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SENDETERMIN Di, 4.6.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Telefonieren und surfen im Urlaub Wie Sie teure Fallen im Ausland umgehen

Eigentlich ist das mobile Surfen im Ausland gedeckelt. Mehr als 60 Euro sollte es nicht kosten. Dennoch lauern hier Fallen, und plötzlich hat man eine Rechnung von mehreren Tausend Euro - nur weil das Kind auf einer Fähre ein Video runtergeladen hat.

Telefonieren

Innerhalb der EU kein Problem, da Sie im Ausland zum Telefonieren und SMS schreiben das Roaming nutzen.
23 Cent sind ein Maximalwert, aber es darf auch weniger kosten. Sehr oft kostet es auch nur 2-3 Cent, zum Beispiel nach Österreich.

Vorsicht!
Außerhalb der EU sollten Sie sich vorab über die Preise Ihres Anbieters informieren. Die meisten verlangen dann auch für ankommende Anrufe und SMS ordentlich Geld.

Surfen

Eigentlich sind die Kosten für das mobile Surfen im Ausland gedeckelt. Heißt: egal, wo Sie Urlaub machen, das Internet (Daten-Roaming) darf nicht mehr als 60 Euro kosten. Innerhalb der EU surfen Sie zum gleichen Tarif wie zuhause.

Außerhalb der EU, also z.B. auf See und in der Luft gelten aber andere Regeln. Z.B. wenn sich Ihr Handy auf einem Schiff in das teure satellitengestützte Bordnetz einwählt.

Insgesamt gilt:

Illustration Vorsicht bei 4G/LTE

Vorsicht mit dem Handy im LTE/4G Netz, vor allem auf Kreuzfahrten, auf Fähren, im Flugzeug und außerhalb der EU

Tipp:

Schalten Sie das mobile Internet hier lieber aus, es sei denn Sie haben eine entsprechende Reiseoption bei Ihrem Anbieter gebucht.
Bei längeren Aufenthalten erkundigen Sie sich bei Ihrem Mobilfunkbetreiber nach den zusätzlichen Auslandsoptionen. Manchmal lohnt sich auch eine Pre-Paid-Sim-Karte des Reiselandes. Dann können Sie dort zum Inlandstarif surfen.

Illustration WLAN ok

Surfen oder die Nutzung von Messengerdiensten über WLAN sind kein Problem.

Was tun, wenn es einen dennoch trifft?

Schalten Sie einen Anwalt oder die Verbraucherzentrale ein.

Es ist sicher auch nicht verkehrt, noch einmal mit dem Anbieter zu reden. Die Telefonrechnung kann auch mal "nur" 200-300 Euro betragen. Für solch eine Summe scheuen viele Leute den Weg zum Anwalt. "Aus Kulanz" verringern die Anbieter solche Forderungen häufig. Außerdem muss man natürlich so einer Rechnung auch immer erst einmal beim Anbieter widersprechen.


Im Studio: Arne Düsterhöft, Finanztip