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SENDETERMIN Fr, 12.10.2018 | 14:15 Uhr | SWR Fernsehen

Folge 939 Mit der Schmalspurbahn in Russlands Vergangenheit

In Russland gibt es viele Städte und Regionen, in denen vor allem eins gilt: Moskau – und damit die Verwaltungs- und Finanzzentrale - ist weit – und die Menschen vor Ort auf sich selbst angewiesen. Was heißt das für das Herz Russlands am Ural, wo immer schon die Versorgung des Riesenreichs mit Stahl und Holz gesichert wurde?

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Mit der Schmalspurbahn in Russlands Vergangenheit

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Das Eisenbahnmuseum von Jekaterinburg - auch so beliebt wegen seiner Statuen auf dem Platz vor dem Museum.

Das Eisenbahnmuseum von Jekaterinburg - auch so beliebt wegen seiner Statuen auf dem Platz vor dem Museum.

Für viele Besucher das eigentliche Highlight des Eisenbahnmuseums von Jekaterinburg: Die Statuen auf dem Museums-Vorplatz.

Dampfveteranen aus der Weltkriegs II-Zeit im Militärmuseum von Jekaterinburg.

Dampfveteranen der russischen Eisenbahn im Museum von Jekaterinburg.

Eine Orenstein & Koppel-Dampflokomotive, die 1931 gebaut wurde und im Schmalspurmuseum von Jektaerinburg auf ihre Inbetriebnahme wartet.

Russische Dampflok der Baureihe WP 4.

Weltkriegs II-Dampfveteran im Militärmuseum von Jekaterinburg.

Tscherepanow-Replica im Eisenbahnmuseum von Jekaterinburg.

Nachtzug der Waldbahn Alapajewsk im Bahnhof von Sankino.

Eine TU7A-3367, 2014 für die Waldbahn Alapajewsk gebaut.

Motordraisine der Waldbahn Alapajewsk.

TU7A-336 vor der Abfahrt nach Sankino

Ein Nachbau der Tscherepanow-Lok, der ersten in Russland gebauten Dampflokomotive im Museum von Nishni Targil.

Ein Nahverkehrszug der Serie ET 2 auf der Grenze Europa-Asien.

Elektrolok EP2K; diese Elektrolok wird im Personenfernverkehr in Russland eingesetzt.

Elektrolokomotive der Baureihe EP2K im Bahnhof von Jekaterinburg.

Elektrolokomotive EP2K im Bahnhof von Jekaterinburg vor der Transsib Wladiwostok-Moskau.

Fernzug auf der Grenze Europa-Asien.

Fernzug Jekaterinburg-Moskau mit einer EP2K Elektrolok und einem Lastochka (Schwalbe") Nahverkehrszug. 1.200 Triebwagen und Waggons werden in einem Joint-Venture von Siemens und der russischen Sinara-Group am Ural gebaut.

Güterzug auf der Grenze Europa-Asien.

Rangierlok TEM18DM im Bahnhof von Jekaterinburg.

Triebwagen der Baureihe Et2.

Schmalspur-Dampfveteran WP 4 im Wald des Museums Sverdlovsk.

TU 4 der Waldbahn Alapajewsk.

TU 4 im Rangier-Einsatz der Waldbahn Alapajewsk in Muratkovo.

TU4 der Waldbahn mit Personenanhäger in Muratkowo.


Jekaterinburg, das pulsierende russische Zentrum auf der Grenze zwischen Europa und Asien, kann sich in Lifestyle und Architektur durchaus mit westlichen Metropolen messen. Hier laufen alle wichtigen Verkehrsstränge zusammen, die Transsib auf dem Weg nach Wladiwostok oder Moskau macht hier Station, der internationale Flughafen bringt Manager aus aller Welt in das Zentrum der Stahl-, Eisenbahn- und Waffenproduktion Russlands.
Knapp 150 Kilometer weiter nördlich, in Alapajewsk, ist Beginn und Ende der Waldbahn, die in diesem Jahr 120-jähriges Bestehen feiert. Das größte funktionierende Schmalspurnetz Russlands wurde schon zur Zarenzeit gebaut, versorgte die Stahlindustrie am Ural mit Holz – und alle Dörfer entlang der 250 Kilometer Streckennetz mit dem, was die Menschen zum Leben brauchten. Sie tut das bis heute, denn geteerte Straßen gibt es immer noch nicht und einige Dörfer sind in dem sumpfigen Gelände überhaupt nur über den Bahndamm erreichbar. Wer die Waldbahn bis zur Endstation benutzt, ist keine 200 Kilometer Luftlinie von Yekaterinburg im 19. Jahrhundert gelandet.
Der Film zeigt Russland entlang der Schmalspur-Eisenbahnstrecke von Alapajewsk, die ihre Bedeutung für den Holztransport weitgehend verloren hat und wo man in einigen Dörfern nur noch darauf wartet, dass die dort noch wohnenden, vor allem älteren Menschen nicht mehr leben. Der Film zeichnet den Kontrast zwischen der Metropole Jekaterinburg mit Transsib und westlichem Lifestyle und der Waldbahn von Alapajewsk nach. Moskau ist sowohl in Jekaterinburg als auch im Elf-Seelen-Dorf Kalach am Ende der Schmalspurstrecke sehr weit weg. Nur leben die Menschen in der Metropole im 21., die in Kalach unter den Bedingungen des 19. Jahrhunderts.