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Dreckiger Grillrost

SENDETERMIN Di, 19.5.2020 | 12:15 Uhr | Das Erste

So geht's Grill reinigen - schnell und einfach gemacht!

Nach dem Grillen heißt es: Grillrost putzen! Bianca Schuster gibt Tipps, wie der Rost auch ohne Frust ganz leicht und vor allem dem Material entsprechend wieder sauber wird.

Der Umwelt zuliebe und um Ihren Geldbeutel zu schonen, sollten Sie auf spezielle Grill- oder Backofenreiniger verzichten. Wer den Hausmitteln ein bisschen Zeit einräumt, erreicht mit ihnen das gleiche Reinigungsergebnis viel schonender und günstiger!

Ähnlich wie bei der Fleckenentfernung auf Textilien, gilt auch bei der Grillreinigung – lieber schneller handeln als lange warten.

  • So lange das Fett im Inneren der Abdeckhaube noch warm ist, lässt es sich einfach mit einem Küchenkrepp abreiben.
  • Eine Fettauffangschale gleich nach dem Grillen in vorgesehene Behälter entleeren. Im Notfall die Schale gleich einweichen und mit einer warmen Spülmittelflotte und einem weichen Tuch reinigen.
  • Groben Schmutz im unteren Bereich des Grills am besten mit einem Holz- oder Plastikspachtel entfernen, damit keine Kratzer am Material entstehen.
  • Hartnäckigere Rückstände mit einer Lösung aus Spülmittel und Essig (Mischungsverhältnis 1:10) für 10 Minuten einweichen und dann mit einem weichen Reinigungstuch entfernen.

Kohlegrill

Kohle oder Grillbriketts nicht „irgendwohin“ in die Umwelt kippen. Generell die kalte Asche aus dem Grill entfernen und richtig entsorgen. Bleibt die Asche im Grill, zieht sie Feuchtigkeit an und verklumpt. So kann sie wichtige Lüftungsschlitze verstopfen und je nach Material wird die Rostbildung beschleunigt.

Tipp: Reine Holzkohleasche als Dünger in Beete oder auf dem Kompost verteilen. Aber Vorsicht: nicht alle Pflanzen mögen's. Asche hilft auch bei der Schädlingsbekämpfung, als Unkrautvernichter oder dient sogar als Ersatz für schädliches Streusalz im Winter.

Gasgrill mit Lavasteinen

Gleich nach dem letzte Grillgut, den Gasgrill mit dem Lavastein bei voller Hitze und geschlossenem Deckel für 5-10 Minuten laufen lassen und den Stein "ausbrennen". Abgekühlte, aber noch verschmutzte Lavasteine weichen Sie am besten für mehrere Stunden in einem Eimer mit heißem Wasser und etwas Soda oder Spülmittel ein. Oder Sie kochen den Stein in einem Topf mit Essigwasser aus. Anschließend spülen Sie den Stein mit klarem Wasser 2-3x nach, bis dieses klar bleibt. Die Steine werden dann auf einem alten Tuch zum Trocknen ausgebreitet. Eine Reinigung in der Spülmaschine funktioniert zwar auch, ist aber nicht zu empfehlen, da die Maschine sichtbar drunter leidet.

Spätestens nach 2 Jahren, wenn die Steine schwarz sind und nicht mehr sauber werden, müssen sie ausgetauscht werden.

Gasgrill

Hier gibt es verschiedene Systeme, welche die abtropfenden Säfte und Fette auffangen und so vom Brenner fernhalten. Egal ob Aromaschiene (Brennerabdeckung), Flammenverteiler oder Metalltrichter, die Reinigung ist einfach. Auch hier ist ein Ausbrennen der Grillreste direkt im Anschluss das erste Mittel der Wahl. Steigt nach ein paar Minuten nur noch wenig Qualm vom Grill auf, sind die Reste auf Rost und Co. verkohlt. Die entnehmbaren Teile können im lauwarmen Zustand geleert und mit einer warmen Spülmittelflotte gereinigt werden.

Grillrost aus Edelstahl

Sie benötigen unsere meiste Aufmerksam bei der Reinigung. Denn verkrustete Roste können beim nächsten Grillen bittere Röststoffe ans Grillgut abgeben.

Abbrennen

Auch ein Grillrost kann ausgebrannt werden. Dazu nach dem Grillen nochmals etwas Kohle nachlegen, den Rost auflegen und Deckel drauf. Steigt kein Rauch mehr durch die Lüftungsschlitze auf, ist alles abgebrannt. Die verkohlten Speisereste und deren Asche lassen sich im Anschluss vom warmen Rost ganz leicht abbürsten bzw. mit einem feuchten Lappen abwischen.

Abbürsten
Einen stark verkrusteten Rost am besten nach dem Grillen über Nacht ins Gras legen. Durch die Feuchtigkeit lässt sich der Rost am Morgen dann einfach abbürsten. Alternativ kann er im abgekühlten Zustand auch in nasses Zeitungspapier gewickelt werden. Grillroste aus Edelstahl oder emailliertem Guss lassen sich mit einer Messingbürste trocken gut bearbeiten und können sogar in der Spülmaschine gespült werden! Aber Vorsicht: die viele Feuchtigkeit und das aggressive Spülmaschinenmittel lassen den Grillrost auch schneller rosten. Verwenden Sie immer eine speziell dafür geeignete Grillbürste. Einfache Handwerkerbürsten haben oft zu harte Borsten und können das Material beschädigen.

Abreiben mit Holzkohle

Holzkohle lässt sich im abgekühlten Zustand super für die Reinigung verwenden. Dazu ein feuchtes Reinigungstuch in die Kohle drücken und den Rost damit abreiben. Die Asche „schmirgelt“ die Verkrustungen ab und wirkt dabei auch noch wie Seife! Abschließend nur noch mit klarem Wasser nachspülen. Alternativ kann auch Kaffeesatz als sanfter Scheuerersatz verwendet werden.

Natrondusche
Dass Natron ein Wundermittel im Haushalt ist, ist bereits vielen bekannt. Auch die Reinigung von Grillrosten kann es Erleichtern. Dazu etwa 10g mit 100ml Wasser mischen und in eine Sprühflasche geben. Den Grillrost nun großzügig mit der Natronlösung einsprühen und mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, einwirken lassen. Verschmutzungen mit einem feuchten Tuch abwischen. Wichtig: den Rost mit klarem Wasser nachspülen!

Grillrost aus Gusseisen

Gusseiserne Grillroste sind in der Pflege aufwändiger. Allerdings sind die Roste länger haltbar und geben durch die bessere Hitzespeicherung auch schönere Grillmarkierungen auf dem Grillgut. Sie werden nach dem Grillen nicht gleich abgebrannt, denn die verharzten Fette bilden bis zum nächsten Grillen eine Schutzschicht auf dem Rost. Direkt vor dem nächsten Grillen wird ausgebrannt, verkohlte Reste abgebürstet und der Grillrost geölt. Für das Abbürsten kann hier auch eine Bürste mit Stahlborsten genommen werden.

Damit der Grillrost weniger verschmutzt

→ Grillroste verschmutzen weniger, wenn sie vor dem Auflegen von Grillgut richtig heiß waren! Auf Öl sollte möglichst verzichtet werden. Nur gusseiserne Roste benötigen etwas Öl. Das Öl nur ans Grillgut geben und tropfende Marinaden sollten vor dem Auflegen etwas abgetupft werden.

→ Das Grillgut nicht unnötig oft anheben und auf dem Rost bewegen, denn dadurch bleibt mehr vom Grillgut auf dem Rost kleben (und wir haben weniger auf dem Teller). Daher nach dem Auflegen warten, bis sich eine Kruste gebildet hat und nur einmal wenden – fertig!

aus der Sendung vom

Di, 19.5.2020 | 12:15 Uhr

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