Verdunkelung“ der Wände besteht.
 

Vorbild
Ein Blick in die Stadt über die geschlossene Schranke hinweg in Richtung Norden, also zum Gebirge hin, das aber noch einige Kilometer entfernt ist. Das große Hinweisschild rechts oben im Bild über der Straße weist, für uns leider nicht sichtbar, auf seiner Vorderseite auf den Autobahnanschluß hin, der ca. 1 km östlich von der Stadt entfernt ist, es ist der Nagano Expressway, der zum Wintersportgebiet um Nagano führt. Aber Vorsicht, es ist eine Mautstraße, das kann schon mal 10.000 Yen kosten (etwa 90 Euro). Und man sollte auf Autobahnen auch nie mehr als 100 km/h fahren und immer mit „höchstens“ 0,0 Promille. Die Polizei ist aufmerksam und gnadenlos....
Modell
Die originalgetreuen Verkehrszeichen (etwa 50 Stück, Durchmesser 4 mm) entstanden aus den erhältlichen japanischen Zubehörbögen, sie wurden geduldig ausgeschnitten, auf dünne Plastikfolie geklebt, mit 1 mm Messingdraht versehen, rückseitig grau gestrichen und in Bohrungen im Gehweg eingeklebt. Ihre Höhe beträgt ca. 2 cm. Alles mußte sehr vorsichtig erfolgen, weil es erst in der letzten Bauphase geschehen konnte.
Für die Recherche zur Anordnung der Schilder und sonstiger Verkehrsverhältnisse sei eine kostenlose Mitfahrt im Google-Auto durch die japanische Provinz empfohlen (street view). Der Fahrer kann aber keine Fragen beantworten.

Vorbild
Vom Güterbahnhof aus kann man in die Seitenstraße schauen und sieht von links nach rechts das Fahrzeug der Arztpraxis, im Hintergrund das Gebäude des Bäckermeisters Shimamoto, dann das Friseurgeschäft mit typischer rot-weiß-blauer Werbung am Fenstersturz und auf dem Gehweg und den schon auf Bild 9 besuchten Porzellanladen (hoffentlich ohne Elefant). Es muß nicht betont werden, daß bei der bekannten Qualität der heimischen Erzeugnisse gerade im Porzellangeschäft der getauschte Yen nur so verschwindet. Aus dem weiter südwestlich gelegenen Kiso-Tal kommen unwiderstehlich schöne Erzeugnisse aus Keramik. Porzellan erfährt in Japan eine hohe Wertschätzung. Zum Einsatz von Kreditkarten gibt es Hinweise beim nächsten Bild.
Wenn es erforderlich werden sollte, als Tourist die Arztpraxis aufzusuchen, sollte zuvor zu Hause eine Auslandskrankenversicherung (ggf. mit Rückholung) abgeschlossen sein, denn jede Behandlung kostet in Japan bares Geld, und das kann sich schnell summieren. Gerade hier ist eine gute Vorbereitung dringend zu empfehlen.
Modell
Die allenthalben vorhandenen Masten der Freileitung unterstreichen das Flair der Szenerie. Es gibt sie in diversen Ausführungen fertig bemalt und original beschriftet (siehe auch Bild 28 und 43).

Vorbild
Im Gebäude links ist eine Bank untergebracht, in der man für seine Reisezahlungsmittel sorgen kann. Aber:  Wir sind in der Provinz, dort kann und wird es Probleme mit unseren Kreditkarten geben. Es sollte also rechtzeitig Bargeld beschafft werden, spätestens in Tōkyō oder in der nächsten großen Stadt. Und viele Banken schließen um 15 Uhr. Das muß man einplanen, sonst wird’s eng. Bezahlen kann man mit unseren Karten nur in großen Städten und auch da nicht überall. In der kleinen Bankfiliale auf dem Bild wird es eher aussichtslos. Und Geldautomaten, wenn man einen gefunden hat, geben nicht rund um die Uhr Bargeld aus. Auch das ist im fortschrittlichen Japan eher verwunderlich. Und man muß bedenken: Jeder Tausch kostet Gebühren....
Modell
Das kleine Siedlungshaus rechts erhebt sich auf einem Podest, die dafür nötigen Teile findet man sicher in der Modell-Vorratskiste.
Ein Wort zum Niveauausgleich: Fast alle japanischen Gebäudebausätze haben unterschiedliche Gehweghöhen, auch die von ein und derselben Firma. Das ist schade und eher ärgerlich. Für ein gutes Gesamtbild mußten alle Gehwege in der Höhe angepaßt werden (heben oder senken), damit die Passanten nicht stolpern. Ein mühevolles Unterfangen, das sich aber zur Erreichung einer fotogenen Optik nicht vermeiden läßt.

Vorbild
Der buddhistische Tempel, hier „völlig losgelöst“, zeigt uns von rechts nach links die fünfstöckige Pagode, das südliche Haupttor, die Glocke (vorn), das eigentlichen Tempelgebäude und schließlich links den japanischen Garten mit Rundgang, der zum See mit Brücke führt und zur kleinen stilisierten Nachbildung des Fuji-san.
Wir wollen den buddhistischen Tempelbereich und seine Eigenheiten mit einer Begehung näher vorstellen. Wer den Tempel nicht besuchen möchte (der Eintritt ist frei!), für den geht’s mit Stadtbeschreibung und Eisenbahn weiter auf Bild 23.
Modell
Der Tempelbereich ist für „Wartungsarbeiten“ herausnehmbar. Auf den Sandflächen wurden die Hauptgehwege mit Gehsteigen versehen, die komplette Umfassungsmauer errichtet und Teile davon im Innern weiß angestrichen. Vorn vor der Mauer ist der Gehweg von der Straße zu erkennen. Im Verlauf der Tempelbegehung finden sich ab und zu Hinweise zum Modellbau allgemein.

Vorbild
Von der Straße aus betritt man durch das Südtor (japanisch Nandaimon南大門) das Gelände des Tempels. Hier sind bereits traditionell gekleidete Besucher zu sehen. Ihnen folgen wir nun ins Innere des Tempels. Der Eintritt ist kostenlos. Die Öffnungszeiten sind von 8 bis 17 Uhr, im Winter etwas kürzer. Entgegen dem ersten Verdacht ist die Atmosphäre im Tempelbereich eher locker und ungezwungen. Die Religionen (Buddhismus und Shintoismus) vermischen sich, es gibt keine scharfe Trennung und auch nur wenige Tabus, die dem Besucher jedoch nicht auffallen.
Trotzdem muß man beim Besuch einiges beachten. Man sollte sich gerade als „Gaijin“ (外人 , Ausländer) sehr diskret verhalten und Unruhe oder Lärmen vermeiden. Das ist auch begleitenden Kindern zu vermitteln. Die japanischen Kinder sind Disziplin von klein auf gewöhnt. Angehörige des Tempels sind immer zugegen, sprechen in der Regel nur japanisch und achten auf respektvolle Umgangsformen. Darum soll es jetzt gehen.....
Modell
Der Anstrich von Tor und Mauer wird bereits in dieser Farbe im Bausatz mitgeliefert, es bedarf nur wenig Nacharbeiten zur Alterung oder zum Setzen kleiner Akzente. Sorgfältiges Arbeiten bei der Anpassung der Umfassungsmauer vermeidet sichtbare Stoßkanten und Lücken zum Bürgersteig. Im Inneren kann man es am Boden mit Rasen kaschieren. Die Gehwege stammen aus heimischem (deutschem) Zubehörprogramm.

Vorbild
Wir treffen beim Eintreten zunächst auf den Reinigungsbrunnen, an dem man sich einer symbolischen Reinigung unterzieht, bevor man den Weg in Richtung Haupthalle nimmt. Man spült sich erst den Mund aus (als symbolische innere Reinigung) und wäscht sich dann die Hände (als symbolische äußere Reinigung). Es liegen Schöpfkellen aus Bambus zur Benutzung bereit. Es ist nicht ratsam, die ausgewiesenen Gehwege zu verlassen.
Die fünfstöckige Pagode (gojū·no·tō,五重) im Hintergrund (auf Bild 13 war sie schön zu sehen) ist nicht zugänglich. In ihr werden hauptsächlich heilige Reliquien aufbewahrt, in unserer befindet sich ein winzig kleiner aber originaler Teil der Gebeine von Buddha. Ihre fünf Stockwerke stehen symbolisch für die fünf Elemente des Buddhismus: Erde, Wasser, Feuer, Wind und Himmel. Am Rande des Gehwegs sieht man die charakteristischen Steinlaternen, die oft gehäuft auftreten und meist Spenden von Bürgern sind. Oben rechts ist der Glockenturm ( 梵鐘, shōrō) zu sehen, deren Glocke man aber selbst nicht bedienen darf.  In der Nacht zu Neujahr wird die Glocke 108 mal angeschlagen, zum einen für das Einläuten des neuen Jahres, zum anderen zur Austreibung der 108 menschlichen Begierden. Wir zählen sie jetzt nicht auf....
Zu erwähnen ist an dieser Stelle, daß zumeist außerhalb des Tempels in Eingangsnähe Verkaufsbuden mit Andenken und Devotionalien angeordnet sind. Auch gibt es dort Talismane und Votivtafeln als Glücksbringer zu kaufen. Zum Zeitpunkt dieser Bilder standen die Buden noch nicht, man sieht sie aber recht gut auf den Bildern 1 und 23.
Modell
Alle Gehsteige sind passend zugeschnittene Plastikstreifen mit aufgesetzten Randleisten. Die Steinlaternen, die man oft in größerer Anzahl bräuchte, sind leider nicht separat zu erhalten. Reinigungsbrunnen, Glocke und anderes ist im Zubehör-Programm von Tomytec. Die Buden gibt es bei Firma Sankei, sie sind fertig gebaut nur zwei Zentimeter hoch, aber sehr detailreich....
 

Vorbild
Noch einmal eine Szene vom Eingangsbereich des Tempels. Links die unterste Ebene (Erde) der Pagode, die wir gerade beschrieben haben, in der Mitte der Glockenturm (wir erinnern uns an die 108 Begierden) und rechts der Tempeleingang. Die Haupthalle (本堂, Hondo)  unseres „Tempels der Benten“ (弁天寺) kann betreten werden.  Die Göttin Benten (oder Benzaiten) gehört zu den sieben japanischen Göttern des Glücks.  Mit ausgezogenen Schuhen kann man das Innere des Tempels betreten und auch Aufnahmen (ohne Blitz) machen. Dort gibt es neben dem Standbild der Göttin (bei uns darf sie sitzen) Bronzegefäße, Sitzkissen für Priester, Behälter für heilige Schriften und anderes. Japaner brennen Räucherstäbchen für Verstorbene ab.
Aber nach rechts geht der Weg noch weiter.
Modell
Der Zugang zum Tempel wurde mit selbst erstellten Einfriedungen derartig gestaltet, daß das Gebäude fest verankert, aber trotzdem abnehmbar ist. Die vielen Figuren gibt es bei KATO und TOMIX in großer Auswahl sorgfältig bemalt, da schwinden bei diesem Andrang die Yen-Scheine schnell dahin.

Vorbild
Auf die Tradition der japanischen Gartenkunst kommen wir noch genauer zu sprechen. Hier geht es zunächst nur um das Modell.
Modell
Die Grundplatte ist exakt vermessen worden und aus einer handelsüblichen  Modell-Kunststoffplatte entstanden. Beim Ausschneiden des Sees ist das Abfallen der Böschung bereits berücksichtigt. Das mittlere Maß ergab sich aus der Länge der Brücke und deren Auflagern (Tomytec). Aus der selben Serie stammen die Büsche, Sträucher und Dekorationen. Die ersten zugeschnittenen Gehwegplatten liegen auf dem Foto bereits zur Probe auf der sandfarbig gestrichenen Fläche. Die Anordnung der Einzelheiten des Gartens erfordert einige Recherche im Internet oder einem der zahlreichen japanischen Gärten hierzulande.
Man mag es kaum glauben: Der Fuji san besteht nicht aus Lava, sondern aus geknetetem Typenreiniger für Schreibmaschinen. Der behält nach dem Formen recht gut seine Stabilität. Nach seiner Ausformung, zu sehen auf dem Bild, erhielt Fuji-san anschließend seine weiße Spitze mit Krater, den erdfarbenen Ring ohne Vegetation und den Grüngürtel jeweils aus Humbrol-Farben. Der hellblaue Untergrund ist die Schutzfolie des doppelseitigen Klebebandes zur Befestigung auf der „Erdkruste“. Letztlich kann man ihn nun, mit eher geringem Risiko, von einem plötzlichen Ausbruch überrascht zu werden, besuchen.
Der kleine See wurde dann aus einem oberflächenverspiegeltem Einsatz hergestellt und darunter montiert. Der erreichte Effekt ist faszinierend, der Preis dafür ist:  man sieht später jedes Staubkorn, und die Oberfläche zerkratzt leicht.

Vorbild
Noch einmal ein Detailbild von Pagode und Glocke, die uns nun schon bekannt sind. Hier rücken besonders die Steinlaternen (石灯籠 , ishi·dōrō) wieder in den Mittelpunkt, die den Weg säumen. Sie weisen mannigfaltige Formen auf.
Und im Hintergrund zeichnet sich das bereits beschriebene Ryokan Naushika ab. Dort versteht man sich auf die kunstfertige Zubereitung von Kugelfisch (Fugu河豚), bei dessen Genuß man, wenn er von lizensierten Köchen zubereitet wird, im allgemeinen gute Chancen hat, zu überleben.....

Vorbild
Die Aussicht auf den japanischen Garten (日本庭園). Wenn er durch das rote Torii (鳥居 ) betreten wird, kann man den ersten Rundblick nehmen. Im Grunde ist das rote Tor als Symbol des Shintoismus in einem buddhistischen Tempel nicht angebracht, aber durch die übliche Vermischung der Religionen in Japan sei uns hier eine kleine Ausnahme gegönnt. Das Torii ist das auffälligste Zeichen, es führt in den heiligen Bereich. Sie bestehen aus Holz oder auch Stein und haben einen zweifachen Sturzbalken (nuki).
Nehmen wir den ausgewiesenen Weg nach rechts, begegnen uns zwei Shintoschreine, die sich historisch auf die Sonnengöttin Amaterasu, der Hauptgöttin des Shintō und Ahnherrin des Kaiserhauses und ihre Erscheinung beziehen. Es folgt eine kleine Pagode, dann der Fuji-san als Abbild des heiligsten Berges westlich von Tōkyō. Nach möglichst bedächtiger Überquerung der Brücke wird einem Europäer noch immer nicht klar, wie er das alles deuten soll. Man traut sich kaum, ein Foto zu machen. Rechts ein eingefaßter Steinklotz, der den Eingeweihten auf die Insel der Seligen hinweisen soll, dahinter an der Mauer wieder eine der Steinlaternen. Die Dame mit dem roten Gewand am Torii ist eine Miko, eine Priesterin in einem Shintō-Schrein.
Modell
Die Ufergestaltung ist hier recht gut zu erkennen. Und wie wir bereits erwähnten, ist das Sauberhalten der Wasseroberfläche, außer mit einem weichen Pinsel, nicht einfach. Das kann spätestens beim Fotografieren zum Problem werden.

Vorbild
Wir haben den japanischen Garten vorerst verlassen, um uns vor dem Torii etwas umzuschauen.
In der Mitte links vom Torii hängen Holztäfelchen (絵馬, ema), übersetzt „Pferdebild“, die von Besuchern aufgehängt werden. Hierbei handelt es sich um kleine, einseitig bemalte Tafeln mit vorgedruckten Bildern in shintoistischen Schreinen. Die kann man bei fast jedem Shintō-Schrein oder buddhistischen Tempel kaufen und sie mit einem Wunsch, zum Beispiel eine Prüfung zu bestehen oder mit einem besonderen Dank, beschriften und an die örtlichen Gottheiten richten. Rechts zum Benten-Tempel hin begegnen uns einige Pilger auf ihrer Wanderschaft. Vorn links das Dach des Glockenturms.
Der Shintoismus ist in Japan der Weg der Götter. Alle Dinge, lebendig oder tot, werden von Gottheiten (kami, ) beherrscht, diese haben unterschiedliche Bedeutungen und Wichtigkeiten und werden in Japan in Tausenden von Schreinen verehrt. Nicht alle Japaner sind heute wirklich bekennende Shintoisten, aber die shintoistischen Bräuche und Rituale wie nüchterne Ästhetik und Reinlichkeit haben große Bedeutung im japanischen Alltag. Hochzeiten folgen üblicherweise der Shintō-Tradition. Als verflochtene Religion durchdringt der Buddhismus hauptsächlich das moderne Leben Japans, vor allem der Zen-Buddhismus mit seiner Vorstellung mentaler Kontrolle. Und Beerdigungen finden im Zeichen des Buddhismus mit festen Ritualen statt.
Modell
Die Aufnahme mit der Spiegeltechnik aus Augenhöhe der Passanten zeigte hier ein gutes Ergebnis. Dazu mehr auf dem nächsten Bild. Zur Erinnerung an den Maßstab:  die Pilger vor dem Torii sind nur zehn Millimeter groß.

Vorbild
Noch ein letzter Blick durchs Torii. Die Miko in weiß und rot, wir wissen jetzt:  eine Shintō-Priesterin, paßt ein wenig auf die beiden jungen Herren auf der Brücke auf. Links ist der Diensteingang für den Garten, zu beiden Seiten jeweils eine Steinlaterne in unterschiedlicher Gestaltung. Die Spiegelung auf der Wasseroberfläche kommt sehr schön zur Geltung. Der über die Tempelmauer ragende Baum ist ein abgestorbenes Relikt und wird im Ort verehrt.
Modell
Etwas zur ausgefallenen Fototechnik: Wir brauchen einer Kamera mit möglicher „Rohbild“-Einstellung, in der Anleitung zur Kamera heißt das RAW. Dabei werden die Aufnahmen in der Kamera nicht intern verarbeitet, sondern bleiben roh, allerdings mit fest eingestellter Dateigröße (je nach Kamera) von bis zu 24 MB je Bild. Aber andere Parameter wie Filmempfindlichkeit, Blende und Belichtungszeit sind dafür frei wählbar. Hier ist viel Experimentieren gefragt. Bei viel vorhandenem Licht auf der Szene (direkter Sonnenschein ergibt jedoch Schlagschatten und zu hohen Kontrast) ist die Tiefenschärfe bei präziser Einstellung enorm. Aber mit dem Nachteil von bis zu 2 oder 4 Sekunden Belichtungszeit oder länger, trotz des vielen Lichts.
Es ist also ein Stativ gefragt, das einen stabilen Ausleger quer über die Anlage hat, damit nichts wackelt. Aufwendig ist dann die Aufnahme mit senkrecht ausgerichteter Kamera auf einen schräg aufgestellten kleinen Spiegel, der auf der Oberfläche verspiegelt sein muß, um Doppelbilder durch das Glas zu vermeiden. Dann sieht man die Szene für die gezielte Ausrichtung im Sucher zwar spiegelverkehrt, aber aus Augenhöhe. Für die verwacklungsfreie Aufnahme ist der Selbstauslöser mit 10 Sekunden zu empfehlen. Es entsteht in der Kamera gleichzeitig ein JPG-Bild für den ersten Eindruck. Alles wird dann am PC wieder zurück gespiegelt. Nach etwas Übung entstehen faszinierende Bilder (in dieser Serie leider nicht).

Vorbild
Ein schönes Luftbild, wie von einer Drohne aufgenommen, beendet unseren Rundgang durch den Tempel. Der im Bild vorhandene Freileitungsmast wurde bereits wieder aus der Szene entfernt, da es im Tempel nichts zu beleuchten und nichts zu telefonieren gibt. Um mit den Kami, also den Gottheiten, zu kommunizieren, bedarf es nichts weiter als zwei-, dreimal in die Hände zu klatschen, eine kleine Glocke zu läuten und vorteilhafterweise ein paar Yen in eine Schachtel zu werfen. Dann kann man einige Momente in stillem Gebet verharren. Das ist in Japan üblicher Brauch.
Es gibt in Japan über hundert Millionen Shintoisten und fast hundert Millionen Buddhisten, das ist rein rechnerisch erstaunlich bei einer Bevölkerung von 127 Millionen. Fragt man nach dem Christentum, sind es gerade etwas über eine Million Bekennende, aber die Zeremonien der Kirche nutzt man sehr gern, zum Beispiel für eine etwas ungewöhnlichere Hochzeit.
Die Drohne gewinnt jetzt zunächst wieder an Höhe.....

Vorbild
Bevor wir uns wieder in die Stadt begeben, genießen  wir den Rundblick auf Shimatakamatsu. Wir schauen entlang der Straße 147, die von Norden aus dem 12 km entfernten Hotaka kommend (bekannt für heiße Quellen, sehr empfehlenswert), nach Süden, wo sie nach dem Tempelareal einen kleinen Bogen macht, um die Stadt Richtung Matsumoto wieder zu verlassen. Auch Matsumoto (der touristische Hauptort der Nagano-Präfektur, nur 4 km entfernt) ist einen Ausflug wert, die dortige Burg, erbaut 1504, ist in der Originalansicht erhalten und trägt den Beinamen „Krähenburg“ wegen ihrer vorwiegend schwarzen Außenfarbe.
Es herrscht in Shimatakamatsu heute auffällig Sonntagsbetrieb, denn der Tempel ist voll, Straßen und Schienen sind jedoch leer.
Eine schöne Übersicht über die Stadt mit touristischen Erläuterungen bietet im übrigen das Bild 41.
Modell
Wir müssen uns vor Augen führen:  Die Größe des abgebildeten Areals mißt im Modell 130 x 70 Zentimeter, das sind beim Vorbild umgerechnet etwa 210 x 110 Meter. Bei der Recherche auf den Modellbahn-Herstellerseiten war kein Plan zu finden, der auf dieser Fläche auch nur annähernd solche vielfältigen Betriebsmöglichkeiten bietet. Im Abstellbahnhof können zwei mittellange Züge stehen und auf dem dritten Gleis überholt werden. Gleichzeitig steht der Nahverkehrstriebwagen am Bahnsteig und stört die Vorbeifahrt nicht. Und alles ohne Schattenbahnhof.
Der seitliche Schutz der Anlage aus Plexiglas ist an der Vorderkante und rechts zu erkennen.

Vorbild
Wir erreichen wieder den Bahnhofsvorplatz mit seinen Geschäften. Gegenüber der Haltestelle des Busses ist eine Bäckerei ansässig (japanisch „bekari“, mit blau/weißer Markise), links davon der Metzger mit seinen frischen Angeboten, der es aber mit Brötchen noch etwas schwer hat gegen Sushi, Sashimi und Tempura auf Meeresfrüchtebasis.
Gleich daneben das kleine Postamt der Stadt (9 - 17 Uhr geöffnet) mit seinem charakteristischen roten Briefkasten. Englisch wird in dieser Post nicht verstanden. Ein Angestellter wiegt die Postsendung und verkauft die richtige Marke. Die Karte nach Deutschland kostet übrigens 70 Yen, also etwa 60 Cent. Briefe reisen vom Schalter oft schneller als vom Kasten. Übrigens funktionieren die europäischen Mobiltelefone in den meisten Fällen nicht in Japan, man ist gut beraten, sich bei Ankunft ein Miettelefon zu beschaffen, am besten gleich am Flughafen. Aber die Nutzung kann teuer werden.
Auf den Zug warten auch einige Schüler(innen) ihren blau-weißen Schuluniformen. Zur Schule in Japan später etwas mehr.
Modell
Die japanischen Gebäude (zumeist made in China) passen recht gut zusammen und sind teils schon gealtert. Das Problem bleibt der Ausgleich der unterschiedlichen Höhen des Gehwegs und das der aufwendigen Beleuchtung.

Vorbild
An der Hauptstraße liegt das öffentliche Badehaus (japanisch銭湯 sentō), dort war es erforderlich, eine Baustelle einzurichten, da die Grundleitungen zum Teil reparaturbedürftig waren. Etwas nach rechts sieht man die noch nicht verfüllten neuen Rohre im Erdgraben. Auch einige Badegäste in ihren leichten Kimonos (yukata) sind neugierig oder wollen sich einfach nur unterhalten.
Öffentliche Badehäuser trifft man in der Provinz noch häufig an in Japan, meist angeschlossen an die zahllosen warmen Quellen (onsen). Oftmals sind die Wohnungen in Japan halt zu klein für ein eigenes Bad. Erst nach der zwingenden guten Körperreinigung taucht man in das zumeist weit über 40 Grad heiße Wasser ein und entspannt sich. Nicht immer sind draußen in der Provinz Ausländer gern gesehen. Es gibt auch vereinzelt noch Bäder ohne Trennung der Geschlechter. Für umgerechnet 10 bis 15 Euro kann man ein paar Stunden genießen.
Rechts neben dem Bad der Hof des Taxiunternehmens von Shimatakamatsu. Drei Fahrzeuge reichen für den örtlichen Bedarf.
Modell
Der kleine, sehr gut in die Szene passende Mini-Bagger ist ein leider nicht mehr lieferbares ehemals gelbes Wiking N-Modell. Das Badehaus ist eines von nur zwei Gebäuden, die mit einer Beleuchtung ausgestattet sind. Alle Innenwände wurden mit lichtdichter Folie und zusätzlich mit mehrfachem Schwarzanstrich behandelt. Erst dann leuchtete es wirklich nur noch durch die Fenster. Leider nicht hier auf den Bildern. Das zweite Haus mit Licht ist das Hotel am Bahnhof mit seinem Türmchen (Bild 33).

Vorbild
Mit rot/weißer Markise präsentiert sich an der Straßenecke der Laden カトKato“, so heißt der Besitzer, mit einem vielfältigen Angebot von Waren aller Art (aber keine KATO-Eisenbahn). Hier kann man gut stöbern. Das bräunliche zweistöckige Haus ist noch sehr im traditionellen Stil. Aber es verfügt an der Außenwand auch über den obligatorischen Automaten.
Auf dem Bahnsteig herrscht weiterhin nur mittelschwerer Andrang von Reisenden in Richtung Norden, hier also nach links. Im Winter ist es hier durch die Wintersportler sehr viel voller. Die nächste größere Stadt Hotaka liegt bereits in den japanischen Alpen und hat einen gleichnamigen Berg namens Hotaka-dake, der ist immerhin 3.190 m hoch, der dritthöchste Berg Japans, und er ist bekannter als die Stadt. Die Onsen hatten wir schon auf Bild 23 erwähnt, teilweise sind die Bäder in natürlicher Umgebung und von Felsen gesäumt. Und eine der größten Seilbahnen der Welt bringt von Hotaka aus (1.300 m)  ihre Insassen auf 2.156 Meter, eine Fahrt kostet 1500 Yen, ca. 12 Euro.
Modell
Das rechts stehende Lichtsignal ist in Viererpack in Japan lieferbar (Greenmax, Japan) und erfordert als Bausatz schon eine ruhige Hand. So zierlich es daherkommt, ist es auch nur eine Attrappe ohne Funktion, aber ein schönes dekoratives Zubehör. Es wurde abnehmbar gestaltet, im Sockel ist ein Loch, das sich in den Boden fortsetzt und das Signal mit einem kleinen Nagel nahezu unsichtbar festhält. Bei einem Schaden ist es schnell getauscht.

Vorbild
Linienbus und Bahnsteig aus einer anderen Perspektive. Der Bus befördert vorwiegend Schüler. Zum japanischen Schulsystem mehr auf Bild 43.
Modell
Der weiße Randstreifen der Fahrbahn gibt die Vorbildsituation wieder und ist mit ruhiger Hand und Geduld präzise aufzutragen. Je nach Straßenbelag ist Anreibetechnik oder weißer Permanentstift auszuwählen. Bei festem Straßenbelag oder angestrichener Fahrbahn gelingt das recht gut und kann notfalls wieder übergestrichen werden. Auf der weichen selbstklebenden Vollmer-Fahrbahn hilft nur die vorsichtige weiße Färbung mit einem nicht klecksenden Stift.
Am Bus wurde nichts verändert, der kommt gut gestaltet und beschriftet schon für umgerechnet 5 bis 8 Euro daher. Leider ist es kaum möglich, die Straßenfahrzeuge an eine frühere Epoche anzupassen, die entsprechende Auswahl ist zumeist eher zeitgemäß. Bei den Schienenfahrzeugen und wie schon erwähnt bei Passanten sieht es besser aus.

Vorbild
Der Blick in die Bahnhofstraße, wie sie ein Passant sieht. Im Hintergrund verlockt das „Hotel am Bahnhof“ zur Übernachtung. Der schöne Fachwerkbau ist weithin sichtbar und an seinem netten Türmchen zu erkennen, in dem hier gerade das Licht nicht brennt.
Neben dem bereits genannten „Kato“-Geschäft steht einer der vielen Freileitungsmasten, die ja auch für Japan so typisch sind. Bei einem jederzeit so unsicheren Boden wie auf dem japanischen Inselreich, das im pazifischen Feuerring liegt, ist eine Erdverlegung von Kabeln kaum zu empfehlen. Oft enthalten die Maste wie hier (auf dem Bild leider unscharf) eine Werbefläche, zum Beispiel für einen Laden.
Modell
Zu etwas einfacheren Aufnahmebedingungen:
Auch hier muß man sich vor Augen führen, daß es sich um ein Modell in 1:150 handelt. Ein weniger aufwendiges Foto wie bei Bild 21 beschrieben aus nahezu Augenhöhe ist auch kein leichtes Unterfangen, zumal die ggf. helfende Anlagenkante zumeist weit weg ist. Im oben gezeigten Fall wurde die kleine digitale Kamera in die Szene gestellt und mit Selbstauslöser bedient. Das ist aber sehr vom Kameratyp abhängig. Gut klappt es, wenn die Objektivmitte maximal 3 cm über der Straße liegt. Jedoch stehen hier überall Häuser herum, die sich nicht entfernen lassen. Da ist meist nicht viel oder gar kein Platz für die Kamera. Schilder, Masten und Passanten sollen ja stehen bleiben.

Vorbild
Dieses Stimmungsbild im Gegenlicht entstand in etwa vom Standpunkt des Fotografen vor der Polizeistation in Richtung Süden. Für den leichten Dunst sorgte der Aufnahmetermin am frühen Morgen. Der Berufsverkehr ist noch nicht voll im Gange. Auf den Schildern am Bahnhofsgebäude steht Shimatakamatsu Eki, wobei Eki () Bahnhof bedeutet. Auch das Bahnhofsgebäude ist ein noch erhaltenes Schmuckstück aus der Taishō-Zeit (1912-1926), denn der uns betreffende südliche Teil der Ōito-Linie wurde 1915 eröffnet.  Dieser südlicher Teil der Strecke wird heute von der ostjapanischen Eisenbahngesellschaft auf 70 km bis Otari betrieben. Dort erfolgt der Wechsel der Bahngesellschaft in die westliche, die die restlichen 35 km bis an die Küste bedient.
Für Bahn-Touristen ist der Japan Rail Paß zu empfehlen, den man noch zu Hause besorgt. Es kosten z.B. 2 Wochen 2. Klasse etwa 60.000 Yen, das sind etwa 540 Euro. Er gilt aber leider nicht auf allen Linien. Und es gibt jede Menge regionale Zusatzangebote. Also empfiehlt es sich, daß man sich zuvor rechtzeitig umschaut. Und in ländlicher Gegend muß man immer damit rechnen, nicht verstanden zu werden, auch in Englisch nicht.
Modell
Für die Erzielung guter Fotos verweisen wir auf die Vorschläge bei den Bildern 21 und 28. Manche Stimmungen, so wie hier, erkennt man erst später bei der Bildbearbeitung.
 

Vorbild
Der Kiha 52 Dieseltriebwagen war lange auf seiner Heimatstrecke, der hier dargestellten Ōito-Linie in den japanischen Alpen, eingesetzt, bis im Jahre 2010 das Aus kam und er an die Isumi Linie auf der Halbinsel Chiba (östlich von Tōkyō) verkauft wurde. Dort fährt er heute noch. Gebaut um 1965 bot er einen ausreichenden Komfort, hatte jedoch aus heutiger Sicht bei den starken Steigungen in den japanischen Alpen den Nachteil, gehörige Wolken von Abgasen in die Umwelt zu blasen. In seiner neuen Heimat, der Präfektur Chiba, ist es dagegen flach. Einige der „Geschwister“ gingen nach ihrem Einsatz in Japan auf die Philippinen und nach Myanmar und finden dort reichlich Beschäftigung. Abgase stören dort offenbar nicht so sehr.
Es gab den Triebwagen in mindestens drei Lackierungen, neben der hier gezeigten auch beige/blau oder ganz in rot.
Modell
Das gut gestaltete Modell dieses Triebwagens ist zum Beispiel bei der Firma TOMIX erhältlich. Er hat hervorragende Laufeigenschaften und, trotz Elektromotor, sogar recht überzeugende Dieselgeräusche. Er durchfährt auch enge Radien und ist vorn/hinten komplett beleuchtet. Die Innenbeleuchtung ist extra zu beziehen und leicht zu montieren, der optische Effekt ist hervorragend. Die zusammensteckbaren Kupplungen funktionieren einwandfrei. Die Montage der Faltenbälge kann man selbst entscheiden. Bei den vielen zum Teil winzigen Zurüstteilen ist Vorsicht geboten, damit sie nicht davonfliegen. Das Foto zeigt eine Doppelgarnitur in typischer Farbgebung für die Ōito-Linie.

Vorbild
Der einsetzende Berufsverkehr läßt die Umgebung des Bahnhofs etwas lebendiger werden. Auf der rechten Bildseite ist der überdachte Zugang zur Unterführung auf die andere Seite der Bahntrasse zum Hotel am Bahnhof. Die aushängenden Fahrpläne zeigen, daß in ländlicher Gegend für Ausländer nichts mehr zum Lesen ist, dort findet man alle Hinweise, Schilder und Anschriften nur in japanisch. Das muß man beachten und halt einplanen, wenn man dort unterwegs ist. Der rote Bildeinschub links ist die Markise der Reinigung mit treffender japanischer Bezeichnung kurīningu (クリーニング).
Modell
Die etwas plumpe Leuchte vor dem Bahnhof wurde von der örtlichen Stadtverwaltung inzwischen wieder entfernt.
Die aufgeklebten Fahrpläne gibt es beim Erwerb des Bahnhofsbausatzes als Beilage zur freien Verwendung, sogar zumeist mit Ortsbezug, aber nicht immer gibt es diese Orte wirklich.   Aber das stört vielleicht nur uns Japaner.

Vorbild
Hier hat wohl der Inhaber von Kato Ltd. ein wenig Einfluß ausgeübt, damit uns sein Ladengeschäft ein weiteres Mal präsentiert werden kann. Was er gerade auf seinen Lieferwagen lädt, blieb uns verborgen.
Ganz links beim Bäckerladen steht übrigens überm Eingang hinter dem aufgerichteten Daumen: ナイス, das liest sich nais(u), das ist heutiges „neujapanisch“ aus der Besatzungszeit und bedeutet, daß der Bäcker „nett“ ist.  Das „u“ im Silbenausklang wird beim Sprechen zumeist verschluckt.
Modell
Die Straße vorm Bahnhof sieht auf diesem Foto gleichmäßig und akkurat aus. Das ist jedoch nicht einfach. Denn der Zuschnitt der Fahrbahnstreifen in richtiger Anpassung an den Rand und im richtigen Winkel an den Stoßkanten ist kompliziert. Die Vollmer-Fahrbahn gibt ein sehr schönes Bild ab, sie ist jedoch sehr sensibel und unterliegt im  Laufe der Jahre einer gewissen Alterung.

Vorbild
Noch einmal ein Blick auf die Baustelle am Badehaus. Der Baggerführer macht wohl gerade Pause, dafür sind die Steine fürs Pflaster schon eingetroffen. Die alten Rohre sind bereits verladen, und die drei Badegäste palavern über den Baufortschritt. Neben dem öffentlichen Bad ist ein Lagerhaus, in der Verlängerung zeigen sich Bahnhof und Hotel. Die hochgemauerte Grundfläche des nicht sichtbaren kleinen Hauses mit Garten und Zaun ist hier gut eingeordnet.
Das moderne Stellwerk Südwest am linken Bildrand ist deutlich sichtbar in der Breite „optimiert“ worden. Das Personal stört sich offenbar nicht daran. Und wenn man genau hinschaut, sieht man im Hintergrund das zweite der beiden Gebäude, die beleuchtet wurden (näheres bei „Modell“).
Modell
Die Beleuchtung des kleinen Turms auf dem Bahnhofshotel lag nahe, da es hier ausnahmsweise keine Probleme gab. Das Lämpchen sitzt hinter den vier Fenstern und kann wie ein Leuchtturm auch geradewegs dazu dienen, anzuzeigen, daß der Trafo noch am Netz ist....
Für die Weichen wurden solche von Peco verwendet. Umständehalber blieb die Anlage bei ihrer öffentlichen Ausstellung in Düsseldorf zunächst ohne Weichenantriebe, so daß die Peco-Konstruktion als Handweiche mit Arretierung der Weichenzungen zur Anwendung kam. Umstellvorrichtungen direkt neben den Weichen waren optisch nicht auszudenken.
Deutsche Fabrikate von Bogenweichen mußten in der Prüfung durchfallen, weil sie von den meisten japanischen Radsätzen nicht vertragen wurden, insbesondere bei zweiachsigen Wagen. Drehgestelle wären dagegen gut gelaufen. Bei Peco gibt es keine Probleme, Loks und Wagen laufen tadellos. Auch Vierkuppler (D-Dampfloks) haben keine Schwierigkeiten an Weichen.

Vorbild
Über die Gleise des Güterbahnhofs hinweg entstand dieses Bild von einem Teil der Ladestraße. Die beiden Gebäude im Hintergrund bilden ein Zweiradgeschäft, das Haus links beinhaltet eine kleine Pension und einen - na ja - Schnapsladen. Der kahle Baum ganz links ist ein weiteres Naturdenkmal, der hohe Schornstein im Hintergrund gehört zum Badehaus. Das Bild besticht besonders durch das hier gerade herrschende schöne Sommerwetter. Im Vordergrund, aber etwas unscharf, ist ein, nein sind zwei typische schwarze Prellböcke mit vier Füßen auf grauem Betonsockel für die japanische Mittelpufferkupplung zu erkennen.
Modell
Zum Wolkenhintergrund ist zu sagen, daß er vom Künstler selbst angefertigt wurde, aber nicht bei allen Aufnahmen konsequent zum Einsatz kam. Für einige spezielle Detailbilder ausgewählter Szenen wurde er mit einbezogen. Seine Wirkung auf den Betrachter muß man aber nicht näher beschreiben, das zeigt diese Aufnahme.

Vorbild
Hier gab`s Hochspannung für die angereisten japanischen Eisenbahnfotografen, die teils von Sapporo, Kōbe und sogar Okinawa den Weg nicht scheuten, um die Sonderfahrt der Baureihe C55 16 mit ihrem Reisezug mitzuerleben und um ihre digitalen „Filmdosen“ mit Motiven wie diesem zu füllen. Die Sonne, die ja in Japan besonders gerne aufgeht, meinte es gut und verrät uns, daß es noch früh am Morgen war, denn der Blick geht nach Norden.
Die C55 16, eine 2-C-1 Lok der japanischen Eisenbahn, war die Vorgängerin der späteren C57 Loks. Über die C55 ist im Gegensatz zur C57 wenig bekannt. Bis zum Jahr 2012 waren immerhin 32 Stück der C57-Lokomotiven erhalten, und zwei von ihnen, die C57 1 und die C57 180, sind betriebsfähig.
Rechts ist das Stellwerk Nordost als ein noch in klassischem Stil errichteter Bau ein schönes Motiv zusammen mit der Dampflok.
Modell
Die Weiche ist die nördliche Zufahrt zum Güterbahnhof. Es ist eine 9 Grad Weiche, die die Planung des das Gleisbilds erschwerte, aber in engeren Radien leider (noch immer) nicht zu bekommen ist.
Die Dampflok C 55 16 ist von MicroAce und läuft (analog mit Uhlenbrock WAC) problemlos. Sie verfügt über ein funktionsfähiges Spitzenlicht, das auch bei niedriger Spannung gut zu sehen ist. Der Anlauf ist seidenweich, das Fahrverhalten ist gleichmäßig und das Fahrgeräusch fast nicht zu hören.

Vorbild
Wie die Aufnahme einer Drohne zeigt das Luftbild den größten Teil der Ortsgüteranlage der Stadt. Von den fünf Gleisen ist eines ein Durchfahrtsgleis, zwei weitere dienen zum Aufstellen von Zügen, die zum Einsatz bereitstehen, ein Gleis ist ein Abstellgleis und das fünfte verläuft an der Ladestraße. Der Personenzug mit 4 langen Wagen kann von der zur Verfügung stehenden Gleislänge her überholt werden. Dieser Reisezug (auf Gleis 5 oben an der Anlagenkante) ist eine Sonderfahrt. Er hält nicht in Shimatakamatsu, dazu ist der Bahnsteig zu kurz.
Ganz links ist das Südtor zum Tempel zu sehen, rechts befindet sich überdacht die Rampe für die Güterabfertigung. Interessant ist der kleine Gebäudekomplex links, er zeigt besonders deutlich die sehr engen Verhältnisse im 127-Millionen-Leute-Land.
Modell
Die Gleise des Güterbahnhofs sind entweder durch die Stellung der Peco-Weichen oder durch separate Ansteuerung abschaltbar. Die Möglichkeiten der Zugbildung sind mit dieser Gleisanordnung auf einer Gesamtfläche der Anlage von nur 1,3 x 0,7 m erstaunlich. Alle Gleise entstanden aus Meterware, teils Peco, teils Fleischmann. Die Weichen (Peco) wurden zur Verringerung des Gleisabstandes teilweise ein Stück ineinandergeschoben.
Am oberen Bildrand ist der abnehmbare Kantenschutz aus Plexiglas zu sehen. Als Absturzschutz war er bisher nicht nötig.

Vorbild
Die Ortsgüteranlage von Shimatakamatsu, so steht es auch gut sichtbar auf dem Dach der Rampe. Im Hintergrund sind die beiden Gebäude des Zweirad-Salons zu sehen, rechts daneben der interessante Laden für den Verkauf von Holzkohle. Der Bedienstete vorn rechts ist mit seinen weißen Handschuhen keine Ausnahme in Japan.
Modell
Der bereits gemachte Hinweis auf die spezielle Gleisanordnung, der nur mit Selbstbau-Gleis möglich war, ergibt einen minimalen, aber noch realen Abstand der Gleise bei maximal möglicher Länge. Es gab bereits etliche Neuanschaffungen von Triebfahrzeugen, insbesondere von Dampflokomotiven mit bis zu vier Treibachsen, die gelegentlich Probleme bei engeren Radien haben. Solange diese nicht völlig ausgeräumt sind und noch Korrekturen an der Trasse notwendig werden, erfolgt, wie bereits erwähnt, noch kein Schottern der Gleise.

Vorbild
Wir sehen den südlichen Teil des örtlichen Güterbahnhofs. Die Gleislängen konnten kaum optimaler gestaltet werden. Rechts gibt es eine kleine Bahnmeisterei neben der Weiche, links daneben wieder ein Häuschen im „Hinterhof“, das über schmale Zugänge zwischen den Häusern zu erreichen ist. Genau in der Bildmitte erhebt sich die Okawa-Grundschule mit ihrem Schulhof und den Fahnenmast. Zu der Schule gleich ein paar weitere Informationen auf Bild 43.
Vom Kesselwagen-Ganzzug ist leider nicht viel zu sehen, dafür entschädigt uns die Traktion desselben mit einer Dampflok, für die wir hier den Typ D51 näher erläutern wollen. Ab 1936 wurden insgesamt 1115 Exemplare der Zweizylinder-Heißdampflokomotiven mit der Achsformel 1’D1’ geliefert und waren für den gemischten Dienst vor Personen- und Güterzügen auf Hauptbahnen konzipiert. Japan musterte sie erst zum Ende der Dampflokzeit im Jahre 1975 aus. Drei D51 sind stationär ausgestellt, unter anderem in Hiroshima. Betriebsfähig sind die D51 200  des Umekōji-Dampflokmuseums in Kyōto und die D51 498  der ostjapanischen Eisenbahn im Betriebswerk Takasaki.
Modell
Die Fahrbahnmarkierung in der Mitte der durchgehenden Hauptstraße wurde wirklich Strich für Strich vollzogen. Der Schulhof wurde aus 5 mm Architekturplatten hergestellt und angepaßt. Die typischen Bäume auf dem Schulhof gibt es bei Tomytec. Ganz rechts oben entstand in der Ecke ein Bauernhof mit Wohnhaus und Umgebung entsprechend dem noch zur Verfügung stehenden Platz.

Vorbild
Ein Blick in die Holzhandlung von Schreinermeister Hamasaki. Er hat reichlich zu tun und versorgt die Stadt mit einheimischem Bau- und Nutzholz. Die Auswahl auf seinem Hof ist beachtlich. Im Winter hat er es schwerer, da fällt reichlich Schnee. Wir kommen gleich noch einmal auf ihn zurück.
Sehr schön stellt sich die Unterführung des Fußweges zum Hotel dar. Links (über dem grünen Kinodach) ist am Bahnhof die überdachte Treppe nach unten, oben neben dem „Hotel am Bahnhof“ die gleichfalls überdachte Treppe nach oben. Eine Fußgänger-Überführung aus preiswertem chinesischem Stahl wäre günstiger gewesen, aber das hätte nicht in unser schönes Stadtbild gepaßt.
Modell
Die Holzstapel auf dem Hof entstanden alle aus gelasertem Echtholz. Das gibt es als fertiges Zubehör bei diversen Kleinserien-Herstellern.
Statt der Wolkenkulisse diesmal im Motiv ein paar Berge im Hintergrund (auf dem Originalbild haben sie noch ihre Gipfel). Sie stammen aus dem Manga-Film-Programm des bekannten Ghibli-Studios, das in der Tōkyōter Vorstadt Mitaka seinen Sitz und ein Museum hat.

Vorbild
Das formidable Anwesen des stadtbekannten Holzhändlers und stellvertretenden Bürgermeisters  Hamasaki Yoshihiro ( 嘉浩,  der Nachname steht in Japan immer zuerst) mit seinen gelben Fahrzeugen. So klein das Firmengelände ist, was in Japan ja nicht verwundert, so gut nutzt er den zur Verfügung stehenden Platz. Den Baum ganz rechts hat er aber noch stehen gelassen. Durch die Tradition, daß in Japan bestimmte Gebäude nach längerer Zeit immer wieder neu errichtet werden, bleibt das Holz bei ihm nicht lange liegen.
Er ist übrigens nicht nachweislich verwandt mit der offiziellen „Kaiserin des Japan-Pop“  Hamasaki Ayumi, der führenden Lichtgestalt der japanischen Musik, die mit Hunderten selbst geschriebener Werke jede Art von Musikrichtungen von Tradition über Klassik bis Moderne perfekt auch auf der Bühne darzubieten weiß und seit fast 20 Jahren ihr Millionen-Publikum stetig zu begeistern versteht. Das nur nebenbei mit dem kleinen Hinweis zum Bild 44.
Modell
Die Fahrzeuge bekommt man in großer Auswahl teils relativ preiswert in Japan. Die bei uns glücklicherweise übliche Einteilung in Epochen sucht man, wie schon einmal in ähnlichem Zusammenhang erwähnt, in Japan allerdings vergeblich. Auf der Anlage Shimatakamatsu sind zwischen zwei- und dreihundert Passanten angeordnet. Das Aufkleben derselben entpuppte sich (im wahrsten Sinn des Wortes) oftmals als wahre Geduldsarbeit, bis der Kleber wirklich hielt und man ihn nicht sieht. Während der Ausstellung (Bild 44) und beim Transport fiel aber niemand von ihnen um.
Für die gezeigte Aufnahme aus fast Augenhöhe konnte der Tempelbereich entfernt werden, damit die Kamera Platz fand.

Vorbild
Lageplan und Stadtführer von Shimatakamatsu Alle wesentlich am Stadtgeschehen beteiligten Gebäude und Einrichtungen sind hier verzeichnet.
Die Windrose links zeigt mit Norden (kita, ) nach rechts, oben am Bahnhof ist also Westen (nishi, 西). Der gezeichnete Maßstab hat leider nicht aufs Bild gepaßt, aber die beiden braunen Güterwagen an der Ladestraße ergeben zusammen genau 50 Meter. Soviel zur Orientierung. Weit zum Laufen hat man es in der Stadt also nicht. Links und rechts der Durchgangsstraße sind die Nachbarorte aufgeführt, alles andere ist durchnumeriert und sogar mit ausländischen (hier deutschen) Untertiteln versehen.
Hier sehen wir nun einige Details, die die bisherigen Fotos vermissen lassen. Links oben am südwestlichen Rand ein schönes klassisches Landhaus mit Teich, rechts unten im Nordosten neben dem Stellwerk zwei Bauernhäuser und dann noch die beiden Häuser im „Hinterhof“ von Haus 14 und 30. Rechts oben im Nordwesten sind beim Hotel deutlich die beiden grünen Dächer der Unterführung zu sehen.
Und es fällt sofort auf, daß die Stadtverwaltung bei der Erstellung der freigegebenen Luftaufnahme aller Personen in die Häuser geschickt hat und auch die Fahrzeuge, bis auf die zwei Linienbusse, in die Nachbarorte verbannte. Der Grund dafür bleibt wie so manches unklar.

Vorbild
Premiere in Mitsuteru's Filmtheater: Der Streifen mit dem Titel „Mondscheinbankett“ ist soeben angelaufen! Um was für eine Kategorie von Filmkunst es sich dabei handelt, bleibt dem ausländischen Betrachter verborgen. Ebenso verborgen muß die Erkenntnis bleiben, ob der abendliche Kinobetrieb den Gästen im RyokanNaushika“ um die Ecke nicht den Schlaf raubt.
Für Kinokarten muß man bis zu 1.800 Yen bezahlen, das sind etwa 15 Euro. Oft ist der erste Monatstag billiger. Bei ausländischen Filmen werden zum Originalton japanische Untertitel gezeigt. Die Betrachtung einheimischer Filme kann bezüglich des Verständnisses zum Problem werden. Es gibt herausragende japanische Filmkunst, die wird man bei einem spontanen Kinobesuch „auf dem Lande“ jedoch schwerlich finden.
Auf der gepflegten Fahrbahn ist die gemalte Aufforderung zum Stop diesmal richtigherum zu sehen, wenn auch etwas verschwommen  (siehe auch das Bild mit Erklärung Nummer 6).
Modell
Der in manchen Bausätzen vorgeprägte Gehweg ist beim Befolgen der Anleitung nicht immer nutzbar, wie hier beim Traditionshotel, bei dem etwas Grünzeug den Durchgang behindert. Aber in Japan sind enge oder nicht vorhandene Fußwege nicht selten, das sieht man gut in Natura aus dem bereits erwähnten Google-Auto. Das Halteverbotsschild vor dem Kinoeingang erschien den Angehörigen der Polizeistation (links um die Ecke) berechtigt.
 

Vorbild
Die Okawa-Grundschule (大川 小学校) steht ausgerechnet an der Hauptstraße, dafür wird jedoch immer ein netter Polizist bereitgestellt, der sich kümmert. Für die Größe der Ortschaft ist die kleine Schule angemessen, der Schulhof ist geräumig und erinnert die Schüler durch den Flaggenmast immer daran, wohin sie gehören. Kawa    ist übrigens der Fluß, das vorangesetzte „O-“ ist Ausdruck der Verehrung.
Das japanische Schulsystem gliedert sich in 3 Stufen und umfaßt 6 Jahre Grund-, 3 Jahre Mittel- und 3 Jahre Oberschule. Schuluniformen sind übrigens für Mittel- und Oberschüler Pflicht. In der Schule herrscht die Prämisse der Harmonie mit allen daraus erwachsenden Vor- und Nachteilen. Sie dient der späteren Eingliederung in die japanische Gesellschaft. Bei den PISA-Studien zählt Japan zu den führenden Nationen. Durch den Kindergarten an die Einordnung in die Gruppe gewöhnt, fällt den Kindern der Wechsel in die Schule leicht. Zeugnisse gibt es dreimal im Jahr, Noten erst im dritten Schuljahr. Erstes Lesen und Schreiben lernen die Kinder bereits in der Vorschule, früh beherrschen sie dort auch schon erste Schriftzeichen und Rechenschritte. Vieles wird gemeinsam getan, und es wird sehr bald Wert auf Disziplin gelegt. Ab der vierten Klasse sprechen die strengen Lehrer per „Sie“ mit den Schülern. Hier gibt es noch den unumgänglichen Respekt vor der Lehrerschaft.
Noch etwas zum Namen der Schule. Als damals am 11. März 2011 der Tsunami die Ostküste überschwemmte, strömte die Flutwelle bei Ishinomaki in der Nähe von Sendai (Pazifikküste im nördlichen Japan) den Fluß Kitakami hinauf und vernichtete die nur vier Kilometer von der Küste im Flußtal liegende „Okawa“-Grundschule mit 74 Schülern. Sie wären leicht zu retten gewesen, hätte man sich entschieden, den nicht einmal 50 Schritte (!) entfernten Naturlehrpfad, der den benachbarten Berg weit hinaufführt, zu nutzen. Die Lehrer wußten, was kommt, aber zögerten, und bereits flüchtende Kinder wurden zurückgerufen. Nur wenige Kinder und ein Lehrer überlebten. Bis heute gibt es keine Erklärung bzw. eine Aufarbeitung.
Im schmerzhaften Andenken an die auf schlimme Art unnötig umgekommenen sechs- bis zwölfjährigen Kinder wurde der Schule in Shimatakamatsu der Name Okawa zur Verpflichtung, sie nicht zu vergessen.

Shimatakamatsu als Exponat
Im Mai 2015 fand im EKŌ-Haus der Japanischen Kultur in Düsseldorf-Niederkassel die dreiwöchige Ausstellung der Anlage mit dem originalen Namen der Stadt Shimatakamatsu (島高松) statt, am letzten Tag gekrönt vom Japantag 2015 und im Ergebnis mit außerordentlich großem Erfolg. An dieser Stelle dankt der Erbauer dem EKŌ-Haus für die tatkräftige Unterstützung und jede erdenkliche Hilfe in der Vorbereitung und der Durchführung der Veranstaltung. Ein weiterer Dank an die zuverlässigen Versender des eingesetzten Materials, die in Kamen (NRW) und in Ōsaka in Japan (日本) für die schnelle und korrekte Lieferung aller benötigten Zubehörteile sorgten.
In der Glasvitrine an der Wand steht ein Modell vom berühmten Hōryū-ji Tempel bei Nara, des weltweit ältesten Bauwerks aus Holz und erstes japanisches Weltkulturerbe, im Original erbaut im Jahre 607. Im Modell dargestellt sind die fünfstöckige Pagode, die Goldene Halle (Kondō) und die sechseckige Halle des Traumes (Yumedono) sowie ein Teil des umgebenden Geländes. Das aufwendig gestaltete Modell stammt vom selben Architekten wie unsere Stadt Shimatakamatsu, er hat den Hōryū-ji dem EKŌ-Haus der Japanischen Kultur als Geschenk übergeben. Er ist an schöner Stelle in der Nähe des Empfangs dauerhaft ausgestellt. Zum EKŌ Haus geht es hier:  www.eko-haus.de
Und ein ganz besonderes Dankeschön an  Hamasaki Ayumi あゆみ, die in schweren Stunden des bedrohlich näherrückenden Ausstellungstermins und dabei längst nicht fertiger Anlagengestaltung mit ihrer Musik für den notwendigen Ausgleich und Entspannung sorgte. Ohne sie wäre es mit Sicherheit nicht so gut gelungen (nachträglich eingefügt im Bild oben Mitte).      Ayu, どうもありがとうございました !!    (d.h. vielen herzlichen Dank).
Modell
Für den Schutz der Anlage wurde eine exzellente Sonderfertigung für die Abdeckhaube aus 10 mm Plexiglas von Firma Train Safe im Siegerland hergestellt und geliefert; sie überstand die drei Wochen schadlos und ohne Kratzer. Erwähnenswert ist noch, daß die Anlage zur Ausstellung nicht als Modellbahn, sondern als reines Architekturmodell ausgewiesen wurde. Somit wurde von vornherein im Interesse der Besucher der Eindruck eines Spielzeugs vermieden. Und darum ist auch nichts an Zügen gefahren, obwohl ein abwechslungsreicher Betrieb jederzeit möglich gewesen wäre.  

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