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SENDETERMIN Fr, 8.11.2019 | 14:15 Uhr | SWR Fernsehen

Folge 974 Sachalin - Eisenbahngrüße vom Ende der Welt

Von Sachalin weiß man in Europa so gut wie gar nichts. Bis 1992 war die Insel im äußersten Osten Russlands Sperrgebiet, was zur Folge hat, dass bis heute auch die Einwohner Russlands kaum etwas über ihre "Schatzkammer" wissen. Auf und um Sachalin lagern die größten Erdöl- und Erdgas-Vorräte Russlands, die Insel hat in den letzten Jahren dadurch enorm an strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen.

Nach 2021, so wird spekuliert, soll der Baubeginn einer Brücke über den Tatarensund sein, selbst ein Tunnel zu der gerade mal 48 Kilometer weit entfernten japanischen Insel Hokaido ist angedacht.

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Folge 974

Bilder vom Ende der Welt

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Auf der Fahrt in den Ruhestand auf Sachalin: die DMU D 2 aus Japan

Auf der Fahrt in den Ruhestand auf Sachalin: die DMU D 2 aus Japan

Überbleibsel aus der Zeit der japanischen Besetzung. Triebwagen im Eisenbahnmuseum von Yuzhno-Sachalinsk.

Die neuen Loks für Sachalin auf der Breitspur LTS M62.

Die Teufelsbrücke, stillgelegte Strecke Yuzhno-Cholmsk.

Eine D 51 – Vorgängerlokomotive der TG 16 auf Sachalin.

Eine eigens für Sachalin konstruierte TG 16 auf dem Weg nach Kliuchi.

Eine TEM 18 vor einem Bauzug im Bahnhof von Cholmsk.

Eine TEM 18 vor einem Bauzug in Cholmsk.

Einfahrt der Transsib in Wanino mit einer 2TE10M.

Güterzug mit zwei TG 16 auf der Strecke Yuzhno – Poronaisk.

Kindereisenbahn in Yuzhno-Sachalinsk mit einer TU 10 Kolibri als Zuglok.

Personenzug der Sachalin-Eisenbahn mit einer TG 16 als Zugmaschine auf der strecke Tomai – Cholmsk.

Rangierfahrt in der RZD-Werkstatt in Prornaisk.

TGM 7 Rangierlok in Yuzhno-Sachalinsk.

Veteranen unter sich. (v.rechts) Der japanische DMU-DD2-Triebwagen auf dem Weg aufs Altenteil, die inzwischen ausgemusterte TG 16 und eine D51.

Voraussetzung für all diese Überlegungen aber ist eine Umstellung des Schmalspur-Eisenbahnnetzes auf die russische Breitspur. Und genau diese wurde 2019 zwischen Juni und September realisiert.

Der Film folgt der Transsib, der längsten Eisenbahnstrecke der Welt, die letzten Kilometer bis nach Wanino im Osten des russischen Kontinents. Von dort aus wird Sachalin mit Hilfe von drei Fähren rund um das Jahr mit allem versorgt, was man auf der Insel braucht. Der Film fährt mit den Datschazügen, mit denen die Bewohner den Städten im Sommer "entfliehen" und wo sie Urlaub vom Arbeiten machen können. Der Film erklärt das Wachta-System, das den Einwohnern Sachalins auf den Ölplattformen, in den Erdgas- und Erdöl-Raffinerien zehn Tage Arbeit und dann immer wieder zehn Tage Freizeit gibt. Der Transport für alle Arbeiter zu den Arbeitsplätzen vor allem im Norden von Nogliki geschieht über das mehr als 800 Kilometer lange Eisenbahnnetz Sachalins.

(ESD: 08.11.2019)