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SENDETERMIN Mo, 10.2.2020 | 12:15 Uhr | Das Erste

Modernisierung finanzieren Zuschüsse für den Heizungstausch

Wer seit Beginn 2020 darüber nachdenkt, seine alte Heizung zu modernisieren oder ganz auszutauschen, kann mit teilweise erheblichen staatlichen Leistungen rechnen. Ein Überblick.

KfW - Energetische Sanierung/ Neubau

Heizung seit 01.01.2020:

  • Keine weitere Förderung von Gas- oder Ölbrennwertkesseln möglich. Damit entfällt auch das Heizungspaket.
  • Sanierung oder Neubau zum Effizienzhausstandard nur noch mit Gasbrennwertgeräten förderbar (sofern diese überhaupt noch im Neubau sinnvoll).
  • Die Optimierung der Heizungsanlage wird weiterhin gefördert

Gebäudehülle seit 24.01.2020:

  • Erhöhung Zuschüsse und Tilgungszuschüsse Einzelmaßnahmen auf jeweils 20 %!
  • Weitere Zuschusserhöhungen für Sanierung zum Effizienzhaus und Neubau.
  • Weitere Infos unter: kfw.de

Steuerliche Förderung

Maßnahmenbeginn 01.01.2020 bis 01.01.2030

  • Möglich für selbstgenutztes Eigentum
  • Alternativ zur Förderung der KfW und des Bafa – Kombination nicht möglich!
  • Ermäßigung Einkommenssteuer im Jahr des Abschlusses der Arbeiten und 2. Jahr um 7 %, im 3. Jahr 6 % der Kosten, Begleitung durch zugelassenen Energieberater 50 % der Kosten, max. insgesamt 40.000 €.
  • Nachweis des Fachunternehmers oder beim Bafa zugelassener Energieberater erforderlich.
  • Anforderungen analog KfW und Bafa, in gesonderter Verordnung geregelt.
  • Weitere Infos unter: bundesfinanzministerium.de

Bafa - Heizen mit Erneuerbaren Energien

seit 01.01.2020

  • Gasbrennwertkessel:
    Zuschüsse nur in Verbindung mit Erneuerbaren Energien als Gas-Hybridheizung (z.B. in Kombination mit Solarthermie, Holzöfen mit Wassertasche oder Wärmepumpen).
    Zuschusshöhe: 30 % der Förderfähigen Kosten.
    Erfolgt die Installation der Erneuerbaren Wärmeerzeuger nach spätestens 2 Jahren, reduziert sich die Zuschusshöhe auf 20 %.

    Kein Zuschuss bei Neubauten! Ölbrennwertkessel werden nicht gefördert!
  • Zuschüsse für Biomasse- und Wärmepumpenanlagen
    Gefördert werden weiterhin Holzpellets-, Scheitholz- oder Kombikessel und Holzpelletöfen mit Wassertasche.
    Zuschusshöhe 35 % der Förderfähigen Kosten.
  • Zuschüsse für Hybridheizungen aus Erneuerbaren Energien
    Gefördert wird die Kombination von unterschiedlichen Wärmerzeugern auf Basis erneuerbarer Energien, z. B. Biomasse mit Solarthermie oder /und Wärmepumpe.
    Zuschusshöhe 35 % der förderfähigen Kosten.
  • Solarkollektoranlage (Solarthermie)
    Errichtung und Erweiterung von Solarthermischen Anlagen mit Warmwasser- und/oder Heizungsunterstützung, zur Kälteerzeugung oder Einspeisung in ein Wärme- bzw. Kältenetz.
    Zuschusshöhe 30 % der förderfähigen Kosten.
  • Austausch Heizölkessel gegen Erneuerbare Energien
    Prämie von 10 % bei Austausch gegen erneuerbare Energien bzw. Gashybridheizung, z.B. Austausch gegen Biomasse oder Wärmpumpe 45 % Zuschuss, gegen Gashybridheizung 40 %.
  • Förderfähige Kosten
    Max. 50.00 €/Wohneinheit! Die Förderfähigen Kosten beinhalten alle für die Umsetzung und Optimierung notwendigen Maßnahmen, z.B. auch Austausch Heizflächen gegen Niedertemperaturheizkörper, Fußbodenheizung oder hydraulischer Abgleich und Rohrleitungsdämmung. Das Bafa hat bereits ein Merkblatt zu den Förderfähigen Kosten herausgegeben.

    Förderübersicht als PDF: bafa.de

    Weitere Infos unter: bafa.de

Quelle: Verbraucherzentrale

Energieberatung der Verbraucherzentrale: verbraucherzentrale-energieberatung.de