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SENDETERMIN Mo, 22.7.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Öffentliche WLAN-Hotspots Nützlich, aber nicht unbedingt privat

Der Sommer lockt zu Ausflügen und Reisen. Gerade dann sind wir häufig auf eine externe Internetverbindung angewiesen. In Hotels, Cafés und Flughäfen bieten sogenannte „Hotspots“ einen schnellen Internetzugang. Doch sind diese Verbindungen wirklich immer sicher?

Unterwegs ist man außer Reichweite der heimischen Internetverbindung und bekommt in Hotels, Cafés und Flughäfen sogenannte „Hotspots“ mit schnellem Internetzugang angeboten.

Einfach einwählen und surfen ist jedoch ein riskantes Verhalten, mit denen man Datendieben ein leichtes Spiel macht, was man mit den folgenden Tipps vermeiden kann:

Betrüger ködern gerne mit offenen WLAN-Netzwerken. Meiden Sie Netzwerke mit unbestätigter Herkunft. Wenn Sie in Café XY sitzen und ein Schild auf das dortige Netzwerk namentlich hinweist, dann ist „Café XY Hotspot“ wahrscheinlich offiziell.
Das konkurrierende „Free WiFi“ ohne Passwortschutz könnte hier von jedem stammen. Auch von einem Betrüger.

Automatisches Verbinden mit bekannten oder ungeschützten Netzen verspricht Komfort, kann Sie aber ungewollt mit dem Netz eines Betrügers verbinden, der sich als der legitime Anbieter ausgibt. Solche Einstellungen sollten sie im WLAN-Menü abschalten. Auch sollten Sie ihr WLAN am Smartphone ausschalten, wenn sie es nicht benutzen.

In der Adresszeile eines Browsers steht https://www

Die meisten großen Anbieter haben inzwischen verschlüsselte Websites

Webseiten, die in der Adresszeile des Browsers mit grünem Schloss angezeigt werden, bieten eine gesicherte Verbindung an. Wo dies fehlt, kann jeder im Klartext mitlesen.

Die größte Sicherheit, auch gegen engagierte Hacker, bietet die Übertragung über das langsamere Mobilfunknetz oder einen VPN ("virtuelles privates Netzwerk"). Ein VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr des Geräts besonders stark und wird z.B. als App im Google Playstore und Appstore angeboten. Bekannte Virenschutzhersteller wie Avira, Bitdefender, Kaspersky und Norton bieten solche auch kostenlos an. Geben Sie nur den Namen + VPN in die Suchzeile ihres Stores ein und folgen Sie den angezeigten Installationsschritten und Hinweisen. Anschließend öffnen Sie die App zum Starten. Je nach App müssen Sie diese bei jeder neuen Verbindung aktivieren.

Wenn Sie wenige Schutzmaßnahmen verwenden, sollten Sie entsprechend weniger wichtige Daten versenden. Logindaten, Mails, vertrauliche Inhalte und Banking sollten nur bei Gewissheit und starkem Schutz versendet werden. Was Sie nicht senden, kann aber im Zweifel auch nicht missbraucht werden.

Im Studio: Andreas Reinhardt, Multimedia Fachjournalist

aus der Sendung vom

Mo, 22.7.2019 | 12:15 Uhr

Das Erste