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SENDETERMIN Do, 10.1.2019 | 1:55 Uhr | 3sat

Folge 749 Chepe - Bahnabenteuer im wilden Norden von Mexiko

Der Chihuahua al Pacifico, kurz genannt Chepe, hält sich genau an den Fahrplan.

Jeden Morgen um sechs Uhr setzt sich der -Zug, in Bewegung, gezogen von riesigen Diesellok.

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Folge 749

Chepe - Bahnabenteuer in Mexiko

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Die Estados Unidos Mexicanos, die Vereinigten Mexikanischen Staaten sind ein Land mit vielen Gesichtern.

Die Estados Unidos Mexicanos, die Vereinigten Mexikanischen Staaten sind ein Land mit vielen Gesichtern.

Im gebirgigen Norden liegen die Bundesstaaten Sinaloa und Chihuahua. Hier ist eine Attraktion zuhause, die die ganze Republik mit Stolz erfüllt: der einzige Personenzug in Mexiko, genannt Chepe.

Geplant war die Linie für einen lukrativen Güterverkehr zwischen Texas/USA und der Pazifikküste Mexikos. Als sie nach mehr als 60 Jahren endlich fertiggebaut war, gab es längst schnellere Wege für die Fracht.

Seitdem fahren auf einem großen Teil der Strecke regelmäßig Personenzüge über die wilde unwegsame Sierra Madre – die Route des Chepe gilt als eine der spektakulärsten Bahnreisen der Welt.

1995 wurde Mexikos Eisenbahn privatisiert. Größte Betreiberfirma ist die Ferromex, Abkürzung für Ferrocarril Mexicano. Sie fährt im Norden des Landes.

Chepe ist die Abkürzung für Chihuahua al Pacifico, eine Eisenbahnlinie, mit deren Bau man 1897 begann.

650 km wird der Chepe zurücklegen, von Los Mochis in Sinaloa bis Chihuahua in Chihuahua, eine 16-Stunden-Fahrt.

Mexikos Bahnlinien wurden nach dem Alphabet benannt. Von A bis Z ist alles vorhanden, nur sind einige Strecken längst abgebaut.

Es gibt derzeit keine sichere, bequemere und günstigere Art, über die raue Sierra Madre zu reisen .... und auch keine schönere.

Das Dach der Sierra Madre ist eine schroffe, zerklüftete Landschaft. In ihre Täler und Schluchten sind einst die Raramurí, eine ethnische Gruppe hier im Südwesten des Staates Chihuahua, vor den spanischen Eroberern geflüchtet, die sie zur Arbeit in den Silberminen der Region zwingen wollten. Der indianische Name „Raramurí“ wurde von den Spaniern
in „Tarahumara“ verändert. Und so wird das Gebiet auch Sierra Tarahumara genannt.

Er verbindet die Pazifikküste Mexikos mit der Stadt Chihuahua im Nordwesten des Landes. Dabei klettert der Zug von der Höhe des Meeresspiegels auf 2400 m Höhe hinauf in die Berge der Sierra Madre, fährt über 39 Brücken, durch 86 Tunnel und schraubt sich auf Serpentinen und Schleifen in eine unvergleichliche Landschaft hinein.


Die Fahrt entlang der Barranca del Cobre, der Kupferschlucht, ist ein unvergessliches Erlebnis. Vor den Bahnpassagieren öffnet sich das größte Canyon-System der Welt mit Schluchten tiefer als der Grand Canyon in Arizona.