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SENDETERMIN Fr, 17.7.2020 | 14:00 Uhr | SWR Fernsehen

Folge 843 Von Bergen und Brücken - Auf schmaler Spur von Chur nach Arosa

Nur zwei Jahre brauchten die Bahnpioniere, um im Kanton Graubünden die 26 km lange Bahnlinie zwischen Chur und Arosa zu bauen.

Das war vor mehr als hundert Jahren. Am 12. Dezember 1914 wurde die schmalspurige Strecke in Betrieb genommen.

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Folge 843

Auf schmaler Spur von Chur nach Arosa – Bildergalerie

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Die Bahnstrecke Chur–Arosa, auch Arosabahn, Arosalinie, Aroserbahn oder Aroserlinie genannt, ist eine meterspurige Schweizer Schmalspurbahn. Sie wurde 1914 von der ehemaligen Aktiengesellschaft Chur–Arosa Bahn (ChA) errichtet, um den Graubündner Kantonshauptort Chur mit dem Kurort Arosa zu verbinden.

Die Bahnstrecke Chur–Arosa, auch Arosabahn, Arosalinie, Aroserbahn oder Aroserlinie genannt, ist eine meterspurige Schweizer Schmalspurbahn. Sie wurde 1914 von der ehemaligen Aktiengesellschaft Chur–Arosa Bahn (ChA) errichtet, um den Graubündner Kantonshauptort Chur mit dem Kurort Arosa zu verbinden.

Trotz vieler Schwierigkeiten konnte die Linie Chur-Arosa nach nur zwei Jahren Bauzeit im Jahr 1914 eröffnet werden.

Zug der Chur-Arosa-Bahn vor Peist

Seit 1942 ist die "Bahnstrecke Chur-Arosa" in das Netz der Rhätischen Bahn (RhB) integriert. Der ehemalige Unternehmensname wird dabei bis heute synonym als Bezeichnung für die Bahnstrecke verwendet.

Auf der Gesamtstrecke überwindet die Bahn insgesamt 1155 Höhenmeter. Unterwegs wird u.a. der Zwischenbahnhof Peist bedient, bevor die Bahn nach 25,681 Kilometern Fahrstrecke den am Obersee gelegenen Endbahnhof Arosa erreicht.

Das Kamerateam im Bahnhof Peist

Zug der Chur-Arosa-Bahn nach Peist

Zug der Chur-Arosa-Bahn nach Peist

Für die Gesamtstrecke benötigen die Züge etwas über eine Stunde. Es verkehrt stündlich ein Regio-Zug, für den Gesamtverkehr werden drei Garnituren benötigt. Hier in Litzirüti wird planmässig gekreuzt.

Allegra-Triebzug auf dem Langwieserviadukt

Zug der Chur-Arosa-Bahn auf dem Langwieser Viadukt

Zug der Chur-Arosa-Bahn auf dem Langwieser Viadukt

Die Strecke ist reich an Kunstbauten, darunter insgesamt 41 Brücken, 19 Tunnel sowie zwölf Lawinenschutz-Galerien. Eines der größten Kunstbauten ist das Langwieser Viadukt.

Zug der Chur-Arosa-Bahn auf dem Gründjitobel Viadukt

Güterzug am Ortseingang von Chur, daneben der Fluß Plessur

Zug der Chur-Arosa-Bahn kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Arosa

Eine knappe Stunde lang reisen die Fahrgäste – seit jeher hauptsächlich Touristen - von der ältesten Stadt der Schweiz hinauf in den 1155m höher gelegenen Wintersportort. Durchschnittlich sind das 60 Promille Anstieg. Dabei werden 52 Brücken und Viadukte überquert, 19 Tunnel und 12 Galerien durchfahren.

Eine besondere bautechnische Meisterleistung ist das Langwieserviadukt, mit einer Höhe von 64m und einer Länge von 284m die weltweit erste betonierte Eisenbahnbrücke dieser Größe. Eisenbahn-Romantik besucht die Arosalinie, eine der schönsten Strecken der Rhätischen Bahn.

Erlebnis Chur-Arosa-Bahn

Buch

Ueli Haldimann, Tibert Keller, Georg Jäger

Erlebnis Chur-Arosa-Bahn. Streifzug durch das Schanfigg

Verlag:
AS Verlag - Bücher, die begeistern
Genre:
Bildband
Länge:
192 Seiten
Preis:
43,90 Euro
Bestellnummer:
ISBN: 978-3-906055-25-1

Die Landschaft des Schanfiggs, ein von hohen Gipfeln umgebenes Tal, ist seit zwei Jahrtausenden durch die Landwirtschaft geprägt. Die schmucken Dörfer in den oberen Talabschnitten gehören zu den ältesten Walsersiedlungen des Kantons Graubünden.

Nach Irrungen und Wirrungen über den Streckenverlauf der Bahn wurde schluss­-endlich am 15. Juli 1911 der lange Streit um die Linienführung beendet und die Gesellschaft der Chur-Arosa-Bahn gegründet. Am 1. August 1912 wurden die Bauarbeiten an der rund 26 km langen Strecke aufgenommen und nach nur zweijähriger Bauzeit am 12.12.1914 eröffnet. Mit zahlreichen historischen Abbildungen wird der spektakuläre Bahnbau im topografisch schwierigen Gelände dokumentiert. Eindrückliche Farbfotos zeigen Linienführung der Bahn, von Chur nach Arosa, inmitten einer aussergewöhnlichen Landschaft.

Schon im 19. Jahrhundert wagten sich unternehmungslustige Reisende mit einem mehrstündigen Marsch in die damals noch kleine Walsersiedlung Arosa. Nach dem Bau der Poststrasse nach Arosa 1890 und der Begünstigung durch die Höhenluft entwickelte sich das einstmals einfache Bergbauerndorf zum mondänen Luftkurort, in dessen luxuriösen Sanatorien die schwindsüchtige Gesellschaft aus ganz Europa auf ihre Heilung wartete. Schon bald kam die Idee auf, zum schnell expandierenden Kurort eine Eisenbahnstrecke durch das Schanfigg nach Arosa zu bauen. Der aufkommende Tourismus in Arosa wird durch den Einfluss der Bahn in diesem Buch in Wort und Bild gezeigt.