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"Die Reste meines Lebens" von Jens Wischnewski Hoffnung auf das Leben

SWR Koproduktion erfolgreich beim Festival Max Ophüls Preis

Die SWR Kino Koproduktion "Die Reste meines Lebens" von Jens Wischnewski hat den Fritz-Raff Drehbuchpreis des Festival Max-Ophüls-Preis 2018 gewonnen. Julia C. Kaiser und Jens Wischnewski erzählen von Schimon, der seine schwangere Frau durch einen Autounfall verliert und sich sofort neu verliebt. Es entsteht Chaos zwischen seinem altem und seinem neuen Leben.

Schimon ist ein Glückskind. Er hat die Liebe seines Lebens gefunden und seine Leidenschaft für die Welt der Töne zum Beruf gemacht. Er ist überzeugt, dass es das Schicksal gut mit ihm meint. "Es kommt immer so, wie es kommen soll", diese Lebensmaxime seines geliebten Großvaters hat er tief verinnerlicht.

Hoffnung auf das Leben

Doch als seine schwangere Frau tödlich verunglückt, bricht das unbekümmerte Glück zusammen. Zumindest kurz. Denn trotz des schweren Schicksalsschlages baut Schimon darauf, dass ihn das Leben auffängt. Er beschließt zu kämpfen statt zu resignieren.

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Debüt im Dritten

Die Reste meines Lebens von Jens Wischnewski

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Im Alter von sechs Jahren entdeckt der kleine Schimon seine Leidenschaft für die Welt der Töne. Mit der Aufnahme des ausklingenden Herzschlags seines Großvaters zeichnet er den Klang des Sterbens auf. Sein geliebter Opa (Christian Grashof) hat ihm erklärt, dass alles im Leben einen tieferen Sinn hat.

Im Alter von sechs Jahren entdeckt der kleine Schimon seine Leidenschaft für die Welt der Töne. Mit der Aufnahme des ausklingenden Herzschlags seines Großvaters zeichnet er den Klang des Sterbens auf. Sein geliebter Opa (Christian Grashof) hat ihm erklärt, dass alles im Leben einen tieferen Sinn hat.

Von da an ist alles in Schimons Leben vorbestimmt. Mit 23 Jahren wandert er nach Amerika aus, um ein Studio zu eröffnen und seiner Berufung nachzukommen: Der Tonaufzeichnung von Lebensgeschichten.

Sein vorherbestimmter Lebensweg führt ihn zu Jella (Karoline Bär), einer Künstlerin - der Liebe seines Lebens.

Jella wird schwanger, Schimon und sie sind überglücklich - bis eine schreckliche Kettenreaktion von tragischen Ereignissen alles in Frage stellt, woran Schimon glaubt.

Er verliert seine schwangere Frau. Als er jedoch nur zwei Wochen nach Jellas Tod die bezaubernde Milena (Luise Heyer) trifft, erwacht in ihm die Hoffnung, dass sein Opa am Ende Recht behalten könnte.

Milena arbeitet als Klinik-Clown auf einer Palliativstation und begleitet dort schwer kranke Kinder auf ihrem Weg in den Tod.

Als sie Schimon kennenlernt, ist sie im dritten Monat schwanger und auf bestem Weg, eine alleinerziehende Mutter zu werden, da sich der Vater ihres Kindes nach einem One-Night-Stand aus dem Staub gemacht hat.

"Nach dem Tod seiner Frau steht Schimon unter emotionalem Schock. Um nicht zu zerbrechen, klammert er sich an die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Liebe zu Milena scheint diesen Neuanfang zu ermöglichen, doch dann brechen seine unterdrückten Gefühle erbarmungslos über ihn herein. Der Weg aus dem Schockzustand ist für mich der Kern des Films und der zentrale Grund, diese Geschichte zu erzählen." Regisseur Jens Wischnewski über seinen Film.

Nur zwei Wochen nach dem Tod seiner Frau verliebt er sich Hals über Kopf in die lebensfrohe Milena. Schimon ist fest davon überzeugt, dass alles so kommen musste. Er glaubt an seine neue Liebe, und dass das tragische Unglück einen tieferen Sinn gehabt hat. Aber dann holen ihn die Reste seines Lebens ein.

Milena (Luise Heyer) als Braut.

Milena (Luise Heyer) als Braut

Doppelt ausgezeichnet

"Eine Hauptfigur, die zu keiner Zeit weiß, was sie tut. Ein Film, der wild durcheinander erzählt, aber in jedem Moment weiß, wo er mit uns hin will. Ein Drehbuch, das schon beim Lesen Kino ist. Die beiden Autoren reihen die größten vorstellbaren Schrecklichkeiten aneinander – und das mit Witz, Wärme und Mut zur Ratlosigkeit.", rühmte die Jury das Drehbuch von Julia C. Kaiser und Jens Wischnewski.

Der Fritz-Raff-Drehbuchpreis ist mit 13.000 Euro dotiert.  Auch die deutsch-französische Jugendjury beim Festival entschied sich für "Die Reste meines Lebens" als Preisträger und sprach Jens Wischnewski ihren mit 2.500 dotierten Preis zu. Sie hob vor allem den spielerischen Humor und die Komplexität des Films hervor.

Produktionsnotiz

"Die Reste meines Lebens" ist eine Produktion der der kurhaus production Film & Medien GmbH in Koproduktion mit SWR und ARTE. Produziert wurde er von Christoph Holthof und Daniel Reich, die Redaktion liegt bei Brigitte Dithard, SWR, und Barbara Häbe, ARTE.

Gefördert wurde die Produktion von der MFG Baden-Württemberg, der Filmförderanstalt und dem Deutschen Filmförderfonds. Der Camino Filmverleih brachte "Die Reste meines Lebens" am 25. Mai 2017 in die deutschen Kinos.