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SENDETERMIN Fr, 8.3.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Rahmen, Passepartouts und Glas Bilder richtig einrahmen

Bilder, Kunstdrucke oder Fotografien – am besten wirken sie im richtigen Rahmen. Dieser soll die Kunst schützen, zur Geltung bringen und ihr nicht die Show stehlen. Doch was ist der richtige Rahmen für meine Kunst und wie rahme ich nachhaltig richtig ein.

Hier ein paar Tipps zur Wahl von Rahmen, Passepartouts und Glas:

Der Rahmen soll die Kunst zur Geltung bringen. Bild und Rahmen sollten nicht miteinander konkurrieren. Ein schlichtes Bild in dezenten Farben wird z. B. in einem goldglitzernden Barockrahmen zum Highlight in der Wohnung. Im Handel gibt es Fertigrahmen, sogenannte Wechselrahmen in Holz, Kunststoff oder Aluminium. Sie sind in verschiedenen Farben, Formen und Standardgrößen erhältlich.

Rahmung mit oder ohne Glas

Eine Hinter Glas Rahmung ist für Öl- und Acrylgemälde in Wechselrahmen nicht geeignet, da sie oft eine unebene Oberfläche haben. Zeichnungen, Aquarelle, Fotografien werden durch Glas geschützt. Das Glas sollte einen UV-Filter haben und keinesfalls auf der Kunst aufliegen. Wechselrahmen haben normales Glas und keinen zusätzlichen UV-Filter (ist im Fachhandel zu erfragen).

Rahmung mit oder ohne Passepartout

Ein Passepartout ist erforderlich:

  • wenn die Kunst nicht in einen Wechselrahmen passt,
  • der Rahmen grösser ist, als das Bild,
  • um die Kunst hervorzuheben und zu schützen.

Kunst kann vollflächig oder mit einem Passepartout gerahmt werden. Ein Passepartout ist eine Art Rahmen im Rahmen aus Papier. Ein Passepartout gibt dem Kunstwerk Raum und seine Schönheit.

Ein Passepartout schützt die Kunst vor der Berührung mit dem Glas im Rahmen. Passepartouts sollten für die Rahmung immer säurefrei und alterungsbeständig sein. Nicht säurefreie Passepartouts machen die Kunst auf Dauer kaputt.

Qualitativ hochwertige Passepartouts erkennt man an den besonderen Dicken. Als Schnitt-Technik wird heute überwiegend der Schrägschnitt verwand. Passepartouts gibt es in Standard Bild Größen oder konkret für das Objekt angefertigte Größe. Zudem gibt es eine sehr große Farbpallette auf Nachfrage.

Bilder im Rahmen einlegen

Damit Kunstdrucke und Fotografien nicht wellig werden, können diese auf Trägermaterialien aufkaschiert werden. Hier sollte vorrangig auf die Kunst geachtet werden. Nicht alle Bilder sollte man aufkaschieren und es können auch nicht alle aufkaschiert werden. Verschiedene Trägermaterialien gibt es im Handel.

Für hochwertige Kunst gibt es säurefreies Trägermaterial, das im Fachhandel bezogen werden kann. Fotoecken sind nur für kurzfristige Einrahmungen zu verwenden. Ein säurefreies Klebeband sollte verwendet werden, um die vorhandene Kunst mit dem Trägermaterial oder dem Passepartout zu verbinden. Übliche Klebematerialien sind hierfür kein Ersatz. Da sie nicht säurefrei sind, kann das Papier zersetzt werden oder sich Flecken auf der Kunst bilden. Diese sind dann aufwendig zu restaurieren.

Beim Einlegen Ihrer Kunst empfiehlt es sich Handschuhe anzuziehen, damit die Kunst, das Passepartout und das Glas nicht verschmutzt werden.

Quelle: Heidi Meurer, Einrahmungs-Beraterin aus Rösrath

aus der Sendung vom

Fr, 8.3.2019 | 12:15 Uhr

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