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SENDETERMIN Di, 6.2.2018 | 12:15 Uhr | Das Erste

App, NFC oder Kartenleser Sicher bezahlen - online und mobil

Wir Deutsche zahlen immer noch gerne mit Bargeld. Im Schnitt hat jeder 103 Euro im Geldbeutel, damit sind wir EU-Weit spitze. Doch die digitalen Möglichkeiten zu zahlen werden immer beliebter. Junge Menschen zahlen auch Kleinbeträge mit Karte.

Girocard, Kreditkarte und Apps

Viele nennen die Bankkarte weiter EC-Karte, sie ist das am häufigsten eingesetzte Plastikgeld. Erst danach kommt die Kreditkarte. Zahlen mit dem Smartphone fristet ein Schattendasein. Dabei haben große Discounter an den Kassen inzwischen flächendeckend Terminals aufgebaut, an denen berührungslos per App bezahlt werden kann

NFC im Smartphone und auf Karten

Near Field Communication heißt die Abkürzung NFC ausgeschrieben. Über eine kleine Distanz von bis zu 4 cm tauschen ein Chip und das Kassenterminal per Funk die Bezahldaten aus. Kurz das Mobiltelefon ans Terminal halten - fertig. Das geht mit immer mehr Giro-Karten ebenfalls, wenn diese ein entsprechendes Symbol aufgedruckt haben. Doch mit einer App auf dem Smartphone lässt sich auch gut Buch führen und den Überblick über die Ausgaben halten. Allerdings muss es ein Android-Gerät sein, Apples iPhones haben zwar einen entsprechenden Chip eingebaut, der Bezahldienst ApplePay ist aber in Deutschland noch nicht verfügbar.

Anbieter von Bezahl-Apps

Damit der Bezahlvorgang klappt, ist eine App notwendig. Die gibt es von Anbietern wie Boon oder Seqr. Manchmal muss ein Guthaben aufgeladen werden, manchmal wird der ausgegebene Betrag vom Girokonto abgebucht. Auch der Bonusprogramm-Dienst Payback hat eine eigene Bezahlapp. Wichtig ist in jedem Fall vor einem Vertrag mit einem Bezahldienstleister zu schauen, was mit meinen Daten passiert. Die sollten nicht an Dritte zu Werbezwecken weiter gegeben werden dürfen.

Online Banking

Rund drei von vier Internetnutzern erledigen Bankgeschäfte online, das hat der Branchenverband Bitkom ermittelt. Das geht häufig am PC, aber immer öfter auch auf dem Smartphone oder Tablet. Grundsätzlich ist Online-Banking sicher, wenn der Nutzer nicht fahrlässig damit umgeht. Der Rechner sollte bei Betriebssystem und Programmen stets auf dem aktuellsten Stand sein. Außerdem sollte das sicherste angebotene System der Bank eingesetzt werden.

Mit separatem Kartenleser

Das Chip-TAN-Comfort-Verfahren gilt als bislang sicher. Dabei erzeugt der Rechner bei der Überweisung eine flackernde Balkengrafik auf dem Bildschirm, die Girokarte kommt in einen Kartenleser, der so groß wie ein Taschenrechner ist. Dann wird der Kartenleser an den Bildschirm gehalten und liest den flackernden Code aus. Darauf werden auf diesem Display Kontonummer des Empfängers und der Betrag angezeigt. Wenn die korrekt sind, erzeugt das kleine Gerät eine TAN, die dann als elektronische Unterschrift eingesetzt werden kann.

Browser oder Programm

Viele Nutzer nehmen einfach den Browser und machen ihre Bankgeschäfte damit. Das kann unsicher sein, besonders wenn veraltete Versionen eingesetzt werden. Wer ein spezielles Banking Programm nimmt, verringert das Risiko Opfer von Cyberkriminellen zu werden und kann seine Finanzen damit auch gleich noch verwalten.


Im Studio: Andreas Reinhardt, ARD-Buffet Multimediaexperte