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SENDETERMIN Mi, 6.11.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Gelenkverschleiß beim Hund So bleibt ihr Vierbeiner beweglich

Arthrose ist eine Volkskrankheit – beim Menschen und auch beim Hund. Etwa jeder fünfte ausgewachsene Hund hat Arthrose. Heilen kann man das zwar nicht, aber eine Behandlung kann Schmerzen lindern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Welche Hunde sind besonders betroffen?

Arthrose tritt besonders häufig bei übermäßiger Belastung auf und wenn gewisse Vorerkrankungen vorliegen (z.B. Gelenkfehlstellungen, Wachstums- oder Stoffwechselstörungen, Verletzungen oder Entzündungen an den Gelenken). Übergewicht fördert die Arthrose durch die höhere Belastung der Gelenke. Mit höherem Alter steigt das Arthroserisiko, weil der Gelenkknorpel älterer Tiere weniger elastisch und belastbar ist. Rassen die besonders zu Arthrose neigen sind z.B. der Deutsche Schäferhund, Retriever, Rottweiler oder der Berner Sennenhund.

Arthrose richtig erkennen

Wenn der Hund humpelt ist die Arthrose oft schon weiter fortgeschritten. Daher ist es wichtig, erste Anzeichen richtig zu erkennen. Hunde mit Arthrose wollen keine weiten Spaziergänge machen, sie spielen weniger oder gar nicht mehr. Außerdem meiden sie harte, kühle und zugige Liegeplätze. Sie sind besonders morgens oder nach längeren Ruhepausen steif und unbeweglich und können sich nicht mehr so gut ausstrecken. Und Achtung: Plötzliche Aggressivität oder Ängstlichkeit kann auch Ausdruck von Gelenkschmerzen sein!

Die Behandlung

Zuallererst: Bei einem Verdacht auf Arthrose gehen Sie bitte zu Ihrem Tierarzt! Dieser wird eine auf den Hund zugeschnittene Therapie vorschlagen. Dies sind in der Regel schmerzstillende, entzündungshemmende und abschwellende Medikamente. Auch eine geeignete Physiotherapie kann sinnvoll sein. In einigen Fällen ist auch eine Operation nötig.

Was Sie noch tun können

Falls Ihr Hund Übergewicht hat, sollte er unbedingt abnehmen. Wichtig ist außerdem genügend Bewegung, ohne dabei die Gelenke zu überlasten. Also lieber gleichmäßig Gehen und Laufen, statt Ballspiele. Gönnen Sie ihrem Hund außerdem ausreichend Ruhe, sowohl auf dem Spaziergang als auch zu Hause, da chronische Schmerzen Stress auslösen und auch aggressiv machen können. Der Liegeplatz des Hundes sollte außerdem warm, zugfrei und weich sein.

So können Sie vorbeugen

Der Schlüssel zu gesunden Gelenken und Knochen ist ein gesundes Wachstum. Deshalb sollte der Hundewelpe in der Wachstumsphase ein geeignetes Futter bekommen. Besonders bei Welpen großer Rassen sollten in der Wachstumsphase auf gelenkbelastende Bewegungen wie z.B. Treppen steigen oder ins Auto springen vermieden werden. Bei genetischer Vorbelastung oder rassenbedingter Neigung zu Arthrose sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, ob eine spezielle Nahrungsergänzung sinnvoll ist.

Im Studio: Dr. Heike Karpenstein, Tierärztin

aus der Sendung vom

Mi, 6.11.2019 | 12:15 Uhr

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