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SENDETERMIN Mo, 29.4.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Medikamente im Straßenverkehr Wie uns Arzneimittel beeinflussen können

Über die Hälfte der Deutschen nimmt regelmäßig Medikamente ein. Für die einen sind die Arzneimittel ein Risiko beim Autofahren, weil sie mögliche Neben- und Wechselwirkungen unterschätzen, andere werden durch Arzneimittel erst fahrtüchtig, z.B. Diabetiker oder Epileptiker. Apothekerin Friederike Habighorst-Klemm weiß, was Sie beachten müssen.

  1. Es betrifft viele Medikamente
    Nicht nur Beruhigungs- und Schlafmittel, sondern bereits das Nasenspray oder der Hustenstiller gegen Erkältungen wirkt sich auf die Fahrtüchtigkeit aus. Sie bremsen teilweise das Gehirn, können die Atmung lähmen und so auch Schwindel auslösen. Auch die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sollte unbedingt beachtet werden.
  2. Einnahme und Wechselwirkungen beachten
    „Nehmen Sie noch andere Medikamente ein?“ ist die zentrale Frage in der Apotheke, denn die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten muss unbedingt beachtet werden. Auch der Zeitpunkt der Einnahme ist wichtig.
  3. Auf Alkohol verzichten
    Wer so krank ist, dass er Medikamente nimmt, sollte generell auf Alkohol verzichten, bei starken Schmerzmitteln ist es absolut tabu. Wer eine Grunderkrankung hat uns regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte vorher unbedingt mit seinem Arzt sprechen. Übrigens: Alkohol in Medikamenten kann keinen Rausch auslösen, solange man sie in der empfohlenen Dosierung anwendet. Bei trockenen Alkoholikern müssen Medikamente ohne Alkohol verwendet werden.
  4. Vorsicht bei körperlichen Auswirkungen
    Viele Medikamente können Schwindel oder Übelkeit auslösen. Achtung auch bei Symptomen wie Konzentrationsschwäche, Muskelschwäche, größerer Unbekümmertheit (Stimmungsaufheller) und bei Problemen mit dem Auge, wie z.B. schlechteres Fokussieren.
  5. 14-Tage-Regel
    Bis zu 14 Tage nach der Einnahme eines neuen Medikamentes sollten Sie vorsichtig sein und sich schonen. Das betrifft nicht nur die Fahrtüchtigkeit, sondern auch Arbeiten im Haushalt. Also nicht direkt nach der Einnahme eines neuen Medikamentes Zuhause auf eine Leiter steigen und die Gardinen wechseln!

Vorsicht bei:

  • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
  • Schlafmitteln
  • Schmerzmitteln
  • Erkältungen (Kombi-Präparaten, Nasensprays, Hustenstiller)
  • Allergien
  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
aus der Sendung vom

Mo, 29.4.2019 | 12:15 Uhr

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