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SENDETERMIN Do, 19.11.2020 | 12:16 Uhr | Das Erste

Videotelefonie So gelingt Nähe in Corona-Zeiten

Gespräche mit den Enkeln, weit entfernt lebenden Verwandten oder eine Fernbeziehung – die Videotelefonie erleichtert das Kontakthalten mit den Liebsten. Gerade jetzt in Corona-Zeiten eine praktische Sache. Das Konzept ist simpel: Menschen, die an verschiedenen Orten sind, telefonieren und können sich dabei sehen.

Welche Vorteile hat die Videotelefonie?
Videotelefonie ist eine Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu bleiben, die weiter entfernt sind. Grundsätzlich besteht dabei im Vergleich zum Telefon eine bessere Tonqualität. Neben der guten Tonqualität ist hier die Möglichkeit, sich auch zu sehen und so ein Gefühl der Nähe zu transportieren. Bei den meisten Programmen können mittlerweile eine unbegrenzte Personenzahl gleichzeitig miteinander sprechen. Das macht eine große familienrunde oder auch digitalen Unterricht möglich.

Was wird für die Videotelefonie benötigt?

Videotelefonie funktioniert heute über das Internet, weshalb eine Internetverbindung benötigt wird. Wobei es keine Rolle spielt, ob dies über WLan oder die mobile Verbindung ab 3G stattfindet. Wichtig ist außerdem ein Mikrofon, im Idealfall ein Headset, um Kopfhörer und Mikro in einem Gerät zu haben. Es heißt zwar Videotelefonie, eine Kamera ist aber nicht zwingend notwendig. Wer die Kamera nutzen möchte, hat sie entweder bereits im Gerät integriert oder nutzt eine externe Kamera, die eingesteckt wird. Wer Sicherheitsbedenken hat, kauft am besten eine Kamera mit einem Schieber, die bei Bedarf auf- oder zugemacht werden kann. Oder man bastelt sich selbst eine kleine Abdeckung.

Auf welchen Geräten funktioniert die Videotelefonie?
Videotelefonie funktioniert auf dem Smartphone (egal ob Android- oder Apple-Geräte), auf einem Tablet oder einem Computer bzw. Laptop. Wichtig ist ein Internetanschluss per WLan oder Mobiltarif. Wer mobil Videotelefonie nutzt, braucht eine gute Bandbreite, sonst ist ein reiner Audio-Anruf ohne Video besser.

Welche Programme gibt es?

Das wohl bekannteste Programm ist Skype. Es gehört mittlerweile zu Microsoft und ist bei – bei Anrufen zu anderen Skype-Mitgliedern – kostenlos. Allerdings ist hier eine Registrierung notwendig. Teams hat jeder automatisch, der die Microsoft-Office-Produkte nutzt. Das Apple-Pendant zu Skype und Teams ist FaceTime. FaceTime funktioniert allerdings nur auf Apple-Geräten und auch der Anrufer muss ein Apple-Gerät besitzen.
Neben diesen drei bekannten Programmen von Videotelefonie, gibt es mittlerweile zahlreiche weitere Anbieter und Möglichkeiten wie z.B. Zoom, Google Hangout sowie Videotelefonie über WhatsApp und Facebook.

Weitere Tipps zur Videotelefonie:

  • Für den perfekten Ton: Es gibt spezielle Einstellungen für Schwerhörige. Am besten beim Hörgeräteakustiker für die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen.
  • Für das perfekte Bild: Die Kamera sollte stabil befestigt sein, denn bei vielen Bewegungen kann dem Gesprächspartner auch mal übel werden. Und auf den eigenen Bildausschnitt achten, ob man auch komplett zu sehen ist.
  • Es darf „gespielt“ werden: In vielen Programmen können unterschiedliche Hintergründe eingestellt werden. So kann man sich selbst in einem Neubau, auf einem Berg oder im Weltall in Szene setzen.

Experte im Studio: Kai Karsten