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Heike Boomgaarden mit Spaten im Garten

SENDETERMIN Fr, 16.4.2021 | 12:15 Uhr | Das Erste

Heikes Hausgarten Permakultur: Nachhaltig gärtnern

Mit der Natur arbeiten, statt gegen sie - was genau hinter der Idee der Permakultur steckt und wie sich die Prinzipien im eigenen Garten umsetzen lassen, zeigt Heike Boomgaarden in ihrem Hausgarten.

Bill Mollison und David Holmgren entwickelten Mitte der 1970er-Jahre in Australien das Konzept der Permakultur. Ihre Ideen verstanden sie als nachhaltigen Gegenentwurf zum vorherrschenden industriellen Agrarsystem. Im Prinzip "entdeckten" sie die Kreisläufe des in Europa bereits existierenden Biolandbaus neu und verknüpften sie mit den Anbaumethoden von Naturvölkern.
Mehr zur theoretischen Basis bei Odysso.

Das Konzept zielt darauf ab, naturnahe Kreisläufe zu schaffen. Die Monokultur wird daher genauso abgelehnt wie beispielsweise der Einsatz von Pestiziden oder chemisch-synthetischen Düngemitteln.

Ganz konkret: Das bedeutet Permakultur im eigenen Garten

  • Alles wird im Garten wiederverwertet.
  • Pflanzen unterstützen sich gegenseitig: Johannisbeeren beschatten das Gemüse vor zu hoher Sonneneinstrahlung und so weiter.
  • Synergien werden effektiv genutzt. Beispiel: Bohnen als Leguminosen reichern den Boden mit Knöllchenbakterien (und damit Stickstoff) an, dazu setzt man Pflanzen, die viele Nährstoffe brauchen - wie Kürbisgewächse.
  • Der Boden wird durch ganzjähriges Mulchen geschützt und bildet Humus für eine gute CO²-Einlagerung, als Wasserspeicher und Lebensraum für Bodenlebewesen.
  • Alle Pflanzen werden ganz eng gepflanzt. So wird der Boden beschattet, vor Einflüssen wie Wind und Hitze geschützt und kann Wasser besser speichern.
  • Pflanzen werden auf mehrere Arten genutzt. Himbeeren liefern zum Beispiel nicht nur leckere Früchte, aus den Blättern wird ein leckerer Tee.
  • Hühner scharren Schnecken und Schädlinge aus dem Boden, Ihr Kot wiederum wird zu Dünger. Sie fressen Beikräuter und Küchenabfälle - und liefern täglich dafür frische Eier.
  • Viele Blütenpflanzen sorgen für viele Insekten, die dann das Obst und Gemüse bestäuben.