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SENDETERMIN Di, 10.12.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Nie mehr Kabelsalat Bluetooth-Geräte verbinden

Kabelsalat war früher, heute geht’s drahtlos. Ob Maus und Tastatur am PC, Freisprecheinrichtung im Auto, Kopfhörer oder Lautsprecher am Smartphone, oft klappt die Verbindung dank des Kurzstreckenfunks Bluetooth. Wenn sie denn funktioniert, denn häufig genug treten Probleme auf.

Verschiedene multimediale Inhalte

Bluetooth überträgt Daten, also alles was digital ist. Musik, Sprache, Fotos, Videos. Grundsätzlich verbinden sich zwei Geräte miteinander, etwa ein Smartphone und ein Kopfhörer. Aber es gibt auch Verbindungen zwischen einem Sender, Master und bis zu acht Empfängern, Slaves. Damit lassen sich zum Beispiel auf Partys mehrere Lautsprecher mit einem Smartphone versorgen.

Kopplung notwendig

Damit die beiden Geräte sich verbinden können, müssen sie aus Sicherheitsgründen gekoppelt werden. Der Vorgang wird meist vom Smartphone ausgelöst. Im Bluetooth-Menü wird nach dem anderen Gerät gesucht, das vorher in den Kopplungsmodus gebracht wurde. Vor dem Verbinden tauschen die beiden Geräte einen Sicherheitscode aus, sonst könnte man sich ja mit jedem Gerät einfach so verbinden. Die Kopplung wird also autorisiert. Manchmal kann es notwendig sein, eine PIN einzugeben. Oft ist die aber 0000 oder 1234. Sind beide Geräte verbunden, „erkennen“ sie sich wieder, eine erneute Kopplung sollte nicht mehr notwendig sein.

Wenn die Verbindung nicht klappt…

hilft es, den Vorgang neu zu starten. Manchmal braucht es mehrere Anläufe, bis die Verbindung steht. Kommt gar keine Verbindung zu Stande, kann es daran liegen, dass in der Liste der bekannten Geräte zu viele Einträge sind. Hier hilft es, nicht benutzte Einträge zu löschen und die Kopplung neu zu starten.

Langsame Datenrate

Im Vergleich zu WLAN hat Bluetooth eine geringere Übertragungsgeschwindigkeit. Wer etwa viele Fotos von einem auf ein anderes Gerät übertragen möchte, braucht viel Geduld. Für einzelne Dateien ist Bluetooth aber prima geeignet.

Technisches

Bluetooth ist zwar ein Kurzstreckenfunk, kann aber unterschiedlich weit reichen. Das wird in sogenannten Klassen festgelegt. Klasse 1 reicht 100 Meter, Klasse 2 noch zehn Meter und Klasse 3 nur einen Meter. Es gibt unterschiedliche Versionen, die neueste ist Bluetooth 5. Sie erlaubt mit 50 Mbit/s die doppelte Datenrate gegenüber Bluetooth 4. Nicht alle Bluetooth-Geräte beherrschen alle Funktionen, Profile genannt. HFP, Hands-Free Profile wird für die Verbindung zu Freisprecheinrichtungen genutzt, A2DP, Advanced Audio Distribution Profile, für die Übertragung von Audiodaten zu Kopfhörern oder Lautsprechern. Es gibt zahlreiche weitere Profile.

Harald Blauzahn

Der Standard Bluetooth wurde Ende der 1990er Jahre geschaffen. Federführend waren die Firmen Nokia und Ericsson, beide stammen aus Skandinavien. Namensgeber war der der dänische Wikingerkönig Harald Blauzahn, der im 10. Jahrhundert verfeindete Teile von Norwegen und Dänemark vereinte. Das Bluetooth-Zeichen setzt sich aus den altnordischen Runen für die Buchstaben H und B zusammen.

aus der Sendung vom

Di, 10.12.2019 | 12:15 Uhr

Das Erste