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Bunte Ostereier in einem Korb.

Selbermachen Kunterbunte Ostereier

Ob Kindern oder Erwachsenen, Anfängern oder Fortgeschrittenen: Ostereier färben macht einfach Spaß. Wir stellen Ihnen verschiedene Techniken vor - probieren Sie's aus!

Eier natürlich färben - so geht's

Auch mit natürlichen Zutaten lassen sich Eier in leuchtend farbige Ostereier verwandeln. Zum Beispiel:

  • Gelb: Ein halbes Kilo gelbe Zwiebelschalen in einem 3/4 Liter Wasser zu einem Sud kochen. Den Sud filtern und zwei Esslöffel Essig zugeben. Bereits gekochte Ostereier in den Sud legen und warten bis die gewünschte Färbung erreicht ist. Weitere Möglichkeit, die Ostereier gelb zu färben: 20 Gramm Kurkuma aufkochen, Eier zugeben und kochen.
  • Rot: Zwei Stücke frische Rote Bete in 3/4 Liter Wasser zum Sud kochen. Rote Bete entfernen, zwei Esslöffel Essig zugeben und gekochte Eier hineinlegen.
  • Grün: Hier gibt es gleich mehrere Alternativen, die unterschiedlich intensive Grüntöne hervorbringen. Die Ostereier können beispielsweise in kaltem Matetee oder Petersiliensud eingelegt werden.
  • Blau: Die Ostereier in Blaubeersaft kochen - das ergibt eine dunkelblau-graue Tönung.

Ostereier ausblasen

Sie brauchen:
einen Eierpieker, eine dünne Stricknadel, einen kleinen Kreuzschlitzschraubenzieher und viel Puste.

So geht's:
Sie pieksen das rohe Ei oben und unten an, vergrößern das Loch vorsichtig mit dem Schraubenzieher und schieben die Stricknadel einmal komplett durch das Ei. Dann pusten Sie das Osterei durch ein Loch aus. Nach dem Ausblasen das Osterei noch einmal mit kaltem Wasser durchspülen, trocknen lassen und bemalen.

Zum Aufhängen an ein Stückchen Streichholz einen Faden binden und das Holzstückchen durch eines der Löcher schieben. Im Inneren ein bisschen schütteln, so dass sich das Holzstückchen quer vor das Loch legt. Dann können die ausgeblasenen Ostereier aufgehängt werden.

Ostereier verzieren

Um Ostereier individuell zu verzieren, gibt es viele Möglichkeiten. Hier ein paar Beispiele:

Ostereier mit Punkten & Co.:

Bevor Sie die Eier in Farbe tauchen, malen Sie mit Zitronensaft Ornamente, Punkte oder Streifen auf die Eier. Das funktioniert am besten, wenn Sie ein Wattestäbchen in Zitronensaft tauchen und damit das Ei bemalen. Dann den Zitronensaft auf der Eierschale trocknen lassen und die Ostereier danach einfärben. Dort, wo der Zitronensaft haftet, hält die Farbe nicht – es entstehen schöne weiße Muster im bunten Mäntelchen der Ostereier.

Das Pünktchen-Muster funktioniert übrigens auch mit Wachs: Von einer weißen Stabkerze Wachs auf die Eier tropfen lassen, danach färben (s. auch Sorbische Ostereier).

Ostereier mit Klebebändern:
Mit bunten Klebebändern lassen sich Eier schnell und einfach verzieren. Der Vorteil hierbei: Sie können die Klebebänder rückstandslos wieder entfernen und fürs nächste Osterfest neu gestalten. Am besten funktioniert das Bekleben der Eier, wenn Sie die Klebebänder in kleine Stücke reißen oder schneiden. So entstehen beim Aufkleben weniger Falten.

Ostereier als Vasen:
Hierfür verwenden Sie am besten bereits ausgeblasene Eier aus dem Laden, da diese nur ein kleines Loch in der Schale haben. Perfekt eigenen sich hierfür auch die etwas größeren Gänseeier. Vergrößern Sie das vorhandene Loch vorsichtig mit einer schmalen Zange, bis die gewünschte Größe erreicht ist. Nun können Sie die Eiervase mit Wasser und Blüten nach Wunsch dekorieren. Wenn Sie die Vasen in Zweige hängen möchten, sollten sie mit einem kleinen Bohrer rechts und links ein kleines Loch bohren und eine dünne Kordel durchfädeln. Die Enden entweder verknoten oder eine kleine Perle auffädeln.

Ostereier im Batiklook:
Tauchen Sie zunächst eine Hälfte des Eies in die Farbe und warten, bis das gewünschte Farbergebnis erreicht ist. Dann drehen Sie das Ei um und tauchen die andere Seite in die Farbe. Lassen Sie dabei einen kleinen weißen Streifen stehen.

Sorbische Ostereier

Die Sorben leben hauptsächlich in der Lausitz. In ihrer Kultur werden Eier besonders kunstvoll und aufwendig verziert.

Bei den Ornamenten wird großer Wert auf Symmetrie gelegt und die traditionellen Formen (z.B. Dreiecke, Kreise, Waben, Blüten, Sonnenrad) sollen im Volksglauben eine magische Wirkung haben.

Es gibt vier unterschiedliche Grundtechniken: die Wachsreservetechnik, die Wachsbossiertechnik, die Ätztechnik und die Kratztechnik.

Die Wachsreservetechnik (s.u.) ist am weitesten verbreitet. Dabei wird das Ei vor jedem Färbegang mit flüssigem Wachs bemalt. Auf den so reservierten Flächen haftet später keine Farbe, so entstehen die besonders farbenprächtigen Eier, wenn zum Schluss alle Wachsschichten wieder entfernt sind.

Zum Bemalen der Eier wird mit extra zugeschnittenen Gänsefedern und Stecknadelköpfen gearbeitet.

Wachsreservetechnik, einfarbig:
Zum Bemalen eignen sich Stecknadel mit Kopf, Federkiele und kräftige Federn mit zuvor geschnittenen Mustern.
Den Kopf der Stecknadel in das heiße Wachs tauchen und Muster wie Punkte oder Striche auf das Ei aufbringen. Das Wachs wird auf der Eierschale sofort fest, deshalb ist eine ruhige Hand und Eile gefragt. Dort wo das Wachs auf dem Ei ist, nimmt das Ei keine Farbe mehr an.

Wenn das Ei mit dem gewünschten Muster verziert ist, wird es in die vorbereitete Eierfarbe gelegt. Das Ei muss mit Kalteierfarben gefärbt werden, da bei warmen oder heißen Wasser das Wachs sofort wieder schmelzen würde. Das Ei beim Färben immer wieder bewegen damit die Farbe gleichmäßig auf dem Ei haften bleibt. Nach dem Färben das Ei mit einem Küchentuch vorsichtig trocken tupfen.

Zum Schluss von den getrockneten Eiern das Wachs entfernen. Hierfür das Ei an einer Flamme langsam drehen und mit einem Küchentuch das geschmolzene Wachs abwischen.

Wachsreservetechnik, mehrfarbig:

Sie gehen anfänglich genauso vor, wie bei der einfarbigen Wachstechnik. Ein Muster mit dem heißen Wachs und mithilfe von Stecknadel oder Federn auftragen. Dann das Ei mit der hellsten Farbe färben. Nun werden weitere Muster auf dem Ei aufgebracht und mit der nächst dunkleren Farbe gefärbt. So bekommt das Ei sein Muster in den verschiedenen Farben. Achten Sie darauf immer mit der hellsten Farbe zu beginnen. Alle weiteren Farben sollten kräftig und gut deckend sein. Auch hier zum Schluss das Wachs über einer Flamme schmelzen und vom Ei mit einem Küchentuch abwischen.