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SENDETERMIN Fr, 14.9.2018 | 14:15 Uhr | SWR Fernsehen

Folge 935 Gartenbahnen in Portland

Amerika ist ein großes Land und hat eine Eigenschaft, die vor allem Gartenbahner schätzen - es gibt Platz. Riesige Holzbrücken, die "Trestles", Wasserfälle und Strecken, die sich Gebirge hinaufwinden - das alles gibt es in kleinen Maßstab aber in großem Stil.

In der Hauptstadt Oregons, Portland, hat sich die "Rose City Garden Railway Society", eine Vereinigung von Gartenbahnern zusammen gefunden. Jedes der Mitglieder hat im Garten eine große Eisenbahn und Eisenbahn-Romantik durfte die Schätze bewundern. Von der realistischen Anlage auf der selbst die Pflanzen maßstabsgetreu wirken, bis zur knallbunten fünfziger Jahre Anlage gibt es fast alles. So individuell die Anlagen sind - alle Mitglieder der Society helfen sich gegenseitig.

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Folge 935

Bilder von den Gartenbahnen in Portland

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Die Lone Pine & Western Railroad - Nur eine Gartenbahn, aber sieht sie nicht so aus, als ob man einer realen Dampflok gegenübersteht?

Die Lone Pine & Western Railroad - Nur eine Gartenbahn, aber sieht sie nicht so aus, als ob man einer realen Dampflok gegenübersteht?

Die Gleise der Gartenbahn sind auf eigens aufgeschichteten Felsterassen verlegt.

Sogar ein Wasserfall tost auf der Anlage. Der Erbauer Tom Gaps wollte möglichst realistisch Schluchten und Felslandschaften darstellen.

Der Tunnel wirkt wie aus dem Fels gehauen - Berge und Schluchten sind allerdings eigens aufgeschichtet und der Tunnel ist mit Holz verschalt.

Auf dem Tender ist der Name seiner Bahnlinie aufgedruckt - amerikanische Modelleisenbahner geben ihren Anlagen oft ganz individuelle Namen und schaffen so ihre eigene Privatbahn.
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Die Verbindung von Wasser und Brücken hat es Tom Gaps besonders angetan.
 

Das Modell eines alten Pflugs auf dem "Flatcar" - in der Gebirgslandschaft allerdings ist mit einem Pflug wenig anzufangen, er wird in eine fiktive ferne Gegend gefahren.

Für das Eisenbahn-Romantik Kamerateam ist der "Dreh" bei Tom Gaps ein Genuss - selten sieht man so realistische Anlagen in einem Garten.
 

Die Bahnstrecke folgt dem "Clear Water River" - hier gibt es nicht einfach ein bisschen Wasser, der Fluss ist wesentlicher Bestandteil der Anlage.

Vor allem Holz wird transportiert auf der kleinen Nebenbahn. Eine Ausweichstelle ist mitten in der Schlucht.

Der Betriebshof der Anlage mit Lokschuppen und Drehscheibe, hier werden die Züge gebildet, die dann ihren langen Weg über die Anlage nehmen.

Eine weitere Brücke über den Fluss, der sich durch die ganze Anlage zieht. Tom Gaps hat all seine Brücken selbst gebaut.

Und noch ein Bild aus der Schlucht, sie ist einfach malerisch...

 Eine Ebene höher fährt ebenfalls die Eisenbahn - die Strecke ist raffiniert verschlungen.

Der Güterzug ist nach langer Fahrt - der Zug braucht rund fünf Minuten über die Anlage - in einer Goldgräber Siedlung angekommen.

Auf die sorgfältige Bepflanzung mit Moosen und niedrigen Pflanzen legen Tom und seine Frau Betty größten Wert.

Sinn für Humor hat Tom Gaps und bei Kindern kommt der traurig dreinblickende Vierbeiner gut an - ob es ihm auf dem Tender nicht gefällt?

Der Erbauer Tom Gaps und der Eisenbahn-Romantik Kameramann. Hier deutlich sichtbar: die Anlage ist auf einem zementierten Podest - "Wenn man älter wird", sagt Tom Gaps, "fällt einem das Bücken schwer und die Züge fast auf Augenhöhe zu sehen ist auch viel schöner."

Eine gewaltige „Trestlebridge“ auf Gary Lees Baker and Grande Ronde Railroad. Die Holzbrücken sind für die USA typisch und wie das Original wirkt sie imposant und fragil zugleich.

Zwischen dem Gleis und dem Abgrund sind nur ein paar Balken.

Doch es gibt nicht nur Schluchten und Abgründe, manchmal schlängelt sich der Zug auch durch einen Paradiesgarten. Gerade bei der Bepflanzung haben sich Gary und Jonette Lee größte Mühe gegeben.

Auch eine Wassermühle gibt es auf Gary Lees Anlage, selbstverständlich fließt ein kleiner Bach vorbei – die Bachläufe sind wesentlicher Bestandteil der Anlagengestaltung.

Die Brücke hat Gary Lee selbst gebaut – so wie er auch jeden Nagel in jede Schwelle seiner Gleise geschlagen hat. Gary Lee ist einer der wenigen Modellbauer, der seine Gleise für eine Gartenbahn selbst baut

Bei diesem Anblick könnte einem fast im Garten schwindlig werden.

Mitglieder der "Rose City Garden Railway Society", der Vereinigung von Garten-Bahner in Portland, Oregon, haben sich in Bill Dervilles Garten getroffen.

Gemeinsam bestreiten die Garten-Bahner einen "Operations Day", ein Tag an dem nach Plan gefahren wird.

Ein Eisenbahner ist zuständig für die Aufgaben die seine Kollegen zu lösen haben: er vergibt Aufträge, einzelne Wagen bei Fabriken, oder Bergwerken abzuliefern. Ein andrer ist der "Dispatcher" er vergibt die Fahraufträge für die Züge.

Jeder Wagen, jede Lok haben ihr Kärtchen. Ein Gartenbahn Betriebswerk in dieser Größe sieht man selten, selbst in Amerika, wo es an Platz meist nicht mangelt.

Beim "Operations Day" ist eine ganze Mannschaft damit beschäftigt, all die ausgeklügelten Fahraufträge abzuwickeln, die sich der Gastgeber ausgedacht hat.

Diese Anlage ist tatsächlich am Abgrund gebaut, rund zwanzig Meter geht es hinunter bis zu einem kleinen See.

John Stiger hat diese Anlage in einen steilen Abhang gebaut - 

Diese Gartenbahn ist eigentlich eine wahre Gebrigsbahn, hier musste kein Berg künstlich aufgeschüttet werden.

Auf der einen Seite der Anlage liegen die Gleise auf Felsterassen -

auf der anderen Seite verlaufen die Gleise aufgeständert auf meterlangen Brücken.

John Stiger inmitten seiner Freunde von der "Rose City Garden Railway Society".

Die feinen Drahtgeländer an der Brücke sehen nicht nur gut aus, sie haben auch einen realen Zweck, denn wenn ein Zug hier abstürzt, dann landet er womöglich im See.

Sogar eine funktionierende Klappbrücke hat John Stiger gebaut.

Selbst ein Gartenbahnzug wirkt klein in dieser Szenerie.

Am Fuß der Anlage ist ein Städtchen mit Erzminen, sie liefern die Begründung für die schweren Güterzüge, die sich den Abhang hinaufarbeiten müssen.

Vorbild ist die BNSF, die Burlington Northern and Santa Fe Railway wie sie früher hieß. Die BNSF ist heute eine der ganz großen Eisenbahngesellschaften in den USA.