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Eine Frau gibt Zahnpasta auf eine Zahnbürste.

SENDETERMIN Mo, 21.10.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Für ein strahlendes Lächeln Zahnpasta: so finden Sie die Richtige!

Es gibt unglaublich viele Zahnpasta-Sorten - aber was sollte eigentlich unbedingt drin sein und was besser nicht? Zahnarzt Dr. David Engels erklärt es uns.

Dr. David Engels

Dr. med. dent. David Engels

Zahnpasta ist vor allem erst mal ein Hilfsmittel zur Reinigung der Zähne von schädlichen Belägen.

Dafür benötigt sie eine Art Scheuermittel, um die Putzwirkung der Zahnbürste zu unterstützen. Natürlich ist es sehr wichtig, das bei dieser scheuernden Wirkung der Zahnschmelz nicht beschädigt wird. Der RDA-Wert, häufig auf Zahnpastatuben angegeben, beschreibt diese Scheuerwirkung: Je niedriger der Wert, desto schonender ist die Paste - ideal sind Werte zwischen 30 und maximal 80 RDA.

Wenn die Zähne zu starken Belägen neigen, gibt es wirksame Putzkörper, die trotzdem einen niedrigen RDA-Wert aufweisen.

Die meisten Zahnpasten enthalten zusätzlich Fluorid, ein Mineral, das die Regeneration des angegriffenen Zahnschmelz fördert. Denn wenn durch Bakterien auf der Zahnoberfläche Säuren entstehen, löst sich Calcium aus dem Schmelz. Fluorid kann dieses Calcium ersetzen, und den Zahnschmelz zusätzlich gegen weitere Säureattacken schützen. Die Fluoridkonzentration in einer Zahnpasta ist immer auf der Tube angegeben und sollte zwischen 1200 und 1450 ppm (parts per million) liegen.

Alle weiteren Bestandteile sind Hilfs-, Farb- und Geschmacksstoffe, die für die Wirksamkeit einer Zahnpasta kaum ein Rolle spielen. Allerdings können diese Stoffe manchmal Empfindlichkeiten oder allergische Symptome verursachen, die häufig gar nicht als solche erkannt werden. Bei häufigen Entzündungen vor allem in den Wangentaschen und an der Zunge kann ein Wechsel der Zahnpasta eventuell eine Besserung bringen.

Zahnpasta selbst herstellen

Es gibt auch die Möglichkeit, Zahnpasta selbst herzustellen - so sind keine ungewollten Bestandteile enthalten, aber leider auch kein Fluorid. Um nicht auf die schmelzhärtende Wirkung zu verzichten, kann man zusätzlich ein spezielles Fluoridgel verwenden. Man bekommt es rezeptfrei in der Apotheke. Dieses Gel wird dann einmal wöchentlich auf die Zähne aufgetragen.

Rezept für eine selbstgemachte Zahnpasta:

• 4 EL Kokosöl
• 1 EL Xylit (karieshemmender, natürlicher Zuckerersatzstoff)
• 1-2 EL Natron (sehr fein gemahlen, am besten selber im Mörser oder Mixer nachmahlen)
• ätherische Öle nach Geschmack (Pfefferminz, Thymian, Salbei,..)

Da das Natron auf keinen Fall eine scheuernde Wirkung auf den Zahnschmelz auslösen darf, sollte diese selbstgemachte Zahnpasta zunächst mit wenig Druck und vorsichtigen Bewegungen auf den Zähnen verteilt werden, damit sich das fein gemahlene Natronsalz in der Feuchtigkeit des Mundes weiter auflösen kann.


Quelle: Dr. David Engels



aus der Sendung vom

Mo, 21.10.2019 | 12:15 Uhr

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