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SENDETERMIN Mi, 11.7.2018 | 14:15 Uhr | SWR Fernsehen

Folge 917 Härtsfeld-Museumsbahn

Tradition und Zukunft auf der Schwäbischen Alb

1. Mai 2017: Die fünfzehnte Fahrsaison der Härtsfeld-Museumsbahn hat begonnen. Ganz im Osten der Schwäbischen Alb bündelt sich Tradition und Zukunft um ein bahnhistorisches Kleinod. Zukunft - da am Wiederaufbau der meterspurigen Bahntrasse seit über zwei Jahrzehnten gearbeitet wird und Tradition - da die Menschen auf dem Härtsfeld mit ihrem "Bähnle" tief verwurzelt waren und heute immer noch sind.

Der Erhalt dieser Bahntradition ist auch die Triebfeder für die Vereinsmitglieder der Härtsfeld-Museumsbahn. Sie konnten sich mit dem Aus der Bahn im Jahr 1972 nicht abfinden und machten möglich, was damals noch undenkbar war. Vor allem, da beim Sterben vieler Nebenbahnen 1972 hier auch die Gleise abgebaut wurden. Die Härtsfeldbahn war einst fünfundfünfzig Kilometer lang und verband den Bahnknoten Aalen mit dem bayerischen Dillingen, beförderte Menschen und Güter und sorgte für den Anschluss an die "Welt".

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Folge 917

Klein aber fein: die Härtsfeld-Museumsbahn

Zug und Kloster – das Benediktinerkloster Neresheim und die Härtsfeldbahn sind seit 1901 das Markenzeichen im Osten der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg.

Die Strecke der Härtsfeldbahn führt durch das idyllische Egautal. Einst gab es hier einen Gleisanschluß an den Härtsfeldwerken, der wichtigste Güterverkehrskunde der Bahn.

In Neresheim wird an diesem ersten Fahrtag auch die Dampflokomotive mit Wasser versorgt: Lok 12 das „Liesele“ ist eine von zwei Originallokomotiven. 1913 wurden sie von der Maschinenfabrik Esslingen für die Härtsfeldbahn gebaut.

Pünktlich um 11.20 Uhr verlässt der erste Dampfzug den Bahnhof Neresheim. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude ist heute das Museum der Härtsfeldbahn untergebracht.

Nach nur fünfzehn Minuten Fahrzeit ist die Endhaltestelle Sägmühle erreicht. Ja – zugegeben, die Strecke ist kurz – aber die Museumsbahn hat mit ihren Originalfahrzeugen einiges zu bieten.

Am 1. Mai 2017 ist trotz des einsetzenden Regens der Zug vollbesetzt. Und ab der Sägmühle lädt das Egautal zu Wanderungen und Spaziergängen ein.

Lok 12 am Klosteracker. Einst war die gesamte Strecke der Härtsfeldbahn vom Bahnknoten Aalen bis ins bayerische Dillingen 55 Kilometer lang.
1972 wurde sie stillgelegt, die Gleise abgebaut. Ein Umstand mit dem sich die Härtsfelder nicht abfinden wollten. 1985 gründeten sie den Verein Härtsfeld-Museumsbahn.
Und sie erschufen die Museumsbahnstrecke aus dem Nichts.

Bis zum 1. Oktober 2017 ist nun die Museumsbahn an ausgeschriebenen Fahrtagen auf der 3 Kilometer langen Strecke unterwegs.

Tradition und Zukunft bei der Härstfeldbahn: Originalfahrzeuge und Streckenweiterbau. Die Vereinsmitglieder machen schier unmögliches möglich!

Heute ist die Härtsfeldbahn eine Ausflugsattraktion im idyllischen Egautal zu Füßen des Klosters Neresheim. Und die "Schättere", wie sie im Volksmund genannt wird, bietet die Fahrt in originalen Dampflokomotiven und Wagen auf einer drei Kilometer langen Strecke. Zugegeben, das ist ein kurzes Fahrerlebnis, aber was die Vereinsmitglieder hier auf die Schiene gestellt haben, verdient Respekt und gewährt den Einblick in Tradition und Zukunft.