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SENDETERMIN Do, 10.10.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Richtige Ernährung Bauchfett loswerden - so geht's

Bauchfett ist nicht nur ein optisches Problem, es schadet auch der Gesundheit. Insbesondere viszerales Bauchfett, also inneres Bauchfett, birgt gesundheitliche Risiken. Warum und was man gegen das Bauchfett machen kann, weiß Ernährungswissenschaftler Dr. Stefan Lück.

Warum ist Bauchfett gefährlich?

Mit jedem zusätzlichen Zentimeter belastet Bauchfett die Gesundheit. Das viszerale (innere) Bauchfett ist stoffwechselaktiv, die viszeralen Fettzellen produzieren mehr entzündliche Hormone als andere Fettzellen und setzen Fettsäuren frei. Je mehr Fett da ist, desto gefährlicher. Krankheiten wie Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes, Krebs, Arteriosklerose, Alzheimer und Krebs können langfristig die Folge von zu hohem Bauchfett sein.

Ab wieviel cm Bauchumfang wird die Gesundheit belastet?

Um zu erkennen, ob es sich beim eigenen Bauchfett um das gefährliche viszerale Bauchfett oder das harmloserer Unterhautfett handelt sind aufwendige Untersuchungen mithilfe eines Computertomografen notwendig. Doch der Bauchumfang/Taillenumfang gilt als erster Warnhinweis, einfach mit einem Maßband gemessen. Bei 80cm (Frau) und 94cm (Mann) fängt es an, dass man sich beobachten sollte und bei 88cm (Frau) und 102cm (Mann) sollte man eingreifen. Um zu erkennen, ob es sich beim eigenen Bauchfett um das gefährliche viszerale Bauchfett oder das harmloserer Unterhautfett handelt sind aufwendige Untersuchungen mithilfe eines Computertomografen notwendig.

Was hilft wirklich das Bauchfett los zu werden?

Eine Ernährungsumstellung und Sport, denn schlechte Ernährung, ungesunde Lebensweise, Stress und wenig Bewegung können das ungesunde Bauchfett erhöhen. Studien haben gezeigt, das mit jedem Kilo weniger auch der Taillenumfang um etwa 1 cm schrumpft.

Welche Ernährungstipps haben Sie für uns?

Extreme Diäten sind nicht geeignet. Und auch wenn man es schon nicht mehr hören kann und die Diätindustrie versucht uns immer wieder in die Irre zu führen, so bleibt es dabei, dass man mehr Gemüse in seiner ganzen Fülle und Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und hochwertige Öle wieder im Speiseplan einfügen sollte und parallel dazu runter mit dem Zucker und auf zuckerarmes Obst zurückgreifen, wie beispielsweise Beerenobst oder Grapefruit und sich bewegen.

Also Süßigkeiten, Fast Food, Chips, Limonade, Cola, gesüßte Getränke und Alkohol meiden. Auf versteckte Zucker bei Fertigprodukten achten und meiden. Darüber hinaus mit bestimmten Lebensmitteln die Darmflora stärken und kräftigen. Denn auch eine gesunde Darmflora, schützt uns vor krankmachenden Stoffen und Bakterien.

Wie kann ich den Darm gezielt stärken?

Um gezielt den Darm zu stärken haben wir übrigens jetzt ein tolles Produkt - nämlich die Pflaumen, Zwetschgen. Die schmecken nicht nur toll, sondern haben neben den Vitaminen und Mineralien hochwertige Ballaststoffe wie Pektin und Hemicellulose. Sonst gibt es noch den Flohsamen im Joghurt oder Müsli. Die putzen den Darm auch kräftig durch und stärken ihn damit, aber hier am besten ganze Samen nehmen, denn die quellen eher im Darm und nicht schon um Magen.