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Demokratie-Forum Hambacher Schloss Die angegriffene politische Kultur und die gelähmte Republik – Populismus zwischen Ausnahmezustand und deutscher Normalität

Mittwoch, 13. September 2017, 19.00 Uhr

Nach den Wahlerfolgen von Rechtspopulisten bei den Landtagswahlen, der zunehmenden Verankerung dieser Strömungen in unseren Nachbarländern und begleitet von der Wahl eines unberechenbaren US-Präsidenten sowie dem Brexit-Sieg der Europa-Gegner in Großbritannien steht fest: Rechtspopulisten gewinnen weltweit an Zustimmung, verändern das politische Klima, beeinflussen die politische Agenda etablierter Parteien und (in)direkt auch die noch möglichen Koalitions-Konstellationen.

Aktuelle Studien belegen: Ihre Anhänger_innen stimmen mehrheitlich fremdenfeindlichen (68%), muslimfeindlichen (64%) ... sowie Abwertungen von Asylsuchenden (88%) und arbeitslosen Menschen (68 %)  zu.

Nicht nur die  etablierten Parteien, sondern auch die großen gesellschaftlichen Organisationen  stehen unter Schockstarre und wissen nicht, wie sie mit dem "Phänomen Rechtspopulismus" und verunsicherten und frustrierten Wählern umgehen sollen?

Daraus folgen u.a. die Fragen:

  • Aus welchen Quellen und Motiven  speist sich der zunehmende Populismus?
  • Handelt es sich um eine reine Protestströmung oder werden berechtigte Anliegen auf die Tagesordnung der Politik gesetzt?
  • Wie verändern sich mit dem hassgetriebenen  Rechtspopulismus das politische Klima, mögliche Koalitionsbildungen und parlamentarische Praxis in Deutschland
  • Welche Folgen hat die angestrebte nationale Abschottung für ein weltoffenes Deutschland und den Wirtschaftsstandort?
  • Welche Antworten hat  die  (weitgehend passive) Zivilgesellschaft auf den Entwurf einer "völkischen Politik"?
  • Wie muss sich das gesamte Betriebssystem der Politik ändern, damit sich die „Demokratie als Lebensform“ entfalten kann?
  • Weitgehend übereinstimmend wird eine "Repräsentationslücke" festgestellt. Braucht es eine Renaissance des Pluralismus, der auch schwache Interessen wirksam vertritt?

Zusammen mit prominenten Gesprächspartner/Innen möchten wir mit Ihnen diskutieren, was dran ist an dem "postfaktischen" Zeitalter, das die Gesellschaft für Deutsche Sprache zum Wort des Jahres ausgerufen hat? Ob Stimmungen, Emotionen, Computer-gesteuerte Desinformationen wirksamer als Argumente und belastbare Fakten sind?


Das Demokratieforum bemüht sich um nüchterne Diagnosen und hoffentlich wegweisende Lösungsperspektiven.

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Das Podium

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Dr. Volker Weiß, scharfsinniger Historiker und Autor "Die autoritäre Revolte Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes" (Klett Cotta, 2017).

Dr. Volker Weiß, scharfsinniger Historiker und Autor "Die autoritäre Revolte Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes" (Klett Cotta, 2017).

Prof. Dr. Bernd Stegemann, Dramaturg und Autor "Das Gespenst des Populismus: Ein Essay zur politischen Dramaturgie", (Theater der Zeit, 2017).

PD Dr. Paula Diehl, Universität Bielefeld und HU Berlin, Expertin politischer Repräsentation und Symbolik in Demokratien, Populismus: Diagnosen zu einem Phänomen (Konrad-Adenauer-Stiftung, 2016), Universität Bielefeld, dort zuständig für den Bereich "Theorie, Geschichte und Kultur des Politischen".

Dr. Liane Bednarz, konservative Publizistin und Juristin; Autorin "Deutschland dreht durch – Die Wahrheit über die AfD" (Hanser Literaturverlage, 2015).

Prof. Dr. Rainer Forst, Demokratie-Experte, kritischer Vordenker demokratischer Prozesse, Uni Frankfurt Interview bei Spiegel Online

Wofür steht das Demokratie-Forum Hambacher Schloss?

In der Tradition des "Hambacher Fests" und dem hiermit verbundenen Geist der Meinungsfreiheit und der Bürgerrechte, diskutieren lebenserfahrene und streitlustige Politiker, Publizisten sowie Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und  Zivilgesellschaft auf dem Demokratie-Forum Hambacher Schloss. Politische, gesellschaftliche und kulturelle Themen von grundlegender Bedeutung werden aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln aufgegriffen.

Im Zentrum der kontroversen Debatten steht der "Geist der Gegenwart" und die zentrale Frage, welche Werte, Ideen und Konzepte künftig unsere Gesellschaft noch zusammenhalten. Das kritische Bürgerforum bietet eine Bühne für substantielle Diskurse und fairen Konfliktaustausch.