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Folge 971 Côte Bleue – Von Miramas nach Carry-le-Rouet

Der schnellste Weg mit der Bahn von Paris an die Côte d’Azur verläuft über Lyon und Marseille. Wer etwas mehr Zeit hat und einen nicht so bekannten, aber mindestens genauso schönen Küstenabschnitt entdecken möchte, steigt 50 Kilometer vor Marseille in Miramas um in den Train de la Côte Bleue.

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Côte Bleue – Von Miramas nach Carry-le-Rouet

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Drehbrücke kurz nach der Öffnung. Das Viadukt von Caronte befindet sich zwischen Port-de-Bouc und Martigues. Die Brücke ist einzigartig.

Drehbrücke kurz nach der Öffnung. Das Viadukt von Caronte befindet sich zwischen Port-de-Bouc und Martigues. Die Brücke ist einzigartig.

Die Brücke verschlang 13 Prozent der Baukosten der Ligne de la Côte Bleue. Sie ist 943 Meter lang.

Der Drehmechanismus wird von vier Citroën-Motoren angetrieben.

Einmal am Tag wird sie – nach Voranmeldung – für die Durchfahrt großer Schiffe geöffnet.

Sie hatte eine große Bedeutung und wurde beim Rückzug der Deutschen im Zweiten Weltkrieg 1944 von der Wehrmacht teilweise zerstört.

Blick auf Carry-le-Rouet vom ehemaligen Anwesen des Schauspielers Fernandel (Camillo und Pepepone). Einst ein abgelegenes Fischernest war der Ort nach dem Bau der Bahnlinie ab 1915 gut an Marseille angebunden. Heute gilt Carry-le-Rouet als wichtigster Badeort der Côte Bleue.

Die Villa von Fernandel. Der Schauspieler war 1903 in Marseille geboren worden und verbrachte hier viele Sommer. Er liebte das Angeln und das Boule-Spielen.

Fischerin Aline Espana bei Sonnenaufgang auf dem Étang de Berre. Lange gab es nur wenige Fische im See, weil ein nahes Elektrizitätswerk zu viel Süßwasser in den See leitete.

Dreharbeiten auf dem Fischerboot. Aline fährt im Sommer jeden Tag raus auf den See. Im Winter verdient sie ihren Lebensunterhalt als LKW-Fahrerin.

Wildpferde in der Camarque am Étang de Berre direkt gegenüber von Alines Bootsanlegestelle.

Das Viadukt von Caronte – geöffnet für die Durchfahrt großer Schiffe.

Interview mit Brückenwart Michel Bouard während die Brücke öffnet. Michel kennt die Brücke von Kindesbeinen und ist mächtig stolz, Herr der Brücke zu sein.

Blick von der geöffneten Brücke.

Kameramann Lorenz Pagés beim Dreh mit dem Kamerakran.

Hubschrauber vor den Luftaufnahmen. Für die Sendung wurde der Zug an den schönsten Stellen auch aus der Luft gefilmt.

Sonnenaufgang an der Côte Bleue

Morgens an der Côte Bleue – Pendlerzug Richtung Marseille.

Dreharbeiten bei Sonnenaufgang auf dem Étang de Berre.

Autor Alexander Schweitzer während der Flugaufnahmen.

Dieser Zug fährt auf einer der schönsten Panoramastrecken Südfrankreichs, 60 Kilometer größtenteils entlang der Mittelmeerküste mit herrlichen Sandstränden, lauschigen Felsbuchten und glasklaren Flüsschen. Die Côte Bleue ist weniger bekannt als ihre große Schwester Côte d’Azur, dafür aber längst nicht so überlaufen. Es bietet sich eine Kombination aus Zugfahrt und Wanderung auf dem Küstenweg an. Wir kommen an Orte ohne Straße, wo uns nur die Füße oder die Bahn hinbringen.

Im ersten Teil verlassen wir das Eisenbahnerstädtchen Miramas in Richtung Süden und fahren bald über eine einmalige Eisenbahnbrücke, die den Canal de Caronte überspannt. Bei Bedarf öffnet sich einmal am Tag die Drehbrücke, damit große Frachtschiffe den Kanal passieren können. Danach beginnt der wohl landschaftlich schönste Abschnitt der Ligne de la Côte Bleue.
Unsere nächste Station heißt Carry-le-Rouet. Einst ein abgelegenes Fischernest war der Ort nach dem Bau der Bahnlinie ab 1915 gut an Marseille angebunden. Heute gilt Carry-le-Rouet als wichtigster Badeort der Côte Bleue. Schon der französische Schauspieler und Sänger Fernandel war von Carry-le-Rouet so angetan, dass er sich hier nach dem Zweiten Weltkrieg eine Villa über dem Hafen bauen ließ.