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SENDETERMIN Fr, 3.12.2021 | 12:15 Uhr | Das Erste

Spannende Handybilder 5 Tipps für eine einfache Bildkorrektur

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es. Aber warum ist das so? Könner Ihres Faches und Künstler nutzen dazu meist die Regeln des „Goldenen Schnittes“. Das klingt komplizierter als es ist! Denn der „Goldene Schnitt“ betrachtet einfach ausgedrückt alles im Verhältnis 2:3. Und das unabhängig davon, ob Sie ein Bild im Hoch- oder Querformat fotografiert haben. Wie Sie diese sogenannten „Drittel-Regel“ einfach anwenden, und damit schon Ihre liebsten Erinnerungsfotos noch emotionaler aufwerten können, erklärt Fotograf Daniel Spohn.


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1. Horizontlinie richtig ausrichten

Bei normalen Schnappschüssen irritiert uns ein leicht schräg verlaufender Horizont. Besonders dann, wenn das Meer scheinbar „ausläuft“. Eine exakt ausgerichtete Horizontlinie beruhigt das Auge. Sie entscheiden selbst, welches Motiv Ihnen wichtig ist. Die Horizontlinie im unteren Bilddrittel platziert, betont ein schönes Wolkenbild. Ist das Hauptmotiv das Meer, hilft es den Horizont im oberen Drittel zu platzieren.


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2. Motiv raus aus der Mitte

Das Hauptmotiv in der Bildmitte wirkt schnell langweilig. Nutzen Sie die Gitterlinien Ihres Bearbeitungsprogramms. Zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien geben Ihnen die Bereiche der sogenannten „2/3-Regel“ vor. Platzieren Sie das Hauptmotiv je nach gewünschter Bildaussage auf eine der Linien, bzw. einem der Kreuzungspunkte. So haben Sie sofort mehr Bewegung und mehr Spannung im Bild.


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3. In Bewegungsrichtung Luft lassen

Konzentrieren Sie sich auf das Hauptmotiv und seine Bewegungs- bzw. Blickrichtung. Was nicht dem Bild in seiner Aussage dient, kann „weg“. Ruhig mutig den Ausschnitt wählen. Die „Blickrichtung“ gibt vor, ob das Hauptmotiv besser im linken Drittel oder im rechten sitzt. Das wichtigste ist: Lassen Sie in Bewegungsrichtung „Luft“! So bleibt der Betrachter bei Ihrer zentralen Bildaussage. Dieser Tipp hilft auch bei der Buchgestaltung.


4. Linien helfen den Blick zu führen

In unseren Breiten lesen wir von links nach rechts und so lesen wir auch intuitiv ein Bild. Waage- und senkrechte Linien helfen ein Bild zu „ordnen“ und geben Struktur. Diagonale Linien führen den Blick des Betrachters genau dahin, wo wir etwas zu erzählen haben. Auch hier gilt: Durch Zuschneiden des Bildes mutig die Aussage verdichten.


5. Wenn Symmetrie, dann perspektivisch perfekt

Ausnahmen bestimmen die Regel! Ein Beispiel für Symmetrie sind z.B. sich ständig wiederholende Muster. Harmonie aber entsteht meist durch eine perfekte Symmetrie. Je nach Motiv darf so auch die Horizontlinie u.U. in der Mitte des Bildes bleiben. Besonders gut wirkt das bei Spieglungen im Wasser. Oder aber wenn alle Linien auf einen Punkt in der exakten Bildmitte zulaufen.


Quelle: Daniel Spohn, Fotograf