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SENDETERMIN Fr, 30.8.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Licht an! Smart Home für Einsteiger

Eine Frau hält ein Tablet in der Hand auf dem eine smarte Einbruchsicherung zu erkennen ist.

Smart Home-Systeme lassen sich vom Smartphone aus steuern.

Alles so schön bunt

Mit einem Knopfdruck lässt sich stimmungsvolles Licht einschalten. Dimmen ist die einfachste Anwendung, mit vielen Licht-Steuerungssystemen lässt sich auch die Farbtemperatur einstellen. Kühles weißes Licht wird als stimmig empfunden, wenn Konzentration gefragt ist. Warmes, gelbliches Licht ist angenehm zum Fernsehen. Dazwischen sind tausende Farbstimmungen möglich. Sie lassen sich in einer App abspeichern und per Knopfdruck aufrufen.

Komponenten

Damit das mit dem smarten Licht klappt, sind verschiedene Geräte nötig, die miteinander vernetzt sein müssen: Zunächst einmal die Glühbirne, die Licht erzeugt, wobei der Begriff genau genommen nicht korrekt ist. Denn es ist nicht mehr der Glühdraht, der leuchtet, doch das Wort Leuchtmittel hat sich noch nicht recht durchsetzen können. Dazu kommt der vernetzte Lichtschalter, damit wir nicht immer eine App zum Licht einschalten brauchen. Ein langer Druck auf den Knopf am Schalter löst eine andere Funktion aus als ein kurzer Druck, ein Doppelklick aktiviert noch eine andere Funktion. Eine vernetzte Steckdose ist als weitere Komponente sinnvoll. Wer schon einen Sprachassistenten zu Hause hat, kann die Steuerung der Lichtstimmung oft schon mit einem Sprachbefehl erledigen.

Steuerung per Funk

Die Komponenten im Smart Home werden meist per Funk vernetzt. Es gibt unterschiedliche Funk-Standards, man sollte sich für einen einheitlichen Standard entscheiden, der alle Komponenten miteinander vernetzt. Wer WLAN zuhause hat, kann über den Router seine smarten Lampen steuern. Wer mehr Komfort möchte und viele Lampen steuern will, braucht ein Zusatzkästchen und sollte den gängigen Standard Zigbee für alle Geräte einstellen. Wenn es nur eine oder wenige Komponenten sind, ist die Vernetzung via Bluetooth eine Option.

Sicherheit

Ein Sicherheitsrisiko kann die Steuerung von Smart-Home-Funktionen übers Internet sein, denn viele Anbieter speichern Daten in einer Cloud. Der Zugang sollte mit einem besonders guten Passwort gesichert sein. So wie ein Hacker über die Datenleitung ins Haus gelangen kann, kann auch ein Einbrecher die Sicherheitslücken einer vernetzten Haustür missbrauchen. Einerseits kann ein Hacker durch die Nutzungsdaten unterschiedlicher Geräte leicht feststellen, ob jemand zuhause ist. Andererseits kann eine gut gesicherte smarte Lichtsteuerung auch Einbrecher abschrecken, weil sich damit vortäuschen lässt, es sei jemand zuhause.

Kosten

Ein Starterset mit mehreren Leuchten kostet je nach Funkstandard zwischen 80 Euro und 120 Euro. Jede zusätzliche Leuchte kostet ca. 20 Euro. Bei Zigbee kann das gesamte System etwas teurer sein, weil ein Steuergerät für den Router notwendig ist. Dafür lässt sich in diesem System eine große Zahl an Geräten auch von unterschiedlichen Herstellern anschließen.

Fazit

Wer sich vor dem Kauf gut informiert und sich plant, wie viele Lampen er steuern möchte, vermeidet teure Mehrfachkäufe. Eine ausführliche Beratung ist dann besonders sinnvoll, wenn künftig das ganze Haus gesteuert werden soll, also Jalousien, Lampen, Heizung und Schließsysteme.

Weitere Informationen:

aus der Sendung vom

Fr, 30.8.2019 | 12:15 Uhr

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