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SENDETERMIN Mo, 22.2.2021 | 12:16 Uhr | Das Erste

Lange frisch und knackig Lebensmittel richtig lagern

Nichts ist ärgerlicher als frisch gekauftes Obst und Gemüse, das bereits nach wenigen Tagen schrumpelig und schlaff aussieht. Und im Grieß tummeln sich bereits nach zwei Monaten die Lebensmittelmotten. Früher wurde einiges im kühlen und dunklen Keller gelagert. Aber heute – in einer 2-Zimmer Stadtwohnung? Wie schafft man es, dass Lebensmittel zuhause möglichst lange frisch, knackig und ohne Ungeziefer bleiben?

Tipps von Bianca Schuster:

Wurzelgemüse (z.B. Kartoffeln, Karotten)

Wurzelgemüse liebt es dunkel und kühl, allerdings nicht zu kalt. Damit ist der Kühlschrank nicht die optimale Lagermöglichkeit. Im Winter lässt sich Wurzelgemüse sehr gut geschützt im Freien lagern. Dazu eine Kiste oder einen Jutesack mit etwas Stroh auskleiden und die Kartoffeln locker einschichten. Nicht zu eng, denn es sollte die Luft zirkulieren können.

Bundmöhren mit Grün halten sich länger als die in Plastik verpackten „Kollegen“. Zum Lagern jedoch das Grün abschneiden, denn sonst schrumpeln sie schneller. Die Karotten ebenfalls locker zwischen Stroh gebettet in die Kiste oder den Jutesack geben. So lassen sich auch Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Sellerie lange lagern.

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Alternative: Die Erdmiete im eigenen Garten

Feines Blattgemüse und Kräuter

Feines Blattgemüse und Kräuter lagert sich am besten in der Frischezone (Null-Grad-Zone) im Kühlschrank. Aber auch bei etwas älteren Kühlschränken kann das Gemüsefach genutzt werden. Da die Kühlschrankluft sehr trocken ist, ein Geschirrtuch feucht machen, gut auswringen und den Salat oder die Kräuter locker darin einschlagen. Alle zwei Tage das Geschirrtuch neu feucht machen. So halten sich diese empfindlichen Lebensmittel etwa eine Woche frisch. Wenn es länger halten soll, entweder selbst einfrieren oder doch beim nächsten Einkauf zum Tiefkühlprodukt greifen.

Extra-Tipp: Frischen Blattspinat einfrieren:

  • Blattspinat putzen und von den Stängeln befreien. Die geputzten Spinatblätter waschen und etwas abtropfen lassen.
  • In einem großen Topf Wasser aufkochen, Spinatblätter darin portionsweise kurz blanchieren. Spinat mit einer Siebkelle herausnehmen und direkt in eine Schüssel mit Eiswasser geben, damit er sich schnell abkühlt.
  • Anschließend den Spinat in einer Salatschleuder trocken schleudern oder zwischen sauberen Geschirrhandtüchern trocken pressen. Wichtig ist, dass der Spinat trocken ist, da sich sonst aufgrund der Eiskristalle beim Auftauen zu viel Flüssigkeit sammelt.
  • Den trockenen blanchierten Spinat in Gefrierbeutel oder Gefrierboxen geben und in der Gefriertruhe einfrieren.

Apfel und Banane

Zwei die zwar im Obstsalat gut harmonieren, jedoch nicht nebeneinander in der Gemüseschale gelagert werden möchten. Äpfel und Birnen produzieren beim Reifen sehr stark das Gas Ethylen, welches anderes Obst und auch Gemüse zum Reifen anregt.

Äpfel lassen sich im Winter ebenso wie Kartoffel und Karotte geschützt im Freien lagern, jedoch in einem getrennten Behälter. Im Sommer kann das Obst auch mit einem feuchten Geschirrtuch im Gemüsefach vom Kühlschrank gelagert werden. Jedoch hängt die Lagerdauer auch ein bisschen von der Sorte ab.

Bananen werden am besten allein in der Obstschale bei Raumtemperatur gelagert. Auch sie produzieren Ethylen, was die Bananen schneller reifen lässt. Um diesen Reifungsprozess zu verlangsamen, umwickelt man den Strunk, also das braune Staudenende, mit einem Bienenwachstuch. Zur Not tut es auch ein Stück Frischhaltefolie, was aber nicht so ganz nachhaltig ist.

Mehl, Grieß und Nüsse

In den Rillen von Papiertüten, Pappschachteln und Kartonagen legen Lebensmittelmotten bereits im Großlager gerne ihre Eier ab. So schnell hat man sich die Plagegeister unbemerkt eingekauft und zuhause in der Küche oder im Vorratsschrank eingelagert. Daher packe ich alle Lebensmittel aus solchen Verpackungen in saubere Gläser, welche ich luftdicht verschließen kann. Zum Fernhalten von Lebensmittelmotten können zusätzlich zwei bis drei Lorbeerblätter in Mehl, Grieß und Nüsse gegeben werden.

Konfitüre und Eingemachtes

Konfitüre und Eingemachtes muss dunkel und kühl gelagert werden. In unserer Wohnung ist der dunkelste und kühlste Raum das Schlafzimmer. In einem Schrank, gut geschützt vor der Sonne, ist ein perfekter Ort für das Eingemachte. Auch Honig lagert man am besten so, um ihn vor dem Auskristallisieren zu schützen.

Expertin im Studio: Bianca Schuster, Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin

aus der Sendung vom

Mo, 22.2.2021 | 12:16 Uhr

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