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SENDETERMIN Mi, 10.7.2019 | 14:15 Uhr | SWR Fernsehen

Folge 484 Zwischen IC und Dampfloktod - die 70er Jahre

50 Jahre Baden-Württemberg – Teil 5 mit Schwerpunkt auf den siebziger Jahren.

Die 70er Jahre - eine Umbruchphase. Stillstand auf der Straße, zögerlicher Aufbruch auf der Schiene. Modern und schnell - der neue Intercity, IC. Er ist die Antwort der Deutschen Bundesbahn auf die Wachsende Konkurrenz des Flugzeugs und Automobils im Fernreiseverkehr. Komfortabel und bequem, so soll sich der Geschäftsreisende in diesem 1.-Klasse-Zug wohlfühlen. 1971 wird diese Zuggattung erstmals eingesetzt. Wirklich revolutionär ist der neue Taktverkehr. Das gibt es in Deutschland bisher noch nicht.

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Folge 484

Bilder zu den Berichten über die 70er Jahre:

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Komfortabel und bequem - Der Geschäftsreisende soll sich in diesem Erste-Klasse-Zug wohlfühlen. Der neue IC war die Antwort der Deutschen Bahn auf die wachsende Konkurrenz des Flugzeugs und Automobils im Fernreiseverkehr.

Komfortabel und bequem - Der Geschäftsreisende soll sich in diesem Erste-Klasse-Zug wohlfühlen. Der neue IC war die Antwort der Deutschen Bahn auf die wachsende Konkurrenz des Flugzeugs und Automobils im Fernreiseverkehr.

Blick in den Führerstand der IC-Zuglok, Baureihe 103.

Die IC-Züge wurden hauptsächlich von Lokomotiven der Baureihe 103 gezogen. Ihre Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h konnten sie aber auf den alten Gleisen mit den vielen Kurven nicht ausfahren.

In Baden-Württemberg wurde damals die Neubaustrecke Stuttgart-Mannheim projektiert - ein Streitobjekt. Heute zischen hier die Züge mit Tempo 250 vorbei - Alltag.

Die 70er Jahre stehen auch für das Ende der Dampfzeit. 1976 waren die letzten Dampfwolken im Südwesten zu sehen.

Bahnbetriebswerk Ulm - nur Lokschuppen und Drehscheibe stammen noch aus der Dampflokzeit. Einst war hier eine Menge los.

1976 fuhr die letzte 03 von Ulm auf der "Schwäbischen Eisenbahn" an den Bodensee.

Die 03 131-0 in ihrer vollen Größe.

Bis in die 70er Jahre wurden auf "schwimmenden Brücken" Güterwagen über den Bodensee transportiert.

Auf der 13 km langen Strecke zwischen Friedrichshafen und dem schweizerischen Romanshorn gab es den Trajektverkehr bereits seit 1869. Güterwagen wurden auf Fähren oder sogenannten Trajektkähnen verschifft.

Anlegemanöver.

Die Fähre transportierte zwischen 1951 und 1974 ca. 125.000 Güterwagen über den See.

Auch in Stuttgart sollte der Betrieb sparsamer werden. Der Kopfbahnhof mit seinem ausgelagerten Abstellbahnhof erforderte eine große Anzahl von Rangierfahrten. Rund 550 Weichen mussten bedient werden.

Der Bau des damals größten Stellwerks in Deutschland wurde in Angriff genommen. Das Relaisstellwerk funktioniert noch heute. Die Technik stammt aber aus den 70er Jahren.

Im Relaisstellwerk in Stuttgart

In dieser Zeit wurde in Stuttgart die neue S-Bahn gebaut. Stuttgart verwandelte sich für Jahre in eine Großbaustelle. Auch die S-Bahn wird heute von diesem Stellwerk kontrolliert.

Seit 1970 ist die Bevölkerung im Großraum Stuttgart um 350.000 Menschen gewachsen. Ohne S-Bahn und Verbund wäre das Verkehrschaos vorprogrammiert.

In einem Fahrzeug der Stuttgarter S-Bahn.

In der BRD sind Dampfloks bis 1977 gefahren, in Baden-Württemberg aber nur bis 1976. In Ulm feierte die Bundesbahn-Direktion Stuttgart 1976 offiziell Abschied von der Dampflok. Die letzte Fahrt der 03 von Ulm auf der "Schwäbischen Eisenbahn" an den Bodensee.

Zwischen 1929 und 1974 war die "Schussen" im Trajektverkehr im Einsatz.

Stuttgart: Das damals größte Ralais-Stellwerk Deutschlands wird gebaut.

Auch ein Kind der 70er Jahre: die Stuttgarter S-Bahn.

Teaser Folge 484

Dampflokzüge unterwegs