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SENDETERMIN Mi, 2.10.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Gartenhecke So stärken Sie die Pflanzen

Immer mehr Heckenpflanzen – wie z.B. die Thuja oder auch Buchsbäume – leider unter der Hitze des Sommers. Sie bekommen zu wenig Wasser, geraten in Stress und werden so leichtes Opfer für Schädlinge. Pflanzenarzt Rene Wadas zeigt uns, wie wir unseren Heckenpflanzen stärken können.

Starkes Wurzelwerk ist das A und O für eine gesunde Pflanze. Das gerade für unsere Breitengrade ungewohnt trockene Klima und die Sommerhitze setzen immer mehr Heckenpflanzen zu. Immergrüne Thujahecken vertrocknen meterweise, Kirschlorbeerhecken lassen die Blätter hängen – ein Eldorado für Woll- und Spinnmilben, Läuse und andere Schad-Insekten. Pflanzenarzt René Wadas verrät uns ein paar biologische Tipps und Tricks.

Wasser – das ultimative Lebenselexier

Heckenpflanzen sitzen oft auf einem kleinen Damm. Ist der Erdboden zu hart getrocknet, kann selbst jetzt im Herbst, wenn der Regen kommt, das Wasser nicht in den Boden eindringen. Der Experte rät, mit einem wenigstens daumendicken ca. einem Meter langen Bohrer im Abstand von 30 bis 40 Zentimetern rund um den angeschlagenen Baum oder entlang der Hecke Löcher zu bohren. Um den Effekt zu verstärken, hilft es Plastikflaschen aufzuschneiden und als Trichter umgekehrt in die Bohrlöcher zu stecken.

Kalium hilft der Pflanze über den Winter

Ein kräftiger Brennnesselsud versorgt die Gartenpflanzen gerade jetzt im Herbst mit einer guten Portion Kalium. Kalium erhöht bis zu einer Außentemperatur von 5 Grad noch den Salzgehalt in der Pflanze, so dass sie nicht so schnell vertrocknen kann. Denn die trockene, kalte Luft im Winter kann auch dazu führen, dass die Pflanzen verdursten.

Schafwollpellets eignen sich auch bestens als Dünger zur Stärkung der Heckenpflanzen. Bitte verwenden Sie kein Blaukorn oder Hornspäne. Späne sind weniger ökologisch und nachhaltig, wie zu vermuten wäre. Blaukorn ist wie Fastfood für die Pflanzen, und sie werden durch das "Zuviel" krank. Zudem erhöht sich durch Blaukorn der Nitratgehalt im Grundwasser.

Insekten lassen sich biologisch vertreiben

Raps- und Olivenöl – das mögen Woll- und Spinnmilben gar nicht. (Siehe Rezept) Ein kräftiger Tee aus Ackerschachtelhalm der Pflanze Pilzerkrankungen abzuwehren. Wermut vertreibt Raupen und andere Plagegeister. Rainfarn wächst im Herbst an vielen Wiesenrändern. Getrocknet lässt sich ein guter Vorrat auch für das Frühjahr anlegen. Rainfarn stärkt die Pflanzen, so haben vor allem Läuse und Motten keinen Spaß mehr an ihrer ausgesuchten Wirtspflanze.

Heimische Pflanzen kommen besser zurecht

Thuja ist eine Sumpfzypresse und braucht viel, viel Wasser um fit zu bleiben. Ist die Pflanze geschwächt haben die Thujaminiermotte, Woll- und Spinnmilben oder Pilze ein leichtes Spiel die Pflanze in die Knie zu zwingen. Sie verdorrt und stirbt ab. Ähnlich ergeht es Buchsbäumen und immer mehr Kirschlorbeerhecken. Einheimische Pflanzen wie die Eibe und Liguster kommen besser mit hiesigen Standorten zurecht. Verschiedene Buchenarten als Heckenpflanze oder aber der Feldahorn bieten zudem heimischen Vögeln und Insekten ein Zuhause.


Rezepte:

aus der Sendung vom

Mi, 2.10.2019 | 12:15 Uhr

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