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SENDETERMIN Fr, 15.5.2020 | 12:15 Uhr | Das Erste

Versteckte Gebühren Kostenfalle bargeldloses Bezahlen

Bargeldloses Bezahlen wird immer beliebter – nicht nur wegen Corona. Doch dass Banken das Bezahlen mit EC-Karte, Girocard oder Kreditkarte offensiv bewerben, ist nicht uneigennützig: Sie verdienen kräftig mit, zum einen durch die Provision des Händlers, zum anderen durch Gebühren für jede Transaktion. Die muss der Kunde bezahlen – wenn er das falsche Kontomodell hat.

Die meisten Banken bieten nämlich sogenannte Individualkonten oder Basiskonten an, die von Kunden bevorzugt werden, die geringe monatliche Kontoführungsgebühren haben möchten. Und genau bei diesen Konten berechnet die Bank – vor dem Kunden meist versteckt im Kleingedruckten – für Transaktionen wie EC-Kartenzahlung eine Gebühr.

Das fällt kaum auf, wenn man nur ab und zu mit Karte bezahlt. Aber in Zeiten von Corona, wo selbst der Bäcker um die Ecke Kartenzahlung anbietet, fällt es extrem ins Gewicht, wenn man für jeden Einkauf eine Buchungsgebühr bezahlen muss, die in Einzelfällen bis zu 70 Cent je Transaktion gehen kann. So kommen schnell ein paar hundert Euro im Jahr zusammen.

Kontomodell wechseln

Abhilfe schaffen kann man eigentlich nur, indem man mit seiner Bank spricht und ein geeigneteres Kontomodell wählt. Bietet die Bank kein kostengünstigeres Konto an, bleibt als letzte Konsequenz der Wechsel der Bank. Denn Experten vermuten, dass der Trend zum bargeldlosen Bezahlen auch nach Corona anhält.

Übrigens: Ein Händler darf darauf bestehen, dass man mit Karte zahlt, wenn er vor dem Bezahlen ausdrücklich darauf hinweist, dass er kein Bargeld annimmt.

aus der Sendung vom

Fr, 15.5.2020 | 12:15 Uhr

Das Erste

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