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SENDETERMIN Mi, 14.8.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Gesundheit Hilfe bei Blasenschwäche

Was tun bei Blasenschwäche, was sind die Ursachen und wie kann man vorbeugen? Dr. Lothar Zimmermann gibt Antworten.

Wie kommt es überhaupt zu einer "schwachen Blase" oder Inkontinenz?

Dr. Lothar Zimmermann

Dr. Lothar Zimmermann

Eine Inkontinenz kann verschiedene Ursachen haben.

Zum einen kann die Blase direkt betroffen sein. Die Blase ist ein Muskel und sie hat einen Verschluss - auch einen Muskel. Man kann sich vorstellen, dass, wenn der Verschluss nicht mehr gut funktioniert, spontan Urin abgehen kann.

Daneben gibt es außerhalb der Blase auch Muskeln und Bänder, die zusätzlich dabei helfen, die Blase zu verschließen: Den sogenannten Beckenboden. Wenn diese Stütze nach einer Geburt oder im Alter ausleiert, kann es auch zu Inkontinenz kommen.

Gibt es Ursachen außerhalb der Blase?

Ja, die gibt es. Ein Östrogenmangel in der Wechseljahren kann zum Beispiel dazu führen.

Auch neurologische Erkrankungen spielen oft eine Rolle. Bei Betroffenen geben die Nerven dann zu häufig den Befehl: Ich muss auf die Toilette. Oder sie vergessen, diesen Befehl zu geben. Es ist leider im Alter ganz normal, dass Nerven im Gehirn nicht mehr so gut funktionieren wie früher und daher das Gehirn auch die Blase nicht mehr so gut kontrollieren kann.

Blasenschwäche kann auch nach einem Schlaganfall auftreten und Menschen mit Demenz leiden häufiger unter Inkontinenz. Diabetes kann ebenso zu einer schwachen Blase führen.

Was kann ich tun?

Beckenbodentraining wirkt Wunder. Dabei werden die Muskel und Bänder so trainiert, dass sie beim Verschluss der Blase wieder eine gute Stütze sind.

Wer dauerhaft Probleme mit der Blase hat, sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und mit ihm über Therapiemöglichkeiten sprechen.

Weiterführende Informationen

Im Studio: Dr. Lothar Zimmermann, Arzt und Medizinjournalist

aus der Sendung vom

Mi, 14.8.2019 | 12:15 Uhr

Das Erste