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SENDETERMIN Fr, 3.5.2019 | 14:15 Uhr | SWR Fernsehen

Folge 964 Bahnknoten Portland

Güterzüge, die am mächtigen Columbia River entlang donnern, riesige Hebe- und Drehbrücken und eine reichhaltige Eisenbahngeschichte, das alles bietet der "Bahnknoten Portland". Die Stadt im nordwestlichen US-Bundestaat Oregon liegt an der Mündung des Willamette Rivers in den Columbia River und ist eine quirlige Hafen- und Industriemetropole und nicht zuletzt ein Dorado für Eisenbahnfreunde.

Doch es gibt nicht nur einen vielfältigen "großen" Bahnverkehr, Portland hat als eine der wenigen Städte Amerikas ein modernes Straßenbahnsystem. Ein Eisenbahnmuseum lässt die Zeit der alten Luxuszüge wieder aufleben und nicht zuletzt gibt es in der Stadt eine lebendige Modellbahnszene - Grund genug, dass "Eisenbahn-Romantik" den Bahnknoten Portland ein Porträt widmet.

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Folge 964

Bilder vom Bahnknoten Portland

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Der Columbia River Gorge ist die beeindruckende Schlucht des Columbia Flusses unweit von Portland. Der Fluss bildet streckenweise die Grenze zwischen den Bundesstaaten Oregon und Washington im Nordwesten der USA.

Der Columbia River Gorge ist die beeindruckende Schlucht des Columbia Flusses unweit von Portland. Der Fluss bildet streckenweise die Grenze zwischen den Bundesstaaten Oregon und Washington im Nordwesten der USA.

Am Südufer liegt die Bahnlinie die Hauptsächlich von der Union Pacific Railroad benutzt wird.

Am Fluss ist viel Betrieb. Ganz klein im Hintergrund ist ein weiterer Güterzug zu sehen, der sich am anderen Flussufer Richtung Portland bewegt.

Die Strecke am Nordufer des Columbia River wird von der BNSF benutzt.

Teilweise ist die nördliche Strecke auf einem Damm geführt.

Die mächtigen Loks faszinieren, wenn sie am Betrachter vorbei donnern.

Der Eisenbahn-Romantik Kameramann am Columbia River Gorge – im Abendlicht gelingen besonders schöne Aufnahmen.

Drei mächtige sechsachsige Dieselloks vor einen Güterzug sind keine Seltenheit – eher der Normalfall...

... und zwei weitere am Zugschluss.

Ein Panorama des Columbia River Gorge. Der Crown Point ist der berühmteste Aussichtspunkt. Der Fluss ist hier so breit, weil er aufgestaut ist, früher war der Columbia River hier ein reißender Strom.

Die Multnomah Falls mit insgesamt 188 Metern Höhe liegen direkt an der Bahnstrecke – allerdings trotz eigentlich hoher Zugfrequenz, wollte sich an diesem Abend auch nach Stunden kein Zug zeigen.

Ein Güterzug der BNSF kommt um die Ecke und wieder ist winzig am anderen Flussufer ein Zug der Union Pacific zu sehen.

Amerikaner sind freundliche Menschen – der Lokführer des Güterzugs grüßt das Eisenbahn-Romantik Team.

Ein Bahnbetriebswerk der BNSF – die Bahngesellschaft ist inzwischen ein Zusammenschluss aus mehreren hundert (!) Bahngesellschaften. Die größten früher unabhängigen sind die Santa Fe, Burlington Northern und Great Northern Railway.

Sogar eine relativ moderne Drehscheibe ist vorhanden.

Portland und der Columbia River Gorge im Modell. Der Railroad Club gleichen Namen hat sich die faszinierende Bahnlandschaft rund um Portland zum Thema gemacht.

Viel Liebe zum Detail steckt in der Anlage – viel Arbeit auch, immerhin füllt sie einen rund 9 mal 25 Meter großen Raum.

Das könnte auch fast ein Stellwerk für die große Bahn sein.

Die elektrische Zentrale der Modellbahn. Die Anlage besteht schon seit einigen Jahren, inzwischen wird sie auf eine digitale Steuerung umgebaut.

Alte und neue Steuerungstechnik nebeneinander. Die Bedienungsmannschaft für die Anlage hat einen ihren Platz auf einer erhöhten Galerie – so hat sie immer einen guten Überblick.

Ein Santa Fe Zug wie er in den fünfziger Jahren unterwegs war.

Die Dreharbeiten an einer Modellbahn sind aufwendig, viel Licht muss aufgestellt werden.

Eine "PA", eine Diesellok der Lokomotivfabrik ALCO. Sie steht im Oregon Rail Heritage Center ein Eisenbahn-Museum, eine Schatzkammer der Eisenbahn. Hier kümmern sich Eisenbahnfreunde um Loks und Wagen. Die "PA" war in ziemlich beklagenswerten Zustand, ehe sie hier restauriert wurde.

Auf dem Außengelände des Museums stehen noch viele Raritäten - und über das Gelände führt eine Brücke mit Straßenbahn. Eine Straßenbahn! Das ist in den USA eine echte Rarität.

Die Straßenbahn in Portland ist ein sehr modernes Verkehrsmittel, erst in den neunziger Jahren begannen die Planungen, 2001 wurde die erste Linie eröffnet.

Portland ist berühmt für seine vielen Brücken. Bei dieser kann der Mittelteil angehoben werden, um Schiffe durchzulassen. Der Willamette River fließt in Portland in den Columbia River.

Besonders häufig sind Stahlbrücken.

Und noch eine Brücke – Portland hat sie in allen Größen und Ausführungen.

In Portland liegt viel am – manches sogar im Wasser. Zum Beispiel eine ganze Siedlung auf Pontons gebaut. Hier wohnt auch Jan Zweerts und er hat eine "Gartenbahn" auf seiner Terrasse gebaut.

Die Modellbahn und die große Bahn nah beieinander, unser Kameramann stellt filmisch die Verbindung her.

Die Modellbahn und die große Bahn nah beieinander.

Jan Zweerts fährt uns mit seinem Boot nah an die Brücke heran. Er hat eine besondere Beziehung zur Eisenbahn: er ist Lokomotivführer und er ist Mitglied der "Rose City Garden Railway Society", über die haben wir in einem eigenen Film schon berichtet.

Tatsächlich kommt auch ein Zug – manchmal kann man Stunden auf einen Güterzug warten und auch die Personenzüge lassen trotz Fahrplan immer mal wieder auf sich warten. Hier Amtrak "Cascades", er fährt vom kanadischen Vancouver nach Portland und weiter nach Süden.

Und noch einmal ein Cascades Express – Cascades das ist eine Gebirgskette im Nordwesten der USA, sie ist geprägt von einigen Vulkanen. Eine landschaftlich spannende Gegend, die auch für den Eisenbahnfreund viel zu bieten hat. Eisenbahn-Romantik hat hier auch schon Museumsbahnen besucht.

Noch ein Bild dieser Brücke außerhalb Portlands, diesmal mit einem Güterzug.

Bei näherer Betrachtung scheint die Brücke in einem ziemlich maroden Zustand zu sein – allerdings legen Amerikaner großen Wert auf Sicherheit; es ist also anzunehmen, dass die Brücke, trotz optisch anderen Eindrucks wohl sicher sein dürfte.

Von Sicherheit hält der Autofahrer auf diesem Bild offenbar herzlich wenig: Er fährt bei geschlossener Schranke über den Bahnübergang – der Lokführer hupt und hupt markerschütternd laut. Den Automobilisten störts offenbar wenig.

Wenig Sekunden später passiert der Güterzug den Bahnübergang – diesmal ist nichts passiert.