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SENDETERMIN Di, 14.5.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Selbstgezogenes Gemüse Die besten 5 Gemüsesorten für den Balkon

Ein Balkon voller Blumen ist wunderschön - aber ein Balkon mit Gemüse kann fast genauso attraktiv aussehen und ist nebenbei noch lecker und gesund. Der Anbau von eigenem Gemüse ist gar nicht so schwer wie manche denken.

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Gemüse für den Balkon

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Tomaten sind perfekt als Balkongemüse, auch für Anfänger geeignet! Am besten startet man mit vorgezogenen Pflanzen. Das Pflanzgefäß sollte mindestens 10 Liter fassen und frische humose Pflanzerde enthalten. Schwarze Töpfe vermeiden – sie erhitzen sich in der Sonne stark -> der Wasserverlust ist dann zu hoch.
Wählen Sie Sorten, die niedrig bleiben. (80 cm). Auch Wildtomaten sind hervorragend geeignet. Tomaten müssen hochgebunden und ausgegeizt werden. Zur gleichen Pflanzenfamilie gehören Paprika, Chili und Auberginen. Alle sind gut für die Topfkultur geeignet. Ideal ist ein windgeschützter Südbalkon. Da kann man sich schnell eine kleine Sammlung anlegen.

Tomaten sind perfekt als Balkongemüse, auch für Anfänger geeignet! Am besten startet man mit vorgezogenen Pflanzen. Das Pflanzgefäß sollte mindestens 10 Liter fassen und frische humose Pflanzerde enthalten. Schwarze Töpfe vermeiden – sie erhitzen sich in der Sonne stark -> der Wasserverlust ist dann zu hoch.
Wählen Sie Sorten, die niedrig bleiben. (80 cm). Auch Wildtomaten sind hervorragend geeignet. Tomaten müssen hochgebunden und ausgegeizt werden. Zur gleichen Pflanzenfamilie gehören Paprika, Chili und Auberginen. Alle sind gut für die Topfkultur geeignet. Ideal ist ein windgeschützter Südbalkon. Da kann man sich schnell eine kleine Sammlung anlegen.

Pflücksalate:
Salate sind auf dem Balkon sehr leicht zu ziehen. Zum Beispiel Pflücksalate in grün und rot.
Großer Vorteil auf dem Balkon: mit Schnecken hat man kaum Probleme! Ich empfehle normalerweise vorgezogene Pflanzen für Anfänger. Dann hat man direkt Ernteerfolg – das macht glücklich. Aber bei Salaten kann man durchaus auch mal die Aussaat probieren. Das klappt auch drinnen auf der Fensterbank im Minigewächshaus sehr gut.

Zuckererbsen:
Erbsen sind nicht nur lecker, sondern haben auch hübsche Blüten und bieten etwas für die Insektenwelt. Man braucht eine Stützhilfe – etwa Bambusstäbe oder ein kleines Rankgitter, mit dem man die Pflanzen stabilisieren kann. Ein windgeschützter, warmer Standort ist ideal. Erbsen können direkt genascht werden, gerade Kinder lieben Erbsen, weil sie so süß sind. Bohnen müssen hingegen immer gekocht werden, damit sie nicht mehr giftig sind. Der Vorteil von Schmetterlingsblütlern (Erbsen und Bohnen): Sie „besorgen“ sich ihren eigenen Stickstoff mithilfe von Knöllchenbakterien in den Wurzeln. Das bedeutet, sie wachsen auch in mäßig gedüngter Erde.

Minischlangengurke:
Last but not least: Eine Minischlangengurke – die am laufenden Band höchstens 17 cm lange Früchte produziert. Das ist eine ideale Kombination zu Tomaten und Salat. Wenn man die Früchte jung erntet werden viele neue gebildet. Sie mag übrigens kein kaltes Wasser. Überhaupt sind Gurken sehr wärmeliebend. Es empfiehlt sich immer eine volle Gießkanne auf dem Balkon stehen zu haben - dann hat das Wasser die richtige Temperatur. Temperaturen unter 10°C werden von Gurken nicht vertragen. Ernte ab Juli. Rankhilfe!

Süßkartoffeln: (Batate)
Süßkartoffeln ist ein Vorschlag aus der exotischen Gemüseecke. Das Gemüse kennt man aus dem Supermarkt. Als Zierpflanze gibt es sie auch schon ein paar Jahre für Balkonkästen mit roten und grünen Blättern. Inzwischen gibt es auch vorgezogene Gemüsepflanzen. Die Süßkartoffel braucht es sehr warm, also auf jeden Fall erst nach den Eisheiligen rausstellen (dauerhaft > 10°C). Das Gefäß sollte mindestens 30 – 40 Liter haben und die Erde muss gut gedüngt sein. Auch die Süßkartoffel ist eine Kletterpflanze – sie gehört zu den Windengewächsen – deshalb eine Rankhilfe anbringen. Geerntet wird, wenn sich im September die Blätter gelb verfärben.

Wichtige Fragen für Balkongemüse

Warum ist selbstgezogenes Gemüse reizvoll?

Die Erfahrung selber zu säen, zu pflanzen und zu ernten ist durch nichts zu ersetzen und macht einfach glücklich. Gerade in unserer Natur-entfremdeten, gehetzten, unübersichtlichen Welt ist Gärtnern ein bestechend einfacher Weg wieder mit der Natur Kontakt aufzunehmen. Der Mensch ist schließlich selbst teil dieses Kreislaufs, er hat es nur vergessen.

Aber es gibt auch ganz direkte gute Gründe: Man hat selber die Kontrolle über das Gemüse und seine Qualität, man setzt keine Chemie ein, kann Schädlinge biologisch bekämpfen und frischer geht es nicht, als direkt vom Kasten auf den Tisch. Die Reifezeit ist optimal ausgereizt!

Warum jetzt loslegen?

Die Eisheiligen (11. Mai – 15. Mai) sind ein wichtiger Termin! Die Erfahrung zeigt, dass jedes Jahr um diese Zeit eine Kältephase eintritt, wo es nochmal Frost geben kann. Danach ist man mit den Gemüsen normalerweise auf der sicheren Seite. Es empfiehlt sich aber, ein Kälteschutzvlies zur Hand zu haben, das bei Frostansage über die Pflanzen gelegt wird. Töpfe geschützt stellen!

Wie oft muss man gießen?

Je nach Witterung täglich bis jeden dritten Tag. Gerade auf dem Balkon mit hoher Sonneneinstrahlung verdunsten die Pflanzen viel Wasser. Außerdem ist die Erde im Topf natürlich begrenzt, die Pflanzen wachsen mit der Zeit aber enorm. Dadurch muss man generell häufiger gießen als im Beet.

Welche Erde nehme ich?

Normale gute Blumenerde reicht aus für die Gemüse, die wir heute vorgestellt haben. In der Gärtnerei gibt es auch sogenannte „Pflanzerde“. Nehmen Sie keine Billigerde aus dem Diskounter – die Produkte sind oft aus minderwertigen Rohstoffen gemischt, riechen unangenehm, sind nicht fachgerecht gelagert worden.

Was ist mit einem Schatten-Balkon?

Setzen Sie auf Blattgemüse: Salate, Spinat, Mangold. Generell braucht Gemüse jedoch Sonne und Wärme. Die Blüten- und Fruchtbildung ist zudem oft durch die Lichtmenge gesteuert.


Quelle: Dr. Markus Phlippen (Biologe, Gärtner, Fachjournalist)

aus der Sendung vom

Di, 14.5.2019 | 12:15 Uhr

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