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SENDETERMIN Fr, 17.6.2022 | 12:15 Uhr | Das Erste

Zzzzzum verrückt werden!   Was hilft gegen Stechmücken?  

Der Sommer ist toll. Wenn, ja wenn da nicht die lästigen kleinen Mücken wären, die uns laue Sommerabende so richtig vermiesen können. Wir sagen Ihnen, was gegen Mücken hilft, ob die Auswahl der Kleiderfarbe eine Rolle spielt und was Sie bei einem Stich auf keinen Fall tun sollten.

1. Wenig überraschend: Mücken fliegen auf unseren Geruch  

Unsere Ausatemluft und unser Schweißgeruch: Das sind für Mücken die beiden Kriterien, nach denen sie entscheiden, ob wir wie ein leckeres Festmahl riechen. Nur den Duft auf unserer Haut können wir zeitweise verändern: Das geht zum Beispiel sehr gut mit natürlichen Mitteln wie Knoblauch (zum Essen), etherische Öle mit Zitronen-, Zedern- oder Lavendelgeruch (zum Einreiben) oder auch das Vorhalten von Tomatenpflanzen auf dem Balkon. Chemische Mittel – sogenannte Repelletien (Mückenabwehrmittel) haben den gleichen Effekt - sind aber nicht natürlich.  

2. Kleidung: Am besten hell!  

Mücken fliegen auf dunkle Kleidung - im wahrsten Sinne des Wortes. Kurioserweise hat sich in der Forschung auch gezeigt, dass dasselbe bei der Kombi aus heller und dunkler Kleidung auch der Fall sein kann. Deshalb: Wer sich mit der Kleidung vor Mückenstichen schützen will, sollte am besten zu heller Kleidung greifen. Und natürlich gilt: Je mehr Haut bedeckt ist, desto weniger Fläche haben die Mücken zum zustechen.  

3. So wird der Garten mückensicher(er)  

Wer einen Garten oder Balkon hat, sollte darauf achten, dass möglichst wenig Brutstätten für Mücken vorhanden sind. Das sind zum Beispiel alle Formen von Wasseransammlungen wie Regentonnen oder ähnliches. Diese nach dem Regen einfach mit einem Deckel schließen oder ausschütten.  

4. Wird 2022 ein Mückensommer?  

Das kann leider noch niemand so genau sagen. Generell mögen Mücken vor allem warmes und feuchtes Wetter. Wenn es also verstärkt regnet und gleichzeitig auch noch schwülwarm ist, ist die Chance groß, dass 14 Tage später deutlich mehr Mücken umherschwirren. Ziemlich sicher kann man so ein Szenario voraussagen, wenn es in einem größeren Bereich zu einer Hochwassersituation kommt (gemeint ist hier das starke Ansteigen eines Wasserstandes eines Flusses oder Sees.)  

5. Oberstes Gebot: Nicht kratzen!  

Ja, es ist verlockend, und ja es juckt. Trotzdem sollten Sie auf keinen Fall an einem Stich herumkratzen. Denn genau das führt in den meisten Fällen dazu, dass sich dieser entzündet oder Bakterien in die Haut eindringen können. Zum Arzt sollten Sie dann gehen, wenn sich die Einstichstelle sehr stark entzündet.

Gefährlich wird eine Mücke mit ihrem Stich nur dann, wenn die Mücke selbst einen Erreger überträgt. Dafür müsste sie sich vorher jedoch selbst infizieren.