Bitte warten...

SENDETERMIN Fr, 6.9.2019 | 14:30 Uhr | SWR Fernsehen

Folge 905 XL Mit dem Zug durch Ecuador

Momentan erfährt die Eisenbahn in Ecuador eine Renaissance. Präsident Rafael Correa hat die Eisenbahn zum Symbol der nationalen Einheit erklärt. Seit 2013 ist die Hauptstrecke zwischen der Küstenstadt Guayaquil und der Hauptstadt Quito wieder in Betrieb, für uns ein Grund dieses ferne, südamerikanische Land mit dem Zug zu entdecken...

Ab Sommer 2013 fährt der Tren Crucero, ein historischer Zug vom Pazifik hinauf in die Anden. Jeder Waggon ist einer bestimmten historischen Epoche gewidmet, so dass die Passagiere auch in die Geschichte des Landes eintauchen. Nachdem der Zug die Küste verlassen hat wechselt in Durán das Zugpferd. Bis Bucay wird der Zug von einer Dampflokomotive gezogen. Wir besuchen den Nebelwald und treffen hier Mitglieder einer Shuar Gemeinde, eines indigenen Volkes.

1/1

Folge 905 XL

Mit dem Zug durch Ecuador

In Detailansicht öffnen

Eine Schlepptenderlok der US-Firma Baldwin in Santiago de Quito. Bis 1992 war sie noch im Regeldienst.

Eine Schlepptenderlok der US-Firma Baldwin in Santiago de Quito. Bis 1992 war sie noch im Regeldienst.

Tren Crucero unter Dampf vor Riobamba

Dampflok in Santiago de Quito.
(Heizer), Alexander Schweitzer (Autor), Edgar Garces (Ecuadors einziger Dampflokführer), Joachim Krug (Kameramann), Michael Geißer (Tonmann) und Peter Lauffer (Producer)

Der Tren Crucero in Huigra

Joachim Krug, Kameramann, bei der ältesten Indianergruppe Ecuadors – den Shuar

Die transecuadorianische Eisenbahn ist 450 Kilometer lang und führt von der Pazifikküste hinauf ins Andenhochland.

Diesellok

Teamfoto: Peter Lauffer (Producer), Joachim Krug (Kameramann), Alexander Schweitzer (Autor), Michael Geißer (Tonmann), vlnr

Nach dem Bahnhof Sibambe beginnt der Aufstieg zur sagenumwobenen Teufelsnase, der Nariz del Diablo.

Autor Alexander Schweitzer in Ecuadors Hauptstadt Quito

Spektakulärer Aufstieg auf der Teufelsnase

Ecuador - Oberhalb der Teufelsnase durch die Anden

Danach kommen wir nach Riobamba. In der beliebten Bergsteiger-Provinz schauen wir uns eine typische Blumenfarm an und erfahren im Museum am Bahnhof etwas über die bewegende Geschichte der letzten Eisstecher des Chimborazo, dessen schneebedeckten Gipfel man von hier gut sehen kann. Mittags ist eine Stärkung nötig, denn nun beginnt der abenteuerlichste Teil der Reise, die Zugfahrt auf die Teufelsnase. Diese Strecke galt als die schwierigste der Welt. Hier beginnt der Andenanstieg an der Narzi del Diablor oder Teufelsnase.

Die Teufelsnase ist ein 100 Meter großer Felsvorsprung, durchschnitten von Spitzkehren, in denen die Geleise fast übereinander liegen. 500 Höhenmeter werden hier überwunden. Die Strecke wurde zwischen 1899 und 1908 gebaut und war damals ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Heute verlangt sie nach wie vor nach einem ordentlichen Schluck selbstgebrannten Schnaps, denn der Zug fährt bis auf eine Höhe von 3600 Metern über dem Meer.

Wir kommen auch nach Lasso und besuchen auf der "Allee der Vulkane" den Cotpaxi-Nationalpark. Nun sind es nur noch 50 Kilometer bis nach Quito, der Hauptstadt Ecuadors, dem Endpunkt unserer Reise mit dem Tren Crucero.