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SENDETERMIN Mo, 26.8.2019 | 14:25 Uhr | SWR Fernsehen

910 XS Mit dem Zug durch den Iran

Ein unbekanntes wie widersprüchliches Land öffnet sich langsam. Um es kennenzulernen, bietet sich besonders eine Reise mit dem Zug an. Wir entdecken den Iran auf der Transiranischen Eisenbahn, der bedeutendsten Schienenverbindung des alten Persien. Die Strecke verläuft rund 1.400 Kilometer vom Persischen Golf über Teheran bis zum Kaspischen Meer.

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Folge 910 XL

Mit dem Zug durch den Iran

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Ein ebenso unbekanntes wie widersprüchliches Land öffnet sich langsam. Um es kennenzulernen, bietet sich eine Reise mit dem Zug an.

Ein ebenso unbekanntes wie widersprüchliches Land öffnet sich langsam. Um es kennenzulernen, bietet sich eine Reise mit dem Zug an.

Cheshmeh Ali wird dieses Quellbecken genannt, die Wasserqualität soll hier besonders gut sein für die Teppichpflege und zum Baden.

Heute ist der Iran eines der wenigen Länder in denen die Eisenbahn eine Renaissance erfährt. Platzkarten machen die Reise stressfrei und bequem.

Bahnhofshalle in Teheran, im Hintergrund ein übergroßer Koran

Lokomotive in Teheran

Karawanserei Mohammad Abad Kaj. Die Trasse zwischen Qom und Teheran folgt hier einer historischen Route – der Seidenstraße. Karawansereien gab es alle 30 bis 40 Kilometer, das entsprach in etwa der Tagesetappe einer Kamelkarawane.

Karawanserei Mohammad Abad Kaj. Die Trasse zwischen Qom und Teheran folgt hier einer historischen Route – der Seidenstraße. Karawansereien gab es alle 30 bis 40 Kilometer, das entsprach in etwa der Tagesetappe einer Kamelkarawane.

Schnellzug fährt mit Tempo 160 an der Karawanserei Mohammad Abad Kaj vorbei, Außentemperatur 50 Grad.

2.217 Meter – der höchste Punkt des iranischen Eisenbahnnetzes zwischen Dorud und Arak

Zwischen Dorud und Arak befindet sich der Scheitelpunkt der Strecke im Zagros-Gebirge.

Unterwegs mit enem Instandhaltungstrupp kurz vor Bisheh.

Der Wasserfall von Bisheh ist im ganzen Iran bekannt

Das Gleisbett ist durch die schweren Züge immer in Bewegung. Außerdem treffen hier im Zagros-Gebirge zwei Kontinentalplatten aufeinander, die zudem für Bewegung sorgen.

Einer der landschaftlich schönsten Abschnitte der Transiranischen Eisenbahn. Die Transiranische Eisenbahn verläuft hier 70 Kilometer im Tal des Flusses Dez.

Für die Menschen ist die Bahn ein wichtiger Arbeitgeber. Die sicheren Jobs bei der Staatsbahn sind begehrt, auch wenn die Arbeit hart ist. Inoffiziell liegt die Arbeitslosenquote im Iran bei mehr als 20 Prozent.

Über eine der mehr als 4.000 Brücken der Transiranischen Eisenbahn

Unser Zug verlässt Khoramshahr Richtung Norden. Unweit des Persischen Golfes machen wir uns auf der Transiranischen Eisenbahn auf den rund 1.400 Kilometer langen Weg ans Kaspischen Meer.

Der Bau der Transiranischen Eisenbahn war einst ein Vorzeigeprojekt des Schahs von Persien, eine zentrale Investition in die Infrastruktur.

Mohammadieh, der neue Bahnhof von Qom in einer Art Niemandsland weit vor den Toren der Stadt. Hier lebt zwar keiner, aber hier hat man Anschluss an die Schnellbahntrasse nach Teheran.

Kameramann Andreas Enderle und Tonmann Niklas Otto am Hauptbahnhof in Teheran

Veresk-Brücke. Sie wird wegen ihrer Bedeutung während des Zweiten Weltkrieges auch Siegesbrücke genannt. Mit 120 Metern ist sie die höchste Eisenbahnbrücke im Iran.

Wieder unten am fruchtbaren kaspischen Küstenstreifen. Hier wächst vor allem Reis.

Wir steigen ein in Khoramshahr am Schatt-el-Arab, dem Grenzfluss zwischen Irak und Iran. Vorbei an Ölfeldern erreichen wir Shushtar und besuchen die von der Unesco geadelten Wassermühlen. Nun beginnt der Aufstieg ins Zagros-Gebirge.
Atemberaubende Landschaften ziehen nun am Zugfenster vorbei bis wir zwischen Dorud und Arak auf 2.217 Metern Meereshöhe den Scheitelpunkt der Strecke und gleichzeitig den höchsten Punkt des iranischen Eisenbahnnetzes erreichen. Via Schnellbahntrasse erreichen wir mit Tempo 160 Teheran, die Hauptstadt des Iran. Im Ballungsraum Teheran leben mehr als 15 Millionen Menschen. Wir haben uns für den Besuch des großen Basars entschieden. Die letzte Etappe führt uns weiter in den Norden des Landesin das Elburs-Gebirge. In Bandar Torkaman am Kaspischen Meer endet unser orientalisches Schienenabenteuer.