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Eine junge Frau hält sich ihren Schaal vor ihr Gesicht.

SENDETERMIN Fr, 15.11.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Gut gelaunt in den Winter – so geht’s Winterblues Goodbye!

Die Tage kurz und das Wetter trüb – das drückt manchem aufs Gemüt. Wir klären, woher die leichte depressive Verstimmung im Winter kommt und was dagegen hilft.

Was passiert im Körper?

Wenn es dunkel ist, bildet unser Körper das Schlafhormon Melatonin. Wenn es hell ist, wird seine Produktion gehemmt, wir fühlen uns wach. Da im Winter das Tageslicht rar ist, wird mehr Melatonin hergestellt und wir sind deshalb auch tagsüber manchmal müde und schlapp. Gleichzeitig wird bei Lichtmangel weniger Serotonin, das sogenannte Glückshormon, gebildet. Diese „Kombi“ hat Folgen, die wir alle kennen: Winterblues.

Also:
Auch wenn es manchmal schwerfällt: Wir müssen aktiv werden und das Tageslicht nutzen. Ab ins Freie und Licht und frische Luft tanken. Und wenn das nicht hilft, kann eine Tageslichtlampe uns in Schwung zu bringen.

Ist das schon eine richtige Depression?

Nein, erfreulicherweise nicht. Bei einer depressiven Verstimmung sind Menschen zwar auch antriebslos, aber das ist nicht so stark ausgeprägt. Wer unter einer Depression leidet, bei dem ist das sehr viel stärker vorhanden, der fühlt sich innerlich leer und hat keine Lust mehr am Leben. Wer depressiv ist, kann sich nicht nur schlecht konzentrieren, er schläft auch schlecht und hat keinen Appetit. Beim Winterblues sind wir zwar schlapp und müde, aber wir schlafen eher zu viel und essen auch oft mehr.

Depression kann jeden treffen, dann brauchen wir ärztliche Hilfe. Bei Winterblues können wir das meist selbst gut in Griff bekommen.

Ist Johanniskraut eine gute Idee, wenn ich mich im Winter schlecht fühle?

Johanniskraut kann bei depressiven Verstimmungen oder Depressionen helfen. Aber die Einnahme sollte mit dem Hausarzt abgesprochen werden. Denn es gibt Wechselwirkungen mit zum Beispiel Herzmedikamenten, die dann schlechter wirken. Es ist immer wichtig zu überprüfen, ob die Medikamente, die Sie einnehmen, sich auch miteinander „vertragen“. Denn natürlich können sich auch Wirkungen verstärken.


Im Studio: Dr. med. Lothar Zimmermann, Medizin-Journalist

aus der Sendung vom

Fr, 15.11.2019 | 12:15 Uhr

Das Erste