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SENDETERMIN Mo, 19.8.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Hm, lecker! Konfitüre selber machen

Konfitüre gehört für die meisten Deutschen mehrmals pro Woche auf das Brot. Am besten schmeckt es natürlich selbst gemacht. Um Konfitüre herzustellen, kann ganz leicht auf den Gelierzucker verzichtet werden. Ernährungswissenschaftlerin Dr. Barbara Bjarnason gibt Tipps für eine gesunde selbst gemachte Konfitüre.

Gelierzucker

Dieser enthält neben Zucker noch das Geliermittel Pektin, das Säuerungsmittel Citronensäure, pflanzliches Öl (Palm, Kokos) und den Konservierungsstoff Kaliumsorbat. Wegen seiner Zusatzstoffe wird der Gelierzucker eher kritisch betrachtet.

Gelierzucker gibt es in unterschiedlichen Mischverhältnissen, bei einer Mischung von 1:1 werden z.B. zu 500g Früchten 500g Gelierzucker verwendet. Bei einer Mischung von 2:1 benötigt man für 500g Früchte nur 250g Zucker, was die Konfitüre weniger süß macht.

Einmachzucker

Dieser ist ein grobkörniger, hochwertiger Zucker ohne Geliermittel. Seine Kristalle lösen sich nur langsam auf und verhindern so eine Schaumbildung. Der Schaum, der sich beim Kochen bildet, kann zur Schimmelbildung führen und muss deshalb auch abgeschöpft werden.

Gelierpulver

Wie Gelierzucker gibt es Gelierpulver in verschiedenen Mischverhältnissen. Gleichzeitig kann man hier aber die Zuckerart wählen und beispielsweise braunen Zucker verwenden, wodurch die Konfitüre einen leicht karamelligen Geschmack erhält.

Das klassische Rezept

  • Auf 500g Früchte gibt man 300g Zucker (Verhältnis 2:3).
  • Die Früchte in Stücke schneiden und mit dem Zucker auf mittlerer Flamme unter stetigem Rühren kochen.
  • Wenn die Konfitüre dickflüssig vom Löffel tropft (Gelierprobe), kann sie noch heiß in sterilisierte Gläser gefüllt werden.

Unser Tipp: kalt gerührte Konfitüre

Kalt gerührte Konfitüren werden aus frischem Obst ohne Erhitzen hergestellt. Daher sind sie auch nur 1-2 Wochen haltbar. Am besten gelingt kalt gerührte Konfitüre aus festen, nicht zu saftigen Früchten wie Pflaumen oder Aprikosen.

Das verlesene und gewaschene Obst sollte gut abtropfen und wird im Mixer zu einer homogenen Masse zerkleinert. Das Fruchtmus kann mit etwas Süßungsmittel (Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft oder Apfeldicksaft) und je nach Geschmack mit Gewürzen (z.B. Zimt, Nelke oder Ingwer) abgeschmeckt werden. Durch die Zugabe von pflanzlichen Dickungsmitteln wie z.B. Johannisbrotkernmehl nach Wunsch andicken.